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"Großmutter, warum hast du so große Tasten?"

Seniorenhandys haben zahlreiche Vorteile
Seniorenhandys haben zahlreiche Vorteile

Ratgeber: Darauf kommt es beim Kauf von Seniorenhandys an

Seniorenhandys – Große Tasten, viel dahinter

Panasonic-KX-TU327Nicht jeder braucht das neue Apple iPhone oder das aktuelle Samsung Galaxy. Gerade die Älteren unter euch oder eure Eltern und Großeltern wollen mit ihrem Mobiltelefon vor allem zwei Sachen: Telefonieren und erreichbar sein. Eine SMS schreiben ist hin und wieder auch ganz nützlich. Moderne Smartphones jedoch gibt es praktisch nur noch mit Touchscreen-Steuerung, Apps und unzähligen Einstellmöglichkeiten. Das überfordert viele Senioren, die zudem kein Vermögen für ihr Handy ausgeben möchten.

Diese Marktlücke haben inzwischen die Handyhersteller erkannt und bringen immer mehr Modelle eigens für Senioren auf den Markt. Im Fokus stehen Funktionen für Kunden, die im Sehen, Hören oder in der Bewegung eingeschränkt sind.

Die wichtigsten Vorzüge von Seniorenhandys

  • Aktuelle Smartphones sind flach, elegant und lassen sich fast komplett über den berührungsempfindlichen Touchbildschirm steuern. Dadurch liegen sie jedoch weniger sicher in der Hand und die Steuerung braucht einige Übung. Seniorenhandys dagegen besitzen überwiegend große Tasten zur Steuerung, das kostet Platz. Der Bildschirm ist kleiner oder befindet sich bei Klapphandys auf der oberen Hälfte. Die Schrift fällt deutlich größer aus als bei herkömmlichen Handys.

  • Hersteller von Seniorenhandys legen Wert auf ein gut lesbares Display mit starkem Kontrast. Damit lassen sich Nummern und Menüs auch mit Sehschwäche klar erkennen.

  • Da im Alter auch das Gehör nachlässt, verfügen gute Modelle über eine extra starke Lautstärkeeinstellung. Viele Seniorenhandys sind sogar mit Hörgeräten kompatibel.

  • Ein wichtiges Merkmal für Qualität ist die Benutzerfreundlichkeit. Handys für die ältere Zielgruppe erscheinen ganz bewusst mit weniger Funktionen. Sie beschränken sich meist auf Telefon, SMS-Nachrichten, Radio und eine einfache Kamera. Wichtig ist zusätzlich ein leicht verständliches Menü, damit der Nutzer auch ohne Bedienungsanleitung und langes Blättern zurechtkommt.

  • Schnellwahl-Tasten für Nummern der Angehörigen und den Notruf sind leicht erreichbar am Telefon platziert. So entfällt in brenzligen Situationen das lange Hantieren mit dem Handy.

  • Moderne Smartphones werden üblicherweise über ein Ladekabel mit Strom versorgt. Beim Seniorenhandy ist in der Lieferung oft eine Ladestation enthalten. Damit hat das Gerät seinen festen Platz in der Wohnung. Es droht kein leerer Akku und das abendliche Hantieren mit Ladekabel und Steckdose bleibt erspart. Weiteres Plus: Ohne Touchscreen hält eine Akkuladung – anders als beim Smartphone – problemlos mehrere Tage.

  • Dank der abgespeckten Funktionen bleibt der Preis für Seniorenhandys mit 50 bis 100 Euro recht erschwinglich.

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Checkliste: Was braucht ein gutes Seniorenhandy – und was nicht?

  1. Tasten statt Touchscreen: Achtet beim Kauf eines Modells auf große, gut lesbare Tasten. Im Gegensatz zum Touchscreen lassen sich diese einfacher verorten und treffen – spätestens beim Verfassen von SMS ein deutlicher Vorteil. 

  2. Gut lesbar: Große Schrift im Display ist wichtig. Da die großen Tasten bereits viel Raum einnehmen, sind viele Displays einzeilig. Dennoch stellen sie Buchstaben und Zahlen groß genug für schwächere Augen dar. Zur Anzeige von Rufnummern, Telefonbucheinträgen und SMS genügt diese Lösung vollkommen.

