Internet vs. Apotheke: Wo sind Heuschnupfenmittel günstiger?

Medikamente gegen Pollenallergie sind im Internet bis zu 50 Prozent preiswerter
Artikel vom 07.05.2013

Der Frühling ist da! Während viele die T-Shirt-Saison schon lange herbei sehnen, bedeuten die ersten Sonnenstrahlen für einige andere nur tränende Augen, Niesreiz und Atembeschwerden. Rund 14 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Pollenallergie und sind gerade in diesem Jahr schon früh bestrebt, sich mit Heuschnupfenmittel einzudecken: Wegen der langen Kälte kommt es beim Pollenflug zu Überschneidungen, sodass die Heuschnupfensaison 2013 besonders heftig ausfällt. Ob neben herkömmlichen Apotheken auch Online-Apotheken geeignete Anlaufstellen für Allergiker sind, die auch preislich überzeugen, hat SPARWELT für euch getestet.

Internet vs. Apotheke: Wo sind Heuschnupfenmittel günstiger?

Heuschnupfenmittel aus dem Internet?

 

Eine Pollenallergie kann durch unangenehme Symptome und Arztbesuche nicht nur viel Kraft und Zeit kosten, sie kann auch erheblich ins Geld gehen. Insbesondere Patienten mit verschiedenen Symptomen und Empfindsamkeiten gegenüber unterschiedlichen Pollenarten sind häufig über Monate hinweg auf mehrere Heuschnupfenmittel angewiesen. Der Pollenkalender 2013 der FU Berlin etwa illustriert die Verteilung der Pollenarten übers Jahr hinweg anschaulich. Die Kosten für Tabletten, Nasensprays und Augentropfen zur Abschwächung allergischer Reaktionen übernehmen Krankenkassen in der Regel nicht. Daher suchen viele Allergiker beim Kauf rezeptfreier Medikamente nach Sparmöglichkeiten.

Bei frei verkäuflichen Arzneimitteln dürfen Apotheken, im Gegensatz zu rezeptpflichtigen Medikamenten, die Listenpreise unterschreiten. Beim Kauf von Antiallergika etwa lohnt sich daher ein Preisvergleich. Dieser erfolgt besonders bequem und unkompliziert im Internet, wo ihr, seit der Bekanntmachung vom 18. März 2004 (113-5028-12), die benötigten Mittel auch direkt bestellen könnt. Versandapotheken haben sