Spartipps für Studenten in Berlin

 

 

Spartipps für Studenten

 

Versicherungen, Internet und Reisen – all das kann sehr viel Geld kosten. Doch komplett darauf verzichten möchte man auch nicht. Glücklicherweise lässt sich als Student an vielen Stellen einiges einsparen – man muss nur wissen wie.

Sorgenfrei durchs Studium – wichtige Versicherungen

Die studentische Krankenversicherung

Mit der Einschreibung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule ist man automatisch krankenversicherungspflichtig. Da Studenten jedoch bekanntlich meist knapp bei Kasse sind, gelten hier besondere Tarife der studentischen Krankenversicherung. Wer noch über die Familie mitversichert ist, muss sich hierum erstmal keine Sorgen machen.

Wer als Student mit der Vollendung des 25. Lebensjahres aus der Familienversicherung rausfällt, muss sich eigenständig um die Krankenversicherung kümmern. Gesetzliche Krankenkassen bieten eine studentische Versicherung an. Wer also an einer staatlichen Hochschule studiert, spart hier viel Geld. Mit ausführlichen Vergleichen zahlt man im Idealfall gerade einmal 60 Euro im Monat. Solche Tarife sind jedoch häufig an Bedingungen geknüpft. So darf neben dem Studium nicht mehr als 20 Stunden die Woche gearbeitet und die Grenze von 450 Euro Lohn im Monat nicht überschritten werden. Ausnahmen bestehen während der Semesterferien oder bei einem Pflichtpraktikum.

Eine Alternative bieten private Krankenversicherungen, die zwar meist kostspieliger sind, jedoch auch den Vorteil bieten, die Leistungen individuell anpassen zu können. Eine private Krankenversicherung wieder zu kündigen ist jedoch häufig sehr schwierig.

 

Tipps von Tim Seewöster, Geschäftsführer SPARWELT GmbH

 

Ein schmaler Geldbeutel bedeutet nicht, dass man auf Shopping-Touren verzichten muss. Es lohnt sich jedoch immer der Preisvergleich mit dem Internet. Viele Artikel sind online nicht nur günstiger, in vielen Onlineshops lassen sich noch zusätzlich kostenlose Rabattgutscheine einsetzen, um weiter zu sparen.

Quelle: Dr. Tim Seewöster, Geschäftsführer der SPARWELT GmbH

 

Die Hausratversicherung für die eigenen vier Wände

Für Studenten mit einer eigenen Wohnung ist es durchaus sinnvoll, zusätzlich eine Hausratversicherung abzuschließen. Das gilt insbesondere dann, wenn ein teures Fahrrad oder der neue Laptop einiges an Geld gekostet haben. Abhängig vom Wert der Besitztümer reicht bereits eine kleine Deckungssumme, sodass bei Diebstahl oder Wasserrohrbruch keine privaten finanziellen Schäden entstehen. Versicherungen, die Sonderleistungen, wie etwa einen Versicherungsschutz des Laptops auch bei Diebstahl außer Haus, anbieten, sollten genauer unter die Lupe genommen werden. Solche Angebote gehen oft mit besonderen Voraussetzungen einher, sodass der Laptop beispielsweise mit bestimmten Sicherheitsvorkehrungen versehen werden muss. Es ist daher ratsam, die Leistungen genau abzuwägen, bevor man sich für eine Hausratversicherung entscheidet.

Haftpflichtversicherung für Studenten

Ob der Abschluss von weiteren Versicherungen sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sinnvoll ist sicherlich eine gute Haftpflichtversicherung, da kleine Missgeschicke auf Dauer unvermeidbar sind. Eine Versicherung, die kleine wie große Sachschäden sowie Personen- und Vermögensschäden abdeckt, ist daher auf jeden Fall zu empfehlen. Doch bevor ein Vertrag abgeschlossen wird, ist es sinnvoll, sich bei den Eltern zu erkunden, ob man nicht bereits durch ihre Versicherung mit abgedeckt wird. So kann man einen zusätzlichen Beitrag sparen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollten ausgiebige Vergleiche bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses angestellt werden. Eine Haftpflichtversicherung gibt es schon für wenige Euro im Monat und kann sich sehr lohnen, sollte einmal etwas passieren. Empfohlen wird dabei eine hohe Deckungssumme von mindestens drei bis fünf Millionen Euro, sodass im Notfall tatsächlich gezahlt wird. So sind auch Studenten gut abgedeckt.

 

 

 

Telefon, Internet & Fernsehen

Ein Studium ohne Internetanschluss ist heute kaum noch denkbar und nahezu jeder besitzt mittlerweile ein Smartphone. Auch Fernsehen steht für viele Studenten auf dem täglichen Programm. Zum Glück bekommen Studierende oft besondere Preise, sodass auch hier gespart werden kann.

