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10 unfassbar einfache Tipps, um eure Heizkosten zu senken

Heizkosten senken auf ein Minimum
Heizkosten senken auf ein Minimum

Verheizt nicht euer Geld! Richtiges Heizen leicht gemacht

Je kälter der Winter, desto höher die Heizkosten. Laut dem bundesweiten Heizspiegel 2014 sind die Ausgaben für eine 70 Quadratmeter große Wohnung im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen. Vor allem Haushalte, die mit Heizöl heizen, müssen in diesem Jahr mit 1085 Euro am tiefsten in die Tasche greifen1.  Eine nicht unerhebliche Summe – bedenkt man, dass die Heizölkosten gegenüber dem Vorjahr massiv sanken und zahlreiche Methoden bekannt sind, um Heizkosten zu sparen.

Doch egal, ob ihr eine Zeitschaltuhr benutzt, den Heizkörper regelmäßig entlüftet oder durchgängig auf Stufe 2 heizt: Das Rädchen beim Heizungszähler will einfach nicht stillstehen. Was also tun? Einen teuren Expertenrat einholen oder Umbaumaßnahmen durchführen? Weder noch. Damit euch bei den eisigen Temperaturen die Heizkostenabrechnung nicht kalt erwischt, verraten wir euch zehn simple, aber sehr effektive Tricks, um Heizkostenfallen in Zukunft zu umgehen und vor allem Geld und Energie zu sparen Wir garantieren: Richtiges Heizen ist für jeden leicht umzusetzen.

Unsere 10 Tipps, die euch garantiert einheizen werden

1. Keine Macht der Zugluft

Die heißeste Waffe im Kampf gegen die Kälte? Dichtungsband! Deckt euch im Baumarkt in rauen Mengen mit den kleinen Helfern ein und klebt ab, was das Zeug hält. Ob Eingangsbereich, Fenster oder Türen – dank der einfachen Handhabung sorgt ihr im Nu dafür, dass die warme Luft dort bleibt, wo sie hingehört. Besonders effektiv ist das Dichtungsband in Verbindung mit Zugluftstoppern. Diese gibt es schon für wenige Euro in Einrichtungsläden oder Onlineshops wie Amazon und Co. Der Aufwand zahlt sich spätestens bei der nächsten Heizkostenabrechnung aus, bei der ihr mit Freude feststellen werdet, dass eure Maßnahmen euch bis zu 15 Prozent Kostenersparnis eingebracht haben.

 

2. Putzteufel sind klar im Vorteil

Heizkörper entstauben? Noch nicht dran gedacht? Dann wird es höchste Zeit, den Wärmespendern etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Besonders zwischen den Lamellen setzen sich rasch Flusen, Staub und sonstiger Schmutz ab. Im Bad kann dies schnell zum Problem werden, da sich die Ablagerungen zu einer pappigen Schicht verbindeen und sich die Heizleistung um bis zu 25 Prozent vermindern kann. Infolgedessen ist ein Mehr an Energie notwendig, um die gleiche Raumtemperatur zu erzielen – ein Umstand, der die Kosten wieder in die Höhe treibt. Also werdet aktiv: Staubsauger oder Staubwedel rausholen und einmal innen und außen richtig putzen. Schwer erreichbare Stellen könnt ihr übrigens mit einer speziellen Lamellenbürste reinigen.

 

3. So holt ihr eure Heizkosten auf den Teppich zurück

Nicht nur eine hübsche, sondern auch eine effektive Methode, um die Kosten beim Heizen zu senken, ist folgende: Stattet euer Zuhause mit allerlei Teppichen, wärmenden Decken und Kissen aus. Vor allem über den Fußboden geht sehr viel Wärme verloren. Dabei ist es ganz einfach, diese im Raum zu halten und zu speichern. Untersuchungen zeigen, dass die gefühlte Raumtemperatur um bis zu 2 Grad Celsius ansteigt, wenn Wohntextilien auf euren Böden verlegt sind. Verpasst also in diesem Winter eurem Wohnzimmer den letzten Schliff, rollt den roten oder jeden andersfarbigen Teppich(boden) aus und überlasst das Frieren den anderen.

