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Tizi+ – eine mobile Alternative zum Kabelfernsehen?

Tizi+ – eine mobile Alternative zum Kabelfernsehen?
Tizi+ – eine mobile Alternative zum Kabelfernsehen?

Fernseh-App, DVB-T-Gerät und Videorekorder in einem

Mobiles Fernsehen ist nicht länger eine Zukunftsfantasterei. Mit tizi+ schaut ihr jetzt unterwegs Fernsehen auf euren mobilen Endgeräten.

Auf, auf zum mobilen Fernsehen

Packungsinhalt von Tizi+Wir testen ein Gerät mit dem possierlichen Namen „Tizi+“ von Equinux. Es handelt sich dabei um einen kompakten DVB-T-TV-Empfänger, der auch als Videorekorder genutzt werden kann. Die Packung enthält – neben dem Gerät – ein USB-Kabel, das Benutzerhandbuch (eher ein Heftchen, Anm. d. R.), ein Netzteil sowie Speicherkarten. Benötigt werden außerdem ein PC, Tablet oder Handy, sowie eine zugehörige App. Unsere Redaktion nutzt für den Test ein iPad.

Die Installation der TV-App

Die tizi.tv-App ist im Store leicht zu finden und kostenlos. Die Installation erfolgt wie üblich über einen Klick auf den „Installieren“-Button.

Unser erster Eindruck von Tizi+

Die Größe besticht – das Gerät ist etwa halb so groß wie ein modernes Smartphone.

Die Anleitung ist kurz und knackig – alle Informationen werden auf vier Seiten dargestellt. Diese sind auch für weniger technik-affine Personen leicht verständlich. Drei Minuten - und die Vorbereitungen für den Empfang und die Aufnahme sind abgeschlossen.

Auch die Handhabung ist einfach. – Die Antenne lässt sich, wenn der Nutzer das Köpfchen erst einmal zu fassen bekommt, gut ausziehen. Ein Hinweis: Die Abbildung im Handbuch zeigt nur das kurze, dicke Ende der Antenne. Doch diese muss in voller Länge ausgezogen werden. Dabei sind Hemmungen unnötig, denn das Metallstück wirkt graziler als es ist. Tatsächlich ist das untere dünne Ende mit einer Legierung überzogen, die es schützt. Für den besseren Empfang lässt sich die Antenne in verschiedene Richtungen klappen.

Infobox zu tizi+Mobiles Fernsehen unter der Lupe

Akkulaufzeit:
Die Ausdauer des Akkus wird vom Hersteller mit 3,5 Stunden angeben. Eine ausreichende Zeitspanne, um sich abseits der Fußballweltmeisterschaft dem alternativen TV-Programm zu widmen. Ein LED gibt nach dem Ampelprinzip den Ladestatus des Gerätes an. Für längeren Fernseh-Genuss wird entweder das mitgelieferte Ladekabel oder ein zweiter Akku benötigt.

Der Empfang des mobilen TV auf dem iPad

Der mobile Fernseh-Empfang von Tizi+ wird von unseren Redakteuren an unterschiedlichen Standorten getestet. Das Gerät kann dabei selbst im Altbau-Hinterhofzimmer überzeugen. WLAN und Tizi-Sender sind einfach zu koppeln und haben eine einwandfreie Verbindung. Nach einem direkten Update des Programms müssen App und Verbindung zum Tizi-Server kurz neu gestartet werden. Danach vergehen etwa fünf Minuten, bis das Programm 52 Sender anzeigt. Das Umschalten zwischen den Sendern funktioniert zügig und das Bild auf dem iPad ist gestochen scharf. Stabilität und Schärfe können im Vergleich zum Internetfernsehen punkten. Zu erwähnen ist jedoch, dass auch Tizi+ ab und an Nachladezeiten benötigt. Positiv: Das Fernseh-Programm kann jederzeit pausiert oder auch zurückgespult werden. So ist sicher, dass keine Minute der Sendung verpasst wird, wenn die Fans im Nachbarraum doch ein wenig lauter jubeln.