 

Günstig kommunizieren – die richtigen Tarife für Internet und Telefon

Bei Telefon- und Internetanbietern gibt es mittlerweile spezielle Tarife, die auf junge Leute und Studenten zugeschnitten sind. Vor Abschluss eines Vertrages sollte genau überlegt werden, welche Leistungen tatsächlich benötigt werden. Viele Studenten brauchen oft kein Festnetztelefon mehr, da das Handy zum Telefonieren vollkommen ausreicht. Je nach Bedürfnissen lässt sich dann das richtige Angebot mit passendem Preis herausfiltern. Kombitarife können helfen, viel Geld einzusparen. Wer viele Filme und Serien im Internet schaut oder online spielt, sollte auf ausreichend Datenvolumen und Geschwindigkeit achten. Dasselbe gilt auch für Wohngemeinschaften, da hier meist zwei oder mehr Personen zugleich auf das Internet zugreifen wollen. Auch Vertragslaufzeiten und Bedingungen sollten eine Rolle bei der Wahl des Anbieters spielen. Um langes Vergleichen kommt man daher oftmals nicht herum, doch es lohnt sich. Glück hat, wer in eine WG oder ein Wohnheim zieht: Hier sind die entsprechenden Verbindungen meist schon eingerichtet. Will man nur wenig Geld fürs Internet ausgeben, bietet es sich auch an, das kostenlose WLAN in der Universität oder in den Bibliotheken zu nutzen.

 

Rundfunkbeitrag & Befreiung für Studenten mit Ausbildungsförderung

Bei den Eltern ausziehen birgt auch gewisse Nachteile. Dazu gehört auch der Rundfunkbeitrag. Seit Anfang 2013 ist aufgrund der Vielzahl mobiler Empfangsgeräte jeder Haushalt dazu verpflichtet, diesen zu bezahlen, selbst wenn weder Fernsehen noch Radio vorhanden sind. Direkt nach dem Umzug und der Ummeldung erhält man daher eine Zahlungsaufforderung für einen monatlichen Betrag von 17,50 Euro. Da lediglich pro Haushalt bezahlt werden muss, können die Mitglieder einer Wohngemeinschaft sich die Kosten teilen. Empfänger von BAföG-Leistungen oder Arbeitslosengeld können auch eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag beantragen. Dafür muss lediglich eine Kopie des BAföG-Bescheids innerhalb von zwei Monaten nach dessen Ausstellung an den Beitragsservice geschickt werden. Diese Befreiung gilt aber nicht für die gesamte Wohngemeinschaft. Sollte es Mitbewohner geben, die kein Recht auf eine Befreiung haben, müssen diese den Rundfunkbeitrag wie gewohnt bezahlen.

 

Günstiges Streaming für Studenten

Für Filme und Musik werden Streaming-Dienste immer beliebter, die es ermöglichen, Medien dann abzuspielen, wenn es in den eigenen Zeitplan passt. Auch hier sind besondere Tarife für Studenten zu ergattern. Der Online-Händler Amazon Prime oder der Musik-Streaming-Dienst Spotify bieten beispielsweise besondere Rabatte für Studierende an. Meist reicht eine kurze Registrierung mit der offiziellen Mail-Adresse der Universität oder Hochschule.

 

 

 

Von A nach B kommen – mobile Studenten

Lernen
Credit: iStock/poba

Für Studenten bieten sich viele Möglichkeiten, so schnell wie möglich von einem Ort zum anderen zu gelangen. Am günstigsten ist es natürlich, die Beine in Anspruch zu nehmen. Laufen, oder noch besser und schneller mit dem Fahrrad zu fahren, sind gerade zu den schönen Jahreszeiten ideale Fortbewegungsvarianten. Vor allem für trockene und warme Tage bietet sich eine kleine Radtour zum Ziel an. Hat man einmal in ein ordentliches Modell investiert, schont dieses Fortbewegungsmittel auf Dauer Geldbeutel und Umwelt. Ein ausführliches Fahrradrouten-Netz verknüpft die wichtigsten Knotenpunkte der Stadt, sodass Radler problemlos von A nach B gelangen und nebenbei noch etwas für ihre Gesundheit tun. Wer nur gelegentlich einmal fahren möchte, kann sich bei Call A Bike anmelden. Dieses Angebot der Deutschen Bahn stellt Leihfahrräder an vielen Bahnhöfen und wichtigen Punkten in Berlin bereit, die unter einer halben Stunde zudem kostenfrei genutzt werden können. Meist benötigt man das Rad auch nicht länger und kann sich so umsonst in der Stadt fortbewegen.

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Berlin

Da Berlin auch gut vernetzte öffentliche Verkehrsmittel zu bieten hat, ist dies ein weiterer Schritt zur Mobilität. In der Regel enthalten die Semestergebühren der staatlichen Universitäten und Hochschulen bereits ein sogenanntes Semesterticket. Damit kann zeitlich unbegrenzt mit allen Linien des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg gefahren werden. Es ist jedoch nur in Verbindung mit dem Studentenausweis und einem Lichtbildausweis, also Personalausweis oder Reisepass, gültig. Sollte es kein festes Ticket sein, darf es auf keinen Fall laminiert werden. Ein solches Ticket ist genau für die Laufzeit eines Semesters, also für 6 Monate, gültig und wird direkt mit dem Studentenausweis verteilt. Zwar sind die Kosten des Tickets fest im Beitrag jedes Semesters integriert, es gibt jedoch auch Fälle, in denen der Betrag teilweise bis vollständig zurückerstattet werden kann. Wer zum Beispiel ein Auslandssemester absolviert, aber dennoch den Semesterbeitrag bezahlen muss, kann diese Möglichkeit in Anspruch nehmen. Das sollte am besten direkt mit der zuständigen Stelle der jeweiligen Hochschule geklärt werden.

 

Günstig Autofahren

Für Fahrten in Berlin und ganz Deutschland bietet sich auch Car Sharing an, da es eine kostengünstige Alternative zum eigenen Auto ist. In Berlin gibt es unterschiedliche Anbieter. Am besten man informiert sich, welcher Anbieter die meisten Autos in der Umgebung hat. Häufig findet eine einmalige Anmeldung statt, bei der eine Gebühr anfällt. Anschließend kann direkt per Smartphone am Auto eine Fahrt gebucht werden. Je nach Anbieter kann dabei zwischen Prepaid-Tarifen oder Zahlung pro Minute entschieden werden. Letzteres eignet sich insbesondere für spontane Fahrer, die lediglich einmal die neuen Möbel transportieren wollen oder einen kleinen Ausflug unternehmen. Das geht mit Car-Sharing-Angeboten besonders einfach, da Standorte von Autos stets per App eingesehen werden können und das nächste Auto so innerhalb von Sekunden gefunden ist. Auch die Bezahlung ist unkompliziert. Mit deutschlandweiten Anbietern wie Car2Go oder DriveNow sind Studenten günstig mobil und flexibel.

Eine gute Option, sich über längere Strecken fortzubewegen, sind Mitfahrgelegenheiten. Die Preise unterscheiden sich hier nach Strecke und Fahrer, aber wer gerne Leute kennenlernt, dem wird diese Art zu reisen gefallen. Hierfür gibt es einige Plattformen im Internet wie Mitfahrgelegenheit.de oder BlablaCar, auf denen mit Fahrern kommuniziert werden kann. Das Ganze geht natürlich auch umgekehrt: Wer ein wenig Geld dazu verdienen möchte, kann Fahrten mit dem eigenen Auto auf diesen Plattformen einstellen und Reisende mitnehmen.

 

Mit Zug und Fernbus durch Deutschland

Wer oft weite Strecken zurücklegt, wird eher die Deutsche Bahn als Fortbewegungsmittel wählen. Und auch hier lässt sich für Studenten eine Menge einsparen. Schon ab wenigen Fahrten im Jahr kann es sich lohnen, eine BahnCard anzuschaffen. Als Student und unter Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung erhält man beide Versionen, BahnCard 25 oder 50, wesentlich günstiger. Die 25-Version kostet einmalig 41 Euro und sorgt bei jeder Fahrt für einen Rabatt von 25 Prozent auf den Normalpreis, aber auch die Sparangebote. Die BahnCard 50 kostet 127 Euro für die 2. Klasse und bietet Reduzierungen des Fahrpreises um 50 Prozent. Allerdings gilt diese Vergünstigung nicht für Sparpreise. Bei beiden Paketen erhält man zudem bei den meisten Fahrten kostenlos die Option "City+" hinzu, sodass in den Städten die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden können. Für die Bahn gilt allgemein: rechtzeitig buchen schont den Geldbeutel.

Wem dies noch zu teuer ist, der sollte nach Angeboten von Fernbussen Ausschau halten. Anbieter wie Postbus oder Berlinlinienbus fahren in die meisten deutschen Städte und sind dabei recht günstig. Diese Variante lohnt sich vor allem für kürzere Strecken. Bei Reisen quer durch Deutschland erhöht sich die Reisezeit mit dem Fernbus im Gegensatz zu anderen Verkehrsmitteln, sodass sich bei weiteren Strecken schon eine Zugfahrt lohnen könnte.

 

 

Bild-Quellen:
junge-frau-museum:Ryan McGuire, kind-malen-kreide:istock.com/Halfpoint, buecher-bibliothek: istock.com/Wavebreakmedia, sparschwein-doktorhut: istock.com/artisteer, junge-frau-einkaufen: istock.com/sanjeri, junger-mann-studieren: istock.com/skynesher, junge-frau-zeichnen: istock.com/Geber86, glas-geld-sproessling: istock.com/tuk69tuk, studenten-zimmer-blau: istock.com/KatarzynaBialasiewicz