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Kleines Budget – großer Spaß: Wie man Kindergeburtstage günstig feiert

Gute Nachrichten: Um euer Geburtstagskind wunschlos glücklich zu machen, müsst ihr keine Unsummen ausgeben
Gute Nachrichten: Um euer Geburtstagskind wunschlos glücklich zu machen, müsst ihr keine Unsummen ausgeben

Mit diesen Tipps bringt ihr Kinderaugen zum Strahlen

Jeder Elternteil kennt dieses Problem: Nicht nur der Sommerurlaub und die Weihnachtsfeiertage (Spartipps fürs Weihnachtsfest im Ratgeber) stellen die Familie vor finanzielle Herausforderungen. Auch Geburtstagsfeste der kleinen Sprösslinge reißen schnell ein nicht unerhebliches Loch in die Haushaltskasse. Einladungskarten, Dekoration, Verpflegung, Mitgebsel – und dann vielleicht noch der Eintritt in den Zoo für die Geburtstagsgesellschaft. So verliert man schon einmal den Überblick und greift tiefer in die Tasche, als eigentlich nötig wäre.

Eltern hingegen, die zwar Geld, aber keine Zeit haben, können inzwischen professionelle Event-Agenturen anheuern. Kostenpunkt: bis zu 600 Euro.¹ Doch braucht es das, um das Geburtstagskind glücklich zu machen? Wir finden: Nein! Worauf es bei Kindergeburtstagsfeiern wirklich ankommt, wissen Mütter selbstverständlich am besten. Aus diesem Grund haben wir Stadt-Mama Katharina von stadtlandmama.de über das Geheimnis des perfekten Kindergeburtstags ausgefragt.

Katharina ist die Stadt-Mama auf stadtlandmama.de

Katharinas persönliches Geburtstagshighlight aus jungen Jahren? Der heimische Rasensprenger am zehnten Geburtstag. Die 33-jährige Journalistin und Mutter lebt inzwischen mit Mann und zwei Kindern (und wie wir vermuten, mit eigenem Rasensprenger) in Berlin und hält übertrieben inszenierte Kindergeburtstage für überflüssig. Mit Freundin Lisa, die ihrerseits auf dem Land wohnt, tauscht sich die gebürtige Fränkin auf dem gemeinsamen Blog regelmäßig über Themen des (Familien-)Alltags aus.   

 

Originelle Partyideen für kleines Geld

Bei Kindergeburtstagen, aber auch bei allen anderen Events und Feiern, kann man ein kleines Budget am effektivsten mit Kreativität und Liebe zum Detail aufwiegen. Immer beliebter werden Mottoparties, bei denen im besten Fall nicht nur die Dekoration auf das Thema abgestimmt ist, sondern auch das Essen und die Outfits der Gäste. Bei der Entscheidung für ein Motto ist es ratsam, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Je offener das Motto ist, desto mehr Entscheidungsfreiheit bleibt den Gästen – und euch. 

Schneeflocken-Girlande, weiße und blaue Luftballons und Luftschlangen

1. Schneeflocken-Girlanden zum Kauf für Bastelmuffel | 2. Weiße und blaue Luftballons | 3. Blaue Luftschlangen in Metallic-Optik | 4. Weiße Luftschlangen 

Euer Nachwuchs ist Feuer und Flamme für die Eiskönigin Elsa aus Disneys gleichnamiger Verfilmung? Dann macht die Kindergeburtstagsfeier zum Wintermärchen und setzt dazu schlichtes Dekor wirkungsvoll ein. In diesem Fall können das zum Beispiel silberne Luftballons und weiße Luftschlangen, blaue Becher sowie selbstgebastelte Schneeflockengirlanden sein.

Der Sprössling lässt sich nicht von seiner Liebe zu Peter Pan abbringen? Auch da hält man die Kosten mit einfachen Tricks niedrig. Statt das Originalkostüm für knapp 40 Euro zu kaufen, gestaltet das Kostüm für das Geburtstagskind selbst – dazu braucht ihr lediglich ein T-Shirt samt Strumpfhose in unterschiedlichen Grüntönen, einen braunen Gürtel sowie einen Hut mit Feder. Leicht verständliche Bastel- und Nähanleitungen findet ihr wie immer online. Verwandelt das heimische Wohnzimmer zu guter Letzt mit Hilfe von Luftballons und Tischdecken in Naturfarben, vielen Zimmerpflanzen, grün gefärbten Cupcakes, buntem Obstsalat und blinkenden Weihnachtslichterketten in ein magisches Nimmerland.