Die Benutzung als Videorekorder

Um die Qualitäten des Gerätes als „Videorekorder“ zu testen, wird die Serie „Body of Proof“ bei Sixx aufgenommen und am darauffolgenden Tag überprüft. Um Tizi+ startklar für die Aufnahme zu machen, sollte das Gerät mit Strom versorgt und die Speicherkarte eingelegt sein. Hierfür muss die Gehäuseschale entfernt, der Akku entnommen und dann die Karte eingelegt werden. All das stellt kein Problem dar und ist im Handumdrehen erledigt.

Nachdem die Inbetriebnahme leicht vonstattengeht, folgt anschließend die Ernüchterung: Das Handbuch bietet lediglich Basisinformationen, wie das Ein- und Ausschalten des Gerätes an. Die Aufnahme einer Sendung wird jedoch nicht beschrieben. Dafür sind die Reiter der App, wie Sender, Text & Web und Aufnahmen selbsterklärend. Der von uns gewünschten Sender Sixx ist ebenfalls verfügbar. Unklar bleibt jedoch die Bedeutung der Abkürzung EPG. Unsere Recherche im Netz zeigt  – die Abkürzung EPG steht für “elektronischer Programmplan“. Bei unserem Test wird hier lediglich die aktuelle Sendung angezeigt, so dass die einfache Aufnahmefunktion zunächst nichtgenutzt werden kann. Alternativ wählen wir die manuelle Aufnahmemöglichkeit. Eine Besonderheit: Unter Text & Web bietet Tizi+ Videotexte und Kurzbeschreibungen beim Anwählen einer Sendung im EPG-Reiter an.

Anschauen der Aufnahme auf dem iPad

Mobiles Fernsehen mit Tizi+Die am Vorabend aufgenommene Sendung läuft gut an, stockt dann jedoch wiederholt. Immer wieder lädt das Programm nach, das Bild ist verpixelt oder stockt, während der Ton weiterläuft. Wir prüfen mögliche Fehlerquellen und die Verbindung mit WLAN und dem Tizi+-Server. Es ist nichts zu machen, die Aufnahme ist nicht abspielbar.

Wir wollen auf Nummer sicher gehen und machen spontan neue Aufnahme- und Abspieltests. Ergebnis: Alle drei weiteren Tests verlaufen reibungslos. Jetzt funktioniert auch das Anzeigen der Sendungen im elektronischen Programmplan. Ein Touch und das Fernseh-Programm kann mit dem App-Fernsehen direkt auf Tizi+ oder dem iPad gespeichert werden. Das Gerät nimmt das Programm auch auf, wenn die App geschlossen und das iPad unterwegs ist.

Fazit

Tizi+ ist schnell installiert und kinderleicht zu bedienen. Mobiles Fernsehen ist sofort möglich. Allerdings sollte vorab für guten WLAN- und DVB-T-Empfang gesorgt sein, sonst hinterlässt das Erlebnis einen faden Beigeschmack. Laut der Hilfeseite könnte auch auch ein Bug bei der iPad-Software die Empfangsstörungen verursachen. Für beide Problemstellungen bietet die Internetseite Tipps an. Bei den Tests vor Ort treten solche Effekte nicht auf.
Uns kann das mobile Fernsehen mit seiner guten Bildübertragung, dem einfachen Handling und den Aufnahme- und Pausier-Möglichkeiten überzeugen.

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Bilder: iStock©Erik Khalitov (Teaser), Sparwelt

Über Annekathrin

Für die Berlinerin begann alles nach dem Abitur mit ersten beruflichen Erfahrungen in Online-Redaktionen und einer Ausbildung zur Kauffrau für audio-visuelle Medien. Das Recherchieren und Texten für Rundfunk- und Fernsehspots gehörte hier zum guten Ton. Nach einigen anschließenden Jahren als Mediaplanerin zog es Anne an die Hochschule zum Studium der Wirtschaftskommunikation. Hier verfeinerte sie ihre kommunikativen Künste. Diese setzte sie bereits bei der Berliner Morgenpost ein und ergänzt seit 2014 das Team der SPARWELT-Redaktion.

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