  3. Groß und griffig: Das Gehäuse sollte ausreichend groß sein, damit das Gerät nicht verloren geht und gut in der Hand liegt. Praktisch für einen sicheren Halt ist eine gummierte Oberfläche. Nachteil der Größe: In die Hosentasche passt das Handy nicht mehr. Daher empfehlen sich für Senioren besonders Klapp-Handys, die bei der jüngeren Zielgruppe längst aus der Mode sind.

  4. Schnell gewählt: Wichtige Nummern wie die des Partners oder der Familie sollten mit wenigen Fingertipps erreichbar sein. Dafür eignen sich Schnellwahltasten, die sich frei belegen lassen. Hält man diese gedrückt, wird die Nummer gewählt. Das Blättern im Telefonbuch des Handys entfällt.

  5. Notfalltasten: Notrufnummern müssen in brenzligen Lagen schnell abrufbar sein. Umständliches Suchen im Menü kann wertvolle Sekunden kosten. Das Modell sollte am besten über klar erkennbare Notfalltasten verfügen, die sofort die eingespeicherte Nummer zu einem ärztlichen Rettungsdienst wählen. Wichtig: Der Notruf wird auch abgesetzt, wenn sich kein Guthaben auf der SIM-Karte befindet.

  6. Ortung im Notfall: Besteht ein hohes Gesundheitsrisiko beim Nutzer, kann sich ein Handy mit GPS-Modul auszahlen. Setzt der Besitzer damit einen Notruf ab, werden Gerät und Nutzer satellitengestützt geortet. Für die Handy-Ortung müsst ihr euch allerdings zuvor registrieren, damit der Dienst nicht missbraucht wird.

  7. Tastensperre: Damit der Besitzer nicht versehentlich einen überteuerten Anruf tätigt, sollte sich die Tastensperre leicht aktivieren lassen, etwa durch langen Tastendruck. Die Seniorenhandys mit den besten Testergebnissen sind praktische Klapp-Modelle. Ist das Handy geschlossen, sind die Tasten gesperrt.

  8. Rückgaberecht: Kommt ihr selbst bzw. der Beschenkte nicht mit dem Modell zurecht, könnt ihr das Gerät bei den meisten Online-Shops bequem wieder zurücksenden.

 Tipps für den Kauf von Seniorenhandys

Fazit: Jederzeit erreichbar dank einfacher Bedienung und Notruftaste

Ohne Frage: Ihr selbst oder eure Eltern möchten als Senioren natürlich überall erreichbar sein. Auf Reisen oder im Notfall kann ein Handy gute Dienste leisten. Grüße nach Hause senden, einen Arzt rufen oder sich sogar orten lassen, dafür ist das Mobiltelefon unverzichtbar. Beherzigt ihr unsere Checkliste, steht der mobilen Freiheit nichts im Wege.

Gute Modelle schon für 50 bis 100 Euro

Online-Shops bieten eine große Auswahl an Handys speziell für ältere Telefonierer. Die Geräte lassen sich auch einfach bedienen, wenn ihr beim Sehen, Hören oder in der Motorik eingeschränkt seid. Dank unserer Tipps wisst ihr, worauf ihr beim Stöbern achten solltet. Viel Geld müsst ihr für die Modelle nicht hinlegen. Bereits für 50 bis 100 Euro findet ihr hervorragende Produkte, die in Tests gut bis sehr gut abgeschnitten haben. 

Man ist so alt, wie man sich fühlt

Euer Maik

Über Maik

Als Diplom-Journalist und ausgebildeter Redakteur strebt Maik danach, mit unabhängigen Ratgebern die boomende Online-Shopping-Welt für SPARWELT-Leser ein wenig verständlicher zu machen. Sein Motto: Nur der aufgeklärte User kauft günstig im Netz und erkennt die kleinen Fallstricke. Zuhause fühlt sich der Fußballliebhaber und Hobbyläufer in den Bereichen Technik, Smartphone-Tarife, Sport und Verbraucherschutz im Netz.

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