Sparen im Vorfeld: Einladungen, Dekoration, Essen und Unterhaltung

Die beste Methode, um Kosten zu sparen, ist nach wie vor eine frühzeitige Organisation. Habt ihr ausreichend Zeit bis der Kindergeburtstag ansteht, könnt ihr Preise vergleichen, unsere Gutscheine benutzen und im Zweifelsfall auf das perfekte Schnäppchen warten. Doch was in der Theorie gut klingt, funktioniert im hektischen Familienalltag oft einfach nicht. Aber auch für die kurzfristige Partyplanung gibt es ein paar wertvolle Spartipps.

  • Anzahl der Gäste

    Was schont Geldbeutel und Nerven? Richtig: Das Begrenzen der Gästeanzahl. Stadt-Mama Katharina empfiehlt aus eigener Erfahrung: „Pro Lebensjahr ein Gast. Das habe ich dieses Jahr bei meiner Tochter (4) nicht durchgehalten – da waren es fünf Gäste. Trotzdem war diese Anzahl von Kindern noch überschaubar.“
  • Einladungen

    Einladungskarten kann man heutzutage auch ohne Vorkenntnisse online gestalten und kostengünstig drucken lassen. Wer für Einladungen erst gar kein Geld ausgeben möchte, versendet sie einfach elektronisch. Mit den kostenlosen und webbasierten Pixlr-Editoren lassen sich eigene Fotos hochladen und persönliche Einladungstexte einfügen. Auch hierbei gilt: Kreativität macht das kleine Budget mühelos wieder wett.

  • Location

    Wo wird gefeiert? Über diese Frage zerbrechen sich Eltern Jahr für Jahr den Kopf. Besonders in jungen Jahren hält auch Katharina größere Aktivitäten wie Ausflüge in den Zoo, den Besuch eines Kindertheaters oder des Indoor-Spielplatzes nicht nur für zu teuer, sondern auch generell für überbewertet: „Jeder Park oder Wald kann durch eine Schatzsuche zum Abenteuerspielplatz werden (der keinen Eintritt kostet).“ Wer drinnen feiern möchte, in den eigenen vier Wänden aber wenig Platz hat, kann zum Beispiel bei Verwandten oder Freunden nachfragen. Auch Kirchengemeinden und Vereine bieten manchmal ihre Räume kostengünstig als Veranstaltungsorte an.

    „Clowns oder Schminkfrauen können easy durch Opas oder Tanten mit Schminkgeschick ersetzt werden.“
    - Katharina von stadtlandmama.de
  • Dekoration

    Kreativität und eine Do-It-Yourself-Mentalität sind hier das A und O. Neben dem Verzicht auf teure lizensierte Markenartikel kann man aber auch beim Geschirr sparen. Katharina verrät ihre Tricks: „Statt teurer Pappteller habe ich unser normales Kindergeschirr genommen (das auch bunt ist) und den Tisch einfach mit Luftschlangen und Luftballons geschmückt.“

  • Verpflegung

    Ein Kindergeburtstag ohne leckere Snacks? Unvorstellbar. Bei der Auswahl der Speisen gilt: einfache Zutaten wählen, die auch in der Verarbeitung unkompliziert sind. Auf Nummer sicher geht man mit Essen, das Kindern auch sonst schmeckt: Spaghetti mit Tomatensoße, Sandwiches oder Pizza. Ein mit Liebe gebackener Kuchen lässt dabei selbst die Torte vom Konditor blass aussehen. Und das Geburtstagskind? Freut sich ohnehin am meisten auf den Moment, in dem es die Geburtstagskerzen auspusten darf.

