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Die Reform des ElektroG: So werdet ihr E-Schrott gleich beim Händler los

Altgeräte müssen die Händler durch die Reform abnehmen.
Altgeräte müssen die Händler durch die Reform abnehmen.

Bald neue Regelung zur Rücknahme von Elektro-Altgeräten in Kraft

Der vom Bundeskabinett gebilligte Gesetzesentwurf der Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht vor, dass alte Elektrogeräte vom (Online-)Händler wieder zurückgenommen werden müssen. Allerdings sind daran drei Bedingungen geknüpft:

  1. Nur Händler mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern sind dazu verpflichtet.

  2. Nur in Verbindung mit dem Kauf eines Großgeräts wie einem Kühlschrank oder Herd kann das Altgerät entsorgt werden. Für den Onlinekauf bedeutet das, dass bei der Anlieferung das alte Gerät mitgenommen wird. Dafür kann unter Umständen auch eine Gebühr anfallen.

  3. Kleine Elektrogeräte unter 25 Zentimenter Kantenlänge – wie Smartphones, Tablets oder auch Notebooks – können ohne den Kauf eines Neugeräts bei Elektrohändlern jederzeit kostenlos abgegeben bzw. entsorgt werden. Bei Smartphones solltet ihr aber stets überprüfen, ob sich nicht auch ein Verkauf lohnt.

In Kraft treten soll das Gesetz bis Ende 2015, nachdem es Bundestag und Bundesrat passiert hat. Unberührt von diesem Vorhaben bleibt weiterhin die Möglichkeit, euren alten Elektroschrott bei den kommunalen Versorgern kostenlos abzugeben.

Wie hoch sind die Kosten aktuell?

Bisher bieten Onlineshops diesen Service zwar an – einige erheben dafür jedoch eine Gebühr. Bei Amazon z. B. bezahlt ihr pauschal 15 Euro für den Service; die Größe des Gerätes spielt dabei keine Rolle. Bei OTTO zahlt ihr ebenfalls einen pauschalen Geräteabschlag in Höhe von 14 Euro. Bei Conrad und Saturn habt ihr sogar die Möglichkeit, eine Entsorgung alter E-Geräte als Serviceleistung kostenfrei in Anspruch zu nehmen.
Bei Media Markt belaufen sich die Kosten hingegen auf rund 20 Euro für die Mitnahme alter Elektrogroßgeräte. Es stellt sich nur die Frage, ob die Onlinehändler künftig die Preise für die Entsorgung erhöhen werden oder aber komplett davon abrücken, Gebühren dafür zu verlangen.  

Was steckt hinter dem Reformansatz?

Hier wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, nach der bis 2019 die Quote für die Wiederverwertung von ausgesonderten Altgeräten und Elektroschrott auf 65 Prozent ansteigen soll. Man möchte damit künftig weitgehend vermeiden, dass jährlich mehrere hunderttausend Tonnen an E-Schrott nicht fachgerecht entsorgt, sondern vielmehr in Restmülltonnen abgeladen oder – weitaus unkontrollierbarer und ökologisch prekärer – illegal in Länder außerhalb des EU-Rechtsraumes exportiert werden.

 

Quellen:

http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/wasser-abfallwirtschaft-download/artikel/gesetz-zur-novellierung-des-elektro-und-elektronikgeraetegesetz-elektrog/

Bilder: Shutterstock©Gemenacom(Teaser)

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Über Daniel

Während des Studiums der Politikwissenschaft und Soziologie hat Daniel nicht nur seine Leidenschaft für Theorien und Gesellschaft entdeckt, sondern auch für die Technik. Sei es am Computer zu schrauben, Games zu zocken oder einfach nur ein Schnäppchen zu machen. Zuvor war er einige Jahre beim Preisvergleich Idealo angestellt und hat sich dort um die Testberichte gekümmert. Seit Anfang 2015 unterstützt er die SPARWELT-Redaktion und kümmert sich dort um den Bereich Elektronik und Unterhaltungselektronik.

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