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Mit der Baufinanzierung wird der Traum von der Eigentumswohnung oder von einem eigenen Wohnhaus Wirklichkeit. Die Baufinanzierung (auch Immobilienfinanzierung) setzt sich in der Regel aus mehreren Teilen zusammen. Zur Finanzierung einer Immobilie können beispielsweise Eigenkapital oder Eigenleistungen eingebracht werden. Ebenso üblich ist die weitere Finanzierung über ein Baudarlehen durch ein Kreditinstitut. Es handelt es sich hierbei um eine besondere Form des Kredits, der speziell auf den Bau oder die Renovierung von Wohneigentum abzielt. Die Zinsen sind in der Regel sehr viel günstiger als bei Ratenkrediten oder Dispositionskrediten. Das liegt vor allem daran, dass zur Absicherung der Baufinanzierung eine Hypothek oder Grundschuld auf das jeweilige Wohnobjekt eingetragen wird.
Zum Ablauf: Für die Immobilie wird vor der Vergabe des Baudarlehens ein Beleihungswert ermittelt. Er zeigt den langfristigen Wert einer Immobilie an, der bei einem Verkauf erzielt werden würde. Der Beleihungswert stellt in der Regel das Maximum dar, bis zu dem ein Kreditinstitut einen Baukredit gewährt. Dem gegenüber steht der Verkehrswert, der aktuelle Wert der Immobilie, der auch die momentane Lage am Wohnungsmarkt wiedergibt. Der Beleihungswert der Immobilie liegt in der Regel bei etwa 80 Prozent des Verkehrswertes.
Wurde der Beleihungswert ermittelt und die benötigten Sicherheiten eingetragen, kann der Baukredit ausgegeben und dann in einer festen monatlichen Rate zurückgezahlt werden. Die Rate besteht dabei aus einem Tilgungs- und einem Zinsanteil. Durch die Tilgung wird das Baudarlehen im Laufe der Zeit zurückgezahlt. Der Zinsanteil enthält die Kosten für die Gewährung der Finanzierungssumme.
Vorteile:
Nachteile:
Auch wenn es sich um eine spezielle Form des Kreditvertrages handelt, ist bei der Baufinanzierung der Zinsvergleich sehr wichtig. Obwohl der Prozentsatz auf den ersten Blick eher gering aussieht, besonders im Vergleich zu Ratenkrediten und Dispositionskrediten, solltet ihr berücksichtigen, dass der Baukredit auf eine sehr lange Laufzeit angelegt ist. Hierbei gilt: Die für das Baudarlehen zu zahlende Rate ist umso kleiner, je länger die Laufzeit gewählt wird. Laufzeiten von 30 Jahren oder Anschlussfinanzierungen sind durchaus üblich. Lässt das Haushaltseinkommen den Freiraum für eine schnellere Rückzahlung mit höheren Raten zu, dann können natürlich auch kürzere Laufzeiten vereinbart werden.
Die Dauer der Zinsfestschreibung ist ein weiterer Punkt, der unbedingt beachtet werden sollte. Dadurch wird festgelegt, wie lange der zum Anfang vereinbarte Zinssatz für die Immobilienfinanzierung gilt. Eine möglichst lange Festschreibung hat verschiedene Vorteile. So bleibt die monatlich zu zahlende Rate zum Beispiel für die Dauer des Festschreibungszeitraums konstant. Das bringt eine Planungssicherheit für den Kreditnehmer mit sich. Wenn das Baudarlehen zu einer Zeit mit sehr niedrigen Kreditzinsen in Anspruch genommen wird, so könnt ihr euch über eine lange Zinsfestschreibung die guten Kreditzinsen sichern. Eine längere Zinsbindung wird allerdings durch einen höheren Kreditzins erkauft. Deshalb ist es wichtig, die Vor- und Nachteile genau abzuwägen.