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Schnäppchenjäger – das müssen die Gene sein

In Klaras Kolumne erfahrt ihr, warum in ihrem Kleiderschrank noch Preisschilder hängen
In Klaras Kolumne erfahrt ihr, warum in ihrem Kleiderschrank noch Preisschilder hängen

Oder: Warum Preisschilder in meinem Kleiderschrank hängen

Manche Menschen haben es und manche haben es nicht: Das Schnäppchenjäger-Gen, das sie dazu befähigt, nahezu alle Einkäufe mit Rabatten zu tätigen. Normalpreis-Käufer erblassen angesichts der erbeuteten Rabatte regelmäßig vor Neid über die angeborene Fähigkeit. Sie können meist gar nicht glauben, wie viel ein Zugehöriger der Schnäppchenjäger-Gattung beim letzten Kauf schon wieder gespart hat.

Ich muss ja zugeben, dass ich selbst auch zu diesem Schlag Menschen gehöre, deren Herz schneller schlägt, wenn sie ein großes rotes Sale-Schild oder ein fettes Prozentzeichen entdecken. Der Körper fängt an, Adrenalin zu produzieren und die Kaufbereitschaft steigt. Je höher die Prozentzahl ist, desto größer werden die Augen und desto schneller ist die Kreditkarte gezückt.

Aufgrund meiner persönlichen Neigung habe ich mich eingehend mit der Gattung des Schnäppchenjägers befasst. Während meiner Studien sind mir einige Eigenschaften aufgefallen, die offensichtlich mit dem Schnäppchen-Gen zusammenhängen.

Der Schnäppchen-Käufer muss flexibel sein und über ein gutes Gedächtnis verfügen. Denn wer stets die besten Angebote verfolgen will, kann einfach nicht nach Bedarf kaufen. Er wird niemals nach Plan einkaufen und Schnäppchen schlagen können. Weder on- noch offline. Stattdessen schlägt der Schnäppchenfreund dann zu, wenn er ein Angebot für gut hält. Das zu hervorragenden Konditionen erstandene Produkt jedoch wird oft nicht direkt benötigt, sondern muss erst noch eine Saison im Kleiderschrank warten, bis es zum Einsatz kommt. Im Fachjargon spricht man vom „antizyklischen Einkaufen“ und in der Praxis sieht das so aus: Das gekaufte Teil bleibt die ganze Zeit über im Gedächtnis des Käufers präsent, wenngleich es noch mitsamt Preisschild im Schrank hängt. Ist dann endlich der Zeitpunkt gekommen, an dem das Kleidungsstück oder das Produkt benötigt wird, erinnert sich der Schnäppchenjäger und zieht es beschwingt aus dem Schrank.

Außerdem verfügt ein Schnäppchenjäger über einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Aus diesem Grunde wird er umgangssprachlich auch gerne mal als Schnäppchenfuchs bezeichnet. Gleich einem Raubtier geht der Schnäppchenjäger auf die Pirsch, um seine Beute zu erlegen. Seine Opfer erkennt er an dem großen Prozent-Zeichen. Er zögert nicht lange, sondern schlägt sofort zu, bevor ein anderer es tun kann. Denn – das ist dem Fuchs wohl bekannt – die Ware ist begrenzt.

Man munkelt, dass die Schnäppchenjagd unter Umständen krankhafte Zustände annehmen kann. Ich meinerseits bin weit entfernt vom pathologischen Kampf um die besten Preise. Ich habe nur einfach keine Lust, zum Normalpreis zu kaufen, wenn ich weiß, dass ich Produkte günstiger haben kann. Außerdem freue ich mich, wenn ich im Winter endlich meine günstig erworbenen Stiefel anziehen kann. Denn darauf habe ich schon den ganzen Sommer gewartet.

So und jetzt könnt ihr mal raten, an wie vielen Kleidungsstücken in meinem Kleiderschrank noch das Preisschild inklusive des großen roten Rabattschildes hängt?!

Eure Klara

Teaserbild: Shutterstock©Pressmaster 

Weiterführende Informationen und Quellen:

Bilder: shutterstock©Pressmaster

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Über Klara

Die Theaterwissenschaftlerin und Hobbypoetin Klara liebt Themen fürs Herz. Am liebsten schreibt sie über und mit Liebe. In ihren Ratgebern serviert sie aber auch gerne alltagsnahe Sachverhalte in lesergerechten Häppchen. Ein Stück Schokolade und ein großer Schluck Kaffee helfen ihr dabei, sich Hals über Kopf in ihre Recherche zu stürzen und erst nach dem Finden einer Antwort wieder aufzutauchen.

Klara
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