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Roaming auf Reisen: Mit dem Smartphone günstig im Ausland surfen

Internet auf dem Smartphone günstig im Ausland nutzen
Internet auf dem Smartphone günstig im Ausland nutzen

Die wichtigsten Spartipps für mobiles Internet im Urlaub

Ende 2015 sollten die Roaminggebühren für das Telefonieren und Surfen im EU-Ausland eigentlich abgeschafft werden. Eigentlich – denn daraus wird nun nichts: Bis Mitte 2017 müssen Urlauber und Geschäftsleute neuesten Meldungen1 zufolge noch Aufschläge zahlen, wollen sie per Smartphone oder Tablet in EU-Ländern mobiles Internet nutzen. Außerhalb der EU, bei  Reisen in die Türkei oder USA beispielsweise, kostet die Datennutzung noch mehr. Drei von vier Deutschen wollen im Urlaub dennoch nicht auf Facebook, WhatsApp, News-Websites oder Karten-Apps verzichten. Das  zeigt eine aktuelle L'TUR-Umfrage2. Mehr als 80 Prozent davon nutzen das mobile Netz in ihren Ferien für private Zwecke. Unsere Tipps verraten euch, wie ihr im Urlaub günstig surft und was vor der Abreise zu erledigen ist.

 

Mobiles Internet im Ausland: Kein Kostenschock dank unserer 5 Tipps

Steht demnächst kein Urlaub in Deutschland, sondern Ferien im Ausland an, kann es für mobile Internetnutzer teuer werden: Die heimische Daten-Flatrate greift im Urlaub jenseits der Grenze nicht automatisch – und der Zugriff auf die Mobilfunknetze außerhalb Deutschlands hat nach wie vor seinen Preis. Ein Megabyte Daten kostet EU-weit immer noch bis zu 20 Cent. Doch mit folgenden Tipps könnt ihr auch im Urlaub sorgenfrei mobil durchs Web surfen.


1. Auslandsoption des deutschen Mobilfunkanbieters prüfen
Egal, ob ihr bei der Telekom, Vodafone, O2/E-Plus oder einem Discount-Anbieter unter Vertrag seid: Informiert euch vor der Reise auf der Website oder via Kundenhotline, welche Auslandsoption für euch voreingestellt worden ist. Vergleicht, ob das zugleich die günstigste ist, wie hoch die Kosten für Telefonie und Datennutzung in eurem Zielland sind und ob der Tarif automatisch bei der Einreise aktiviert wird.

Wollt ihr auf mobiles Internet im Ausland nicht verzichten, nutzt es aber nur ab und zu, lohnt es sich, für wenige Euro Tagespässe oder gleich einen Wochenpass mit begrenztem Datenguthaben zu buchen. Wichtig: Beliebte Urlaubsziele wie die Türkei oder die Schweiz sind teilweise teurer eingestuft als die EU-Mitgliedsländer. Seit 2014 dürft ihr bei den großen Providern praktischerweise gegen einen Monatsbeitrag oder eine Einmalzahlung sogar eure Inlands-Flatrate zu gleichen Bedingungen im EU-Ausland nutzen.

2.  Updates und App-Aktivitäten im Hintergrund abschalten
Egal, ob ihr ein Android- oder Apple-Gerät nutzt: Ihr solltet vor dem Urlaub einstellen, dass sich die Apps auf eurem Smartphone oder Tablet die neuesten Updates „nur im WLAN“ herunterladen dürfen. Ebenso berüchtigt für ihren Datenhunger sind Apps, die sich ständig unbemerkt im Hintergrund aktualisieren und Daten ziehen. Dazu gehört etwa die App eures E-Mail-Anbieters sowie Wetter- oder Nachrichten-Apps. Hier solltet ihr einstellen, dass sich diese Dienste nur auf eure Erlaubnis hin auf den neuesten Stand bringen. 

3. Auf Nummer sicher gehen: Datenroaming im Ausland komplett abschalten
Wollt ihr sicherstellen, dass euer Smartphone im Ausland keine Daten zu teuren Preisen herunterlädt, lässt sich im Einstellungsmenü eures Geräts der „mobile Datenverkehr“ bzw. das „Datenroaming“ komplett abschalten. Dann müsst ihr unterwegs allerdings auf jegliche Internetdienste verzichten und euch auf Telefon und SMS beschränken. Tipp: Manche Kartendienste – wie Maps.me oder Nokia Here – sowie Reiseführer-Apps lassen sich vorab auf das Smartphone herunterladen und auf Reisen offline nutzen.

Mobiles Internet clever nutzen: Manche Apps lassen sich vor der Reise herunterladen und offline nutzen.