 

4. Geheimrezept gegen eisige Temperaturen

Schon das Volk der Maya wusste um die Wirkung wärmender Speisen und scharfer Gewürze. Die Winterküche bietet hierfür eine reichhaltige Auswahl an Lebensmitteln, die, zum Beispiel als schmackhafte Suppe zubereitet, kräftig von innen heraus einheizen. Kombiniert mit feurigen Gewürzen wie Chilli, Ingwer und Co. wird der wärmende Effekt verstärkt. Habt ihr eine Mahlzeit im Backofen zubereitet, so lasst im Anschluss ganz bewusst die Tür offen, damit sich die warme Luft im Raum ausbreiten kann. Wer es besonders warm mag, sollte außerdem zu Wal- und Haselnüssen greifen. Dank ihrer thermischen Wirkung sind sie ein perfekter Snack für alle Frostbeulen.

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5. Wetterfrösche sind gefragt 

"Wenn das Sofa oder Möbel zu nah am Heizkörper stehen, unterbindet man die Luftzirkulation. Ideal wäre ein Abstand von 15 bis 20 Zentimetern."

 Josef Schwaiger, Energieberater

Heute ekliges Schmuddelwetter, morgen Wintersonne satt? Behaltet den Wetterbericht täglich im Auge. So könnt ihr auf Temperaturschwankungen optimal reagieren und heizt nicht unnötig eure Wohnung oder euer Haus. Nutzt außerdem die natürliche Wärmestrahlung der Sonne und zieht Gardinen und Vorhänge bei schönem Wetter auf. Nachts gilt jedoch der umgekehrte Fall: Sobald es draußen dunkel wird und die Temperaturen sinken, schließt die Rollläden und Vorhänge, um Wärmeverluste zu vermeiden. Ideal sind hierfür Thermo- und Filzvorhänge. Achtet aber darauf, dass die Gardinen und Jalousien nicht eure Heizung abdecken, sonst hat die warme Luft keine Chance, bis zu euch vorzudringen.

 

6. Wenn der Nachbar kalte Füße bekommt

Heizkosten sind ein echter Budgetfresser. Umso ärgerlicher, wenn ihr bei den hohen Preisen noch Nachbars Wohnung oder die Straße mitheizt. In diesem Fall kann Reflexionsfolie Abhilfe schaffen. Einfach abmessen, zuschneiden und auf die Wand hinter dem Heizkörper kleben. Je nach Größe kostet die Folie bei Onlinehändlern oder in Baumärkten ab 10 Euro. Eine Investition, die sich schnell rechnet, da der Wärmeverlust über die Außenwand um ein Vielfaches reduziert wird. Die Folie reflektiert außerdem die abgegebene Wärme. So bleibt sie im Zimmer und tut einfach nur gut. Doch Vorsicht: Wer zwei linke Hände hat, sollte sich allerdings vor dem Heimwerken ausreichend informieren.


7. Den Bibberfaktor senken

Viel frische Luft, soviel Sonne tanken wie möglich und genügend Vitamine zu sich nehmen: Wer diese Regeln in den Wintermonaten befolgt, bleibt nicht nur gesund, sondern friert auch nicht so leicht. Setzt ihr zusätzlich auf regelmäßige Saunagänge und ausreichend Bewegung, bringt ihr eure Durchblutung erst richtig in Schwung. Der perfekte Zeitpunkt also, um eure Raumtemperatur etwas zu senken, denn auf diese Art und Weise werdet ihr jeden Temperaturunterschied als weniger gravierend empfinden. Einen ähnlichen Effekt erzielt ihr übrigens auch mit Grünpflanzen, die für eine optimale Luftfeuchtigkeit sorgen und so automatisch den Raum wärmer wirken lassen.

 

8. Cool bleiben!

Ventilatoren: Im Sommer sorgen sie für angenehme Kühle. Doch was im Sommer funktioniert, lässt sich auch hervorragend im Winter nutzen. Bevor ihr also nach dem Anbruch der kalten Tage euren Ventilator in die hinterste Ecke oder den Keller verbannt, haltet inne und spart euch den Aufwand: Profitiert lieber vom Zirkulationseffekt. Richtet dazu den Ventilator in Richtung Decke aus oder platziert ihn leicht erhöht. So kann sich die angestaute Warmluft unter der Zimmerdecke mit der kühleren Luft am Boden vermischen und die Raumtemperatur ausgleichen. Ohne zusätzlichen Heizaufwand entsteht dadurch im gesamten Zimmer eine angenehme Wärme. Ein weiterer Pluspunkt: Ihr senkt eure Heizkosten mit dieser Methode um bis zu 30 Prozent.

 

"Jedes Grad weniger spart 6 Prozent an Energie ein."

– Susanne Thymian, DEW21 Energieberaterin

9. Von Kopf bis Fuß auf Wärme eingestellt

Warme Zeiten brechen an. Wie das? Mit der richtigen Kleidung natürlich. Doch keine Angst. Ihr müsst nicht eingepackt wie zu einer Polarexkursion in eurem Wohnzimmer sitzen und das nur, um eure Kosten in den Keller zu drücken. Es reicht schon, wenn ihr auf den Zwiebellook setzt und zu Woll- und Baumwollkleidung greift. An kalten Tagen sollten außerdem ein Rollkragenpullover sowie Hausschuhe und dicke Socken zu euren besten Freunden zählen.

 

10. Kuschelfaktor großschreiben

Dieser Tipp gehört zu den preisgünstigen, um wirksam Energie im Haushalt zu sparen. Ihr braucht dazu lediglich drei Dinge: eine Kuscheldecke, Kerzen in Hülle und Fülle und eure(n) Liebste(n). Egal ob gemeinsam auf dem Sofa oder im Bett – mummelt euch dick in eure Decken ein und genießt die Zweisamkeit. Doch auch wer keinen Partner hat, muss auf kuschlige und wärmende Stunden nicht verzichten. Eine Wärmflasche sorgt ebenso für mollige Wohlfühlmomente im trauten Heim.

 

Richtiges Heizen auch in Zukunft

Wie ihr seht, kann effizientes und richtiges Heizen so einfach sein! Stehen euch trotz aller gewissenhaft umgesetzten Maßnahmen beim Gedanken an die nächste Abrechnung schon die Schweißperlen auf der Stirn? Dann lohnt sich der Gang zu einer Verbraucherzentrale. Als Alternative könnt ihr auch das Gespräch mit der Hausverwaltung suchen. Ein Gaspreisvergleich sowie ein Anbieterwechsel lohnt sich ebenfalls fast immer, da ihr vom Neukunden-Bonus profitiert und oftmals einen preisgünstigen Paketpreis inklusive Strom erhaltet.

Weiterführende Informationen und Quellen:
1 http://www.heizspiegel.de/heizspiegel/bundesweiter-heizspiegel/

Zitate: Susanne von Thymian - DEW21 Energieberatung, Josef Schwaiger - Energieberater 

Bilder: istock©piranka (Teaserbild)

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Über Isabel

Essen, Wohnen und Reisen: Das sind die Themen, mit denen sich die Publizistik- und Kommunikationswissenschaftlerin am liebsten auseinandersetzt. An der Schnittstelle zwischen PR und Redaktion hat sie ihre Passion für das Texten bereits unter anderem bei moebel.de und fischerAppelt ausleben dürfen. Seit November 2014 verstärkt die Wahlberlinerin das Sparwelt-Team als Redakteurin im Magazinbereich.

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