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Musikstreaming-Dienste im Vergleich

Musikstreaming-Dienste im Vergleich
Musikstreaming-Dienste im Vergleich

Das leisten Apple, Spotify, Napster und Co. tatsächlich

Zu jeder Zeit und überall auf eine riesige Auswahl an Musik zugreifen zu können – das ist heute für viele eine Selbstverständlichkeit. Daher wundert es nicht, dass in den letzten Jahren Musikstreaming-Dienste wie Pilze aus dem Boden schossen. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Wir zeigen euch daher u.a., welcher Anbieter die längste kostenlose Testphase bietet und wo ihr beim Abschluss des Abos noch sparen könnt. Und wie steht es überhaupt um Apple Music?

 Musikstreamingdienste im Vergleich

Tipp der Redaktion – Musik streamen auch ohne App:
Ihr wollt auch auf dem Smartphone ohne zusätzliche Streaming-App ein bestimmtes Album des Künstlers hören? Dann lest aufmerksam weiter: Rdio hat, genau wie Spotify, einen Webplayer, der jedoch nur am PC bzw. Laptop funktioniert – mit Smartphone oder Tablet ist das nicht möglich. Ladet euch daher den Browser Opera herunter, geht in die "Einstellungen" und wählt dort unter "User Agent" "Desktop aus". Komfortabel ist die Bedienung auf dem Smartphone zwar nicht, aber um die Musik nebenbei laufen zu lassen, genügt es – besonders mit dem D.I.Y.-Home-Entertainment-System. Bei Spotify funktioniert der Trick leider nicht. Wer weitere Infos oder Hilfe benötigt, kann sich gern in den Kommentaren zu Wort melden.

Apple Music und Deezer

Apple Music

  • Kostenlose Testphase: 3 Monate nach Anmeldung
  • Anzahl Musiktitel: 30 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 10 Euro monatlich; Familienoption für 15 Euro für 6 Personen
  • Stiftung Warentest: noch keine Beurteilung
  • Musikstreaming-App: verfügbar über alle Betriebssystemen und auf allen Plattformen, außer Windows-Mobilgeräte
  • Zahlungsarten: Kreditkarte
  • Besonderheit: Künstler können Musik/Videos hochladen und ihren Fans anbieten

Deezer

  • Kostenlose Testphase: 30 Tage
  • Anzahl Musiktitel: über 35 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 9,99 Euro monatlich
  • Stiftung Warentest: sehr kritisch / AGB - sehr deutliche Mängel
  • Musikstreaming-App: verfügbar über alle Betriebssysteme
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, PayPal

Google Play Music und Juke

Google Play Music

  • Kostenlose Testphase: 60 Tage
  • Anzahl Musiktitel: über 30 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 9,99 Euro monatlich
  • Stiftung Warentest: noch keine Beurteilung
  • Musikstreaming-App: nur über Android-Smartphones, ansonsten über Browser
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, PayPal

Juke

  • Kostenlose Testphase: 30 Tage
  • Anzahl Musiktitel: über 30 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 9,99 Euro monatlich
  • Stiftung Warentest: mangelhafter Datenschutz (Android-App); AGB einwandfrei und transparent
  • Musikstreaming-App: verfügbar über alle aktuellen Betriebssysteme
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, PayPal
  • Besonderheit: Apps auch für Sonos-, Philips-Fidelio-, Bluesound- und Peaq-System

Napster und Rara

Napster

  • Kostenlose Testphase: 30 Tage
  • Anzahl Musiktitel: über 30 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 9,95 Euro monatlich
  • Stiftung Warentest: mangelhafter Datenschutz (Android-App); AGB ebenfalls mangelhaft und intransparent
  • Musikstreaming-App: verfügbar auf allen aktuellen Betriebssystemen
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, Lastschrift, PayPal, Mobilfunkrechnung

Rara

  • Kostenlose Testphase: keine; nur für 3 Monate vergünstigt
  • Anzahl Musiktitel: über 22 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 4,99 für „Internet“; 9,99 Euro monatlich für „Premium“
  • Stiftung Warentest: Datenschutz – kritisch / AGB - sehr deutliche Mängel
  • Musikstreaming-App: verfügbar über alle aktuellen Betriebssysteme, außer Windows
  • Zahlungsarten: Kreditkarte

