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5 Fakten, die du über sicheres Bezahlen im Internet wissen solltest

Sicheres Bezahlen im Internet
Sicheres Bezahlen im Internet

Wir klären dich über Bezahlungsarten, SSL-Verbindungen und seriöse Anbieter auf

1. Fakt: Auf die Bezahlungsart kommt es an

 Dein Einkaufsrausch ist beendet und du musst nur noch die Rechnung begleichen? Dann hast du nun vier Möglichkeiten:

  • Rechnungskauf

Am sichersten ist der Rechnungskauf, bei dem du erst zahlst, nachdem die Ware geliefert wurde und du diese auch behalten willst. Hier brauchst du keine Bankdaten angeben und musst dem Geld nicht hinterherlaufen, wenn du die Ware zurückschickst.

  • PayPal, Click & Buy und Giropay

PayPal, Click & Buy und Giropay haben sich als Bezahlungsart etabliert und sind sicher. Hier legst du ein Konto bei dem Zahlungsanbieter an und das Bezahlen im Internet wird über diesen Anbieter abgewickelt ohne das der Verkäufer deine Bankdaten je zu Gesicht bekommt. Ein weiterer Vorteil dieser Zahlungsmethode: Das Geld ist sofort beim Händler und die Ware wird schneller verschickt. Wenn du die Ware reklamierst, wird das Geld auf demselben Zahlungsweg zurückgebucht. Falls nicht - über den Zahlungsanbieter kannst du das Geld vom Händler einklagen.

  • Bankeinzug und Kreditkarte

Das Bezahlen im Internet per Bankeinzug oder Kreditkarte wird oft angeboten. Doch leider werden die Daten häufig von Internet-Betrügern abgefischt und missbräuchlich verwendet. Beim Angeben der Daten solltest du dich daher immer vergewissern, dass diese verschlüsselt übertragen werden.

  • Vorkasse

Vom Bezahlen im Internet per Vorkasse ist abzuraten, da es schwierig werden kann, dass Geld bei Retouren oder nicht gelieferter Ware zurückzuerhalten.

2. Fakt: Nur bei seriösen Anbietern kaufen

Im Internet tummeln sich leider viele schwarze Schafe. Wer bei unseriösen Anbietern kauft, wird die Ware nie zu Gesicht bekommen - und das obwohl der Einkauf schon längst bezahlt wurde. Um solchen üblichen Machenschaften zu entgehen, solltest du den Anbieter unbedingt auf seine Glaubwürdigkeit überprüfen. Seriöse Anbieter erkennst du daran, dass diese immer ihre vollständige Firmenadresse,
Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Gewerberegisternummer und Umsatzsteueridentifiaktionsnummer angeben. Wenn die Anbieter jedoch nur über ein Postfach erreichbar sind, dann heißt es Finger weg!
Tipp: Falls du dennoch etwas unsicher bist, dann google nach Informationen über den Anbieter - so findest du schnell heraus, ob du diesem vertrauen kannst und nach dem Bezahlen im Internet auch deine Ware in den Händen halten wirst.

3. Fakt: Achte auf verschlüsselte Verbindungen

Wenn du deinen Warenkorb mit vielen schönen Sachen bestückt hast und dann zur Kasse gehst, ist es wichtig, dass du deine Daten nur über verschlüsselte SSLVerbindungen eingibst. Dies erkennst du ganz leicht an den Buchstaben „https“ in der Adresszeile. Diese Verbindungen sind sicherer als normale „http-Verbindungen“, allerdings bestehen auch hier Sicherheitslücken, die von Hackern geknackt werden können. Bei der verschlüsselten Verbindung werden Daten zwischen Käufer und Anbieter hin und her geschickt, um zu überprüfen, ob diese noch aktiv sind – diese Funktion wird als Heartbeat bezeichnet und kann von Hackern häppchenweise ausgelesen werden. Wenn der Angreifer in den Besitz von vertraulichen Daten und Passwörtern gelangt, kann er diese für seine Zwecke missbrauchen. Diese Sicherheitslücke befindet sich bei OpenSSL-Verschlüsselungsprotokollen, die von der Mehrheit aller Anbieter verwendet wird. Es gibt aber auch Server, die ein anderes Verschlüsselungsprotokoll nutzen und damit diese Schwachstelle nicht aufweisen. Um herauszufinden, ob der besuchte Onlineshop von dieser Sicherheitslücke betroffen ist, könnt ihr die Adresse unter https://filippo.io/Heartbleed/ testen – hier kann jede „https-Adresse“ überprüft werden.

4. Fakt: Gefahren beim Bezahlen im Internet

Die größte Gefahr sind Betrüger, die es auf deine Daten abgesehen haben. Um zu vermeiden, dass deine Daten in falsche Hände gelangen, solltest du die Tricks der Betrüger kennen. Achte unbedingt darauf, dass du deine Daten nur über verschlüsselte Verbindungen angibst, damit die Daten nicht von
Kriminellen abgefischt werden. Ein weiteres Verfahren der Internet-Betrüger ist das „Phishing“, bei dem E-Mails verschickt werden, die denen von von Webshops sehr ähnlich sehen. In diesen Mails versuchen die „Phisher“ mit gut formulierten und glaubhaften Begründungen an die Angabe von Bank- und Kreditkartendaten zu gelangen. Sei deshalb immer skeptisch, wenn du in einer E-Mail aufgefordert wirst, deine Daten preiszugeben. Seriöse Anbieter würden niemals solche E-Mails verschicken.

5. Fakt: Add-on „WOT“ installieren

Für besondere Sicherheit beim Bezahlen im Internet sorgt das Add-on „WOT - Web of Trust“ für Firefox. Dieses Add-on zeigt an, ob es sich um eine sichere und vertrauenswürdige Seite handelt oder nicht. Hierfür wird ein Ampelsystem verwendet: Bei einem grünen Ring gilt die Seite als sicher, ein gelber Ring bedeutet, dass du aufpassen solltest und Seiten mit einem roten Ring kannst du direkt wieder verlassen.

Viel Spaß beim sicheren shoppen im Internet!

Eure Miriam

 

Bild: iStockphoto©ktsimage

Über Miriam

Alle Wege führen nach Rom – oder in die Online-Redaktion. Nach einem Studium der Sozialwissenschaften und Rechtswissenschaften entdeckte Miriam ihre Affinität für Online-Medien und das Schreiben. Es folgten einige Praktika, eine Nebentätigkeit als Redakteurin und ein Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaften, in das sie sich mit vollem Elan gestürzt hat. Seit Mai 2014 unterstützt die Wahl-Berlinerin das Redaktionsteam von SPARWELT.

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