4. Auf WLAN und lokale Hotspots beschränken
Die günstigste Variante der Internetnutzung im Ausland sind kostenloses WLAN-Services oder mobile Hotspots. Viele Hotels, Restaurants, Cafés, Bahnhöfe und Flughäfen stellen Reisenden kostenloses WLAN zur Verfügung. Damit könnt ihr sogar größere Datenmengen ohne Bedenken nutzen und Videos ansehen, wichtige Apps aktualisieren oder euch per Videotelefonie wie Skype zuhause melden. Eine weltweite Übersicht über öffentlich verfügbares WLAN bieten Websites wie hotspot-locations.com. Achtet unbedingt auf eine verschlüsselte Verbindung, da ihr sonst Fremden Zugang zu euren Daten ermöglicht. Fragt daher immer vor Ort nach, ob die WLAN-Verbindung durch ein Passwort gesichert ist und verzichtet auf sicherheitssensible Dienste wie Online-Banking. 

5. Prepaid-Datenkarte für Vielnutzer und Reisen ins Nicht-EU-Ausland
Für Urlauber und Geschäftsleute, die ihre Internetnutzung auch im Ausland nicht einschränken möchten, sind Prepaid-Datenkarten für das Urlaubsland eine Alternative. Voraussetzung ist ein Gerät ohne SIM-Lock (Sperrung für fremde Netze). Die SIM-Karten lassen sich in Onlineshops wie Simlystore.com bereits zuhause bestellen und vor der Abreise einrichten. Die Preise richten sich dabei nach dem Datenvolumen (z.B. 5 GB) und dem Urlaubsland. Wer kurzfristig verreist und viel Datenvolumen benötigt, kann Prepaid-Datenkarten auch direkt im Reiseland kaufen: am Flughafen, an Bahnhöfen oder in Mobilfunkshops. Die teils aufwendige Registrierung muss dann aber vor Ort erledigt werden. Nachteil: Mit der neuen SIM-Karte erhält euer Smartphone in der Regel auch eine neue Rufnummer. Ihr seid daher nicht über Whatsapp, per SMS oder Anruf erreichbar.     


Stadtplan, Kamera, Übersetzer: Das Smartphone bietet auf Reisen allerhand Vorteile

 

Kosten-Airbag greift im EU-Ausland ab 60 Euro 

Stoßt ihr im EU-Urlaubsland mit euren Roamingkosten an die Obergrenze von knapp 60 Euro, muss euer Mobilfunkanbieter laut Gesetz rechtzeitig einen Warnhinweis schicken. Die großen deutschen Provider kappen sogar vorsichtshalber die Leitung. Wollt ihr darüber hinaus weitertelefonieren oder surfen, müsst ihr dies ausdrücklich bestätigen. Diese Kostenbremse gilt inzwischen sogar weltweit, wird aber außerhalb der EU nicht immer so streng gehandhabt. Bei Fernreisen solltet ihr daher eure Mobilfunkkosten besser selbst im Blick behalten. Die im aktuellen Monat verbrauchte Datenmenge könnt ihr euch entweder im Einstellungsmenü eures Smartphones oder über Apps wie Traffic Monitor anzeigen lassen.

 

Aufpassen! Surfen außerhalb der EU geht richtig ins Geld 

Hohe Roaming-Kosten erwarten Verbraucher außerhalb der EU

Besonders bewusst müsst ihr auf das eigene Telefon- und Surfverhalten achten, wenn ihr euren Urlaub außerhalb der Europäischen Union verbringt. Wollt ihr euer Smartphone im türkischen Feriendomizil, beim Trip in die Schweiz oder auf der USA-Reise mobil nutzen, greifen die Preisobergrenzen der EU pro Minute oder Megabyte nicht. Die Anbieter haben bei den Gebühren weitgehend freie Hand. Im schlimmsten Fall kann das unbedachte Versenden eines hochauflösenden Fotos je nach Urlaubsregion und Tarif mehr als 20 Euro kosten. Auch hier hilft der Blick auf die Website eures Anbieters.

Wollt ihr im Urlaub lieber mit eurem Notebook via Mobilfunknetz ins Internet, benötigt ihr dafür einen USB-Surfstick. Hierbei könnt ihr dieselben Spartipps wie bei eurem Smartphone beherzigen, da der mobile Surfstick eine kleine SIM-Karte des Telefonanbieters enthält. Das Smartphone lässt sich kabellos zur Not auch als Modem für das Notebook benutzen, auch wenn das einige Provider in ihren AGB offiziell untersagen. Aktiviert dafür „mobiler WLAN-Hotspot“ in den Einstellungen eures Telefons. 

Quellen:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/roaming-107.html (Meldung Tagesschau.de, 30.06.2015)

2 http://www.presseportal.de/pm/8670/3049373 (Studie Internetnutzung media control für L'TUR, 2015)

Bilder: Shutterstock©Syda Productions / Montage SPARWELT (Teaser), Fotolia©Marcus Kretschmar, Fotolia©Maridav, Fotolia©noel moore

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Über Maik

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