Rdio, Spotify und TIDAL (vorher Wimp)

Rdio

  • Kostenlose Testphase: 30 Tage für „Rdio Unlimited“
  • Anzahl Musiktitel: über 32 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 4,99 Euro monatlich für „Rdio Web“; 9,99 Euro monatlich für „Rdio Unlimited“
  • Stiftung Warentest: mangelhafter Datenschutz; AGB ebenfalls mangelhaft und intransparent
  • Musikstreaming-App: verfügbar über alle aktuellen Betriebssysteme
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, PayPal
  • Besonderheit: dauerhaft kostenloser, werbefinanzierter Zugang; 50% Rabatt für Familienmitglieder

Spotify

  • Kostenlose Testphase: 60 Tage (Premiumversion)
  • Anzahl Musiktitel: über 20 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 9,99 Euro monatlich
  • Stiftung Warentest: Datenschutz gegeben/effektiv; AGB ebenfalls mangelhaft und intransparent
  • Musikstreaming-App: verfügbar über alle aktuellen Betriebssysteme
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, PayPal, Rechnung
  • Besonderheit: dauerhaft kostenloser, werbefinanzierter Zugang, 50% Rabatt für Studenten und Familienmitglieder

TIDAL (vorher Wimp)

  • Kostenlose Testphase: 30 Tage
  • Anzahl Musiktitel: über 25 Mio.
  • Kosten für Nutzung: 9,99 Euro monatlich für „TIDAL Premium“; 19,99 Euro monatlich für „TIDAL HiFi“
  • Stiftung Warentest: Datenschutz mit Defiziten (Android-App); AGB zum Teil mangelhaft
  • Musikstreaming-App: nur für Android und iOS
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, Lastschrift
  • Besonderheit: 75000 Musikvideos im Angebot; verlustfreies Streamen der Musik

Fazit: Welcher Streaming-Dienst lohnt sich wirklich

Fast jeder Anbieter lockt mit einer kostenfreien Testphase, aber nur die wenigstens bieten einen dauerhaft kostenlosen Zugang, der durch Werbung finanziert wird. Aus diesem Grund empfehlen wir vor allem Rdio – ein Streamingdienst, der unserer Meinung nach Spotify in nichts nachsteht. Rdio bietet eine komplett kostenlose Nutzung, die Anmeldung via Facebook-Account, eine einfache Bedienung, Hinweise auf Konzerte, Rabatte für Familienmitglieder und den Download von Musiktiteln. Völlig gratis erhaltet ihr hier ein hervorragendes Angebot, an das aktuell auch Apple Music nicht herankommt. Die Kalifornier sind jedoch neu am Markt der Portale für Musikstreaming und müssen sich noch gegen die Konkurrenz behaupten. 

Generell raten wir euch auch, eure Songs herunterzuladen, was jedoch in aller Regel nur bei den kostenpflichtigen Varianten möglich ist. Wenn ihr allzu häufig streamt, dann schmilzt euer monatliches Datenvolumen schneller dahin als euch lieb ist. Wollt ihr den Service auch mobil nutzen, empfiehlt es sich, einen der Anbieter auszuwählen, der im Bereich Datenschutz als unkritisch bewertet wurde. Dieses Kriterium bezieht sich besonders auf die Nutzung der Apps. Bucht ihr ein Premium-Abo, habt ihr bei einigen Anbietern sogar die Möglichkeit, die ausgewählten Songs offline zu hören. Dadurch verhindert ihr, dass euch zur Verfügung stehende mobile Datenkontingent zu schnell zusammenschrumpft.

Über Daniel

Während des Studiums der Politikwissenschaft und Soziologie hat Daniel nicht nur seine Leidenschaft für Theorien und Gesellschaft entdeckt, sondern auch für die Technik. Sei es am Computer zu schrauben, Games zu zocken oder einfach nur ein Schnäppchen zu machen. Zuvor war er einige Jahre beim Preisvergleich Idealo angestellt und hat sich dort um die Testberichte gekümmert. Seit Anfang 2015 unterstützt er die SPARWELT-Redaktion und kümmert sich dort um den Bereich Elektronik und Unterhaltungselektronik.

Daniel
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