    Last-Minute-Tipp: Man steckt bis zum Hals im Vorbereitungsstress und merkt dann, dass Zutaten oder Getränke fehlen. REWE, EDEKA oder Kaisers Tengelmann bieten einen Online-Lieferservice an, bei dem man die fehlenden Artikel in den virtuellen Warenkorb packen und am nächsten Tag bequem nach Hause geliefert bekommen kann.

  • Unterhaltung

    Ein Kindergeburtstag soll vor allem eines: dem Geburtstagskind und seinen Gästen Spaß machen. Dafür sind nicht zwingend ausgefallene Aktivitäten oder professionelle Clowns und Zauberer nötig. Eine zeitlich begrenzte Feier entlastet sowohl die Eltern als auch das Budget und verringert außerdem das Risiko, dass Langeweile aufkommt: Drei Stunden sind in der Regel völlig ausreichend. Am besten plant man als Ausgleich zu wilden Spielen auch ein paar ruhige Momente ein – und konzentriert sich dann auf ein abschließendes Highlight.

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Mitgebsel - Was verschenkt man eigentlich als Gast?

Mitgebsel für die Gäste sind inzwischen gang und gäbe. Das kann man mitmachen, sollte sich jedoch nicht unter Druck gesetzt fühlen, wenn man sich dagegen entscheidet. Hohe Kosten (und Langeweile) lassen sich umgehen, indem man mit den Kindern auf der Party etwas bastelt, das sie im Anschluss als Erinnerung mit nach Hause nehmen können.

Und auch wenn man als Gast eingeladen ist, herrscht oft Ratlosigkeit darüber, was ein angemessenes Geschenk ist. Die Lösung: Im Zweifelsfall einfach bei den Eltern des Geburtstagskindes nachfragen. So wie Katharina sind Eltern oft mit einer Vielzahl kleiner Mitbringsel unglücklich und wünschen sich eine oder zwei größere, sinnvollere und langlebigere Geschenke. Nach Absprache mit den Eltern der eingeladenen Kinder kann man dann zusammenlegen und die Summe in etwas investieren, worüber sich das Geburtstagskind wirklich freut. Besteht diese Möglichkeit nicht, ist es immer eine gute Idee, Geschenke wie Bücher, Hörbücher oder CDs online zu bestellen, um Geld zu sparen.

Ein schöner Kindergeburtstag ist keine Frage des Budgets

Hält man sich an ein paar Regeln und an unsere Spartipps, steht einem schönen Kindergeburtstag auch ohne viel Geld nichts mehr im Weg. Und auch wenn es schwer fällt: Begrenzt unbedingt die Anzahl der Gäste – damit habt ihr bereits einen der kostenintensivsten Faktoren aus der Welt geschafft und könnt auch dem Geburtstagskind und seinen Freunden viel mehr Aufmerksamkeit widmen.

Versucht außerdem, Dekoration und Kostüme rechtzeitig zusammenzusuchen und online zu bestellen, wenn einschlägige Shops Rabattaktionen anbieten.

Als wir Katharina nach einer besonders schönen Kindergeburtstagsfeier fragten, erinnerte sie sich an den vierten Geburtstag ihrer Tochter: „Nach einer Pizzaschlacht haben wir erst Topfschlagen gespielt und waren dann alle draußen auf dem Riesentrampolin des Nachbarn. Da haben sich die Kinder ordentlich ausgetobt, bevor es dann endlich Kuchen gab. Es hat mir gezeigt, dass es oft keine großen Aktivitäten braucht, sondern dass die Kinder auch einfach gerne „nur“ spielen und toben.“

 

Quellen:
¹http://www.welt.de/finanzen/article120661716/Wenn-der-Kindergeburtstag-600-Euro-kostet.html
Zitate: Katharina Nachtsheim, Journalistin und Bloggerin bei stadtlandmama.de
Bilder: iStock© bowdenimages, Amazon

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Über Ivana

Ivana studiert Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin und unterstützt die SPARWELT-Redaktion seit September 2014 als Werkstudentin. Für das Magazin verfasst sie am liebsten Artikel zu Mode, Beauty und Lifestyle. Auch in der wenigen Zeit, die zwischen Universität und Redaktion noch übrig bleibt, schreibt Ivana leidenschaftlich gerne – dann aber auf ihrem eigenen Blog.

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