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Kinder-Tablet: Das sollten Eltern wissen

Experten-Meinung zum Thema: Kinder-Tablet
Experten-Meinung zum Thema: Kinder-Tablet

Experten-Meinung zu einem umstrittenen Thema

Tablets sind nach wie vor der Renner und inzwischen auch im Kinderzimmer angekommen. Doch ist ein Tablet in Kinderhänden überhaupt sinnvoll – und was ist eigentlich ein Kinder-Tablet? Die ideale Ergänzung zum spielerischen Lernen oder doch nur eine nutzlose Spielerei, die unsere Kleinen spiele- und internetsüchtig macht? Eine durchaus umstrittene Frage, die sich vor allem Eltern stellen. Wir haben Julian Kulasza – Medienpädagoge und Experte im Bereich der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen – um eine Einschätzung gebeten.
 

 

Experten-Interview: Kinder-Tablet sinnvoll einsetzen

Herr Kulasza, zahlreiche Hersteller bieten inzwischen spezielle Kinder-Tablets an und versprechen: geeignet ab 3 Jahren. Das hat uns doch ziemlich überrascht. Was sagen Sie zu den Herstellerangaben?

Ja, das klingt zunächst sehr früh. Doch das Interesse an Smartphones und Tablets beginnt in der Tat schon ab dem 2. oder 3. Lebensjahr – in den USA nutzen nach einer Studie von Common Sense Media1 sogar schon 38 Prozent der unter Zweijährigen regelmäßig ein Kinder-Tablet zum Spielen. Das ist wirklich beunruhigend.

Doch grundsätzlich ist ein Kinder-Tablet sehr wohl geeignet, um die Kleinen mit den Neuen Medien vertraut zu machen. Kinder sind ab dem 3. Lebensjahr kognitiv und motorisch in der Lage, ein Tablet zu bedienen. Doch sollten Eltern sowohl die Nutzungsdauer als auch die konsumierten Inhalte streng im Blick behalten.  


Wie schätzen sie den pädagogischen Nutzen eines Kinder-Tablets ein?

Ein modernes Kinder-Tablet ist eine sinnvolle Ergänzung zum spielerischen Lernen. Das kann man ganz klar sagen. Es vermittelt Lerninhalte spielerisch, fördert Kreativität, Reaktionsschnelligkeit, Motorik und logisches Denken. Dass Kinder durch die Nutzung eines Tablets nicht abstumpfen und sich überfordert fühlen, obliegt der Sorgfaltspflicht der Eltern.

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Die potentiellen Gefahren gehen demnach nicht von der Hardware aus, sondern von Inhalten wie gewaltverherrlichenden oder pornografischen Seiten. Eltern müssen daher peinlich genau auf die Inhalte achten, mit denen ihre Kinder in Berührung kommen. Eine Kinderschutzsoftware oder Kinderschutz-Apps wie „Meine Startseite"² können sie dabei unterstützen. Außerdem ist es ratsam, Kinder im Einstiegsalter beim Spielen mit dem Tablet zu beaufsichtigen. Später sollten Eltern und Kinder gemeinsam Regeln vereinbaren, die festlegen, wie lange und wie oft mit dem Kinder-Tablet gespielt werden darf.


Werden bestimmte Fähigkeiten beim Einsatz eines Kinder-Tablets gefördert bzw. 
gehemmt? Welche Fähigkeiten sind das?

Der dosierte Umgang mit einem Kinder-Tablet schult die kreativen Fähigkeiten der Kleinen. Es gibt beispielsweise Apps zum Malen und Zeichnen mit digitalen Stiften. Aber auch das Aufnehmen und Mischen von Sounds sowie das Produzieren eigener Hörspiele ist möglich. Logisches Denken wird bei Puzzlespiel-Apps gefördert. Dabei müssen zum Beispiel Farben und Formen bestimmten Symbolen zugeordnet werden.

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Im fortgeschrittenen Alter ist ein Kinder-Tablet natürlich auch ein sehr sinnvolles Lehrmittel im Schulunterricht. Der Zugriff auf das gesammelte Wissen im Internet über kindgerechte Suchmaschinen sowie Bilder und Filme zu komplexen Themen helfen Kindern dabei, Zusammenhänge zu erkennen und Lebenssachverhalte einzuordnen. In Deutschland ist der Einsatz von Tablets in Schulen leider noch wenig verbreitet. Die Entwicklung wird aber in die Richtung gehen, dass Tablets zukünftig einen wichtigen Teil des modernen Unterrichts ausmachen, denn das Schreiben- und Rechnenlernen funktioniert damit einfach super.


Was sollte ein Kinder-Tablet können?

Ein gutes Kinder-Tablet sollte vor allem robust sein. Die an sich empfindliche Technik muss in Kinderhänden zusätzlich geschützt werden. Der Rahmen sollte daher durch eine Gummi- oder Silikonhülle stoßgeschützt und das Display mit einer doppelten Scheibe ausgestattet sein. Mit diesen Extras sind Tablets kindertauglich – gerade weil sie hin und wieder zu Boden fallen können.

Die Benutzeroberfläche sollte kindgerecht gestaltet, also leicht zu bedienen sein. Wichtig für die Eltern im Zusammenhang mit der angesprochenen Sorgfaltspflicht in puncto Inhalten und Nutzungsdauer ist das Einrichten individueller Profile. Über diese können Eltern per Zeitfenster die Internetnutzung und Spieldauer ihrer Kinder bestimmen.


Sind auch die herkömmlichen Tablets für Kinder geeignet oder muss es unbedingt ein Kinder-Tablet sein?

Auch herkömmliche Tablets sind – abgesehen von der Robustheit – kindertauglich. Diese sollten aber unbedingt mit einer Kinderschutzsoftware ausgestattet sein.

Bei der Frage, welches Kinder-Tablet am besten geeignet ist, sollten Eltern gut abwägen, wie viele Jahre das Gerät ihr Kind begleiten soll. Es gibt Geräte, deren Konzept auf eine eng begrenzte Altersgruppe fokussiert und deren technische Leistung für höhere Ansprüche nicht ausreicht. Es gibt aber auch Tablets, die mitwachsen und deren Benutzeroberfläche durch Filtersysteme, wie beispielsweise Internet- oder Inhaltsfilter, beliebig angepasst werden können.


Welches Tablet für Kinder würden Sie unseren Lesern
für die entsprechenden Altersgruppen empfehlen?

Als Kinder-Tablet für ein frühes Einstiegsalter empfehle ich das Odys Junior Tab. Das Samsung Galaxy Tab Kids hingegen funktioniert generationsübergreifend und kann trotz Kinderschutzsoftware auch von Erwachsenen als normales Tablet genutzt werden.

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Eltern sollten grundsätzlich sicherstellen, dass das Kinder-Tablet reibungslos funktioniert. Kinder verlieren sonst schnell den Spaß. Wenn sie dann sehen, dass das Tablet der Eltern besser funktioniert, wollen sie natürlich lieber dieses benutzen und die Anschaffung des Kinder-Tablets war umsonst.


Was sollen Eltern beim Kauf eines Kinder-Tablets berücksichtigen?

  1. Das Tablet gemeinsam mit dem Kind kaufen, damit es im Geschäft testen kann, wie es mit der Benutzeroberfläche zurechtkommt, ist auf jeden Fall ratsam.

  2. Das Tablet sollte eine Kamera, mindestens einen Dual- oder besser einen Quad-Core-Prozessor sowie genügend Arbeitsspeicher (nicht unter 1 GB RAM) haben. Internetfähig muss es natürlich auch sein.

  3. Das Tablet sollte mit einem App-Store verbunden werden können, damit Apps hinzugefügt und Software aktualisiert werden kann.

  4. Für die kindgerechte Mediennutzung und Medienerziehung sollte das Kinder-Tablet über eine geeignete Kinderschutzsoftware verfügen, damit Eltern die Nutzungsdauer bestimmter Anwendungen individuell bestimmen können. Abgesehen von der Robustheit kann mit einer Kinderschutzsoftware auch ein normales Tablet kindertauglich umfunktioniert werden.


Kinder-Tablet: 6 Modelle im Vergleich

Kinder-Tablet

Empfehlungen der Redaktion 

 

Fire Kids

Kurio Tab

Galaxy Tab

Odys Junior

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VTech Storio

 

ab 6 Jahren

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von 4–9 Jahre

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Betriebssystem Fire OS 5Android 5Android 4Android 4 Android 4 Android 4 
Display7 Zoll7 Zoll7 Zoll8 Zoll7 Zoll5 Zoll
Auflösung1024 × 6001024 × 6001024 × 6001280 × 800800 × 480800 × 600
Prozessor Quad-CoreQuad-Core Dual-CoreQuad-CoreQuad-Core Dual-Core
Arbeitsspeicher 1 GB1 GB1 GB 1 GB 1 GB1 GB
int. Speicher16 GB8 GB8 GB8 GB8 GB8 GB
Hauptkamera 2 MP2.1 MP 3.2 MP 2 MP2 MP2 MP
Akkulaufzeit 7 Std.7 Std.8 Std.6 Std.10 Std.k.A. 
       
WLAN ✔
Bluetooth ✔
USB
HDMI✔ ✔ 
Lautsprecher✔ ✔ ✔ ✔ ✔ 
Schutzhülle✔ ✔ ✔ ✔ 
       
Gewicht 405 g300 g 316 g 375 g420 g360 g
Größe (in mm)219×138×25,5240×170×6188×111×10213×126×9.5 210×140×20207×132×19 
* Link zum günstigsten Onlineshop | Stand: 25. April 2016

 

Julian Kulasza – unser Experte kurz vorgestellt

Kinder-Tablet: Experte

Julian Kulasza ist Medienpädagoge und Experte im Bereich der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Im mezen-Medienkompetenzzentrum Berlin-Pankow unterstützt er Familien im richtigen Umgang mit den Neuen Medien. Dass die in der Lebenswelt von Kindern schon früh eine wichtige Rolle spielen, hat ihm auch sein eigener Sohn zu verstehen gegeben. Der Zweieinhalbjährige hat gerade zusammen mit Papa viel Freude an seiner ersten Bilderbuch-App.

 

 

 

 

Quellen und weiterführende Informationen

Bilder: istock©pixdeluxe (Teaser), Amazon, Cyberport, eBay und Toys"R"Us (Produktbilder)

1 https://www.commonsensemedia.org/research/zero-to-eight-childrens-media-use-in-america-2013
2 https://www.kinderserver-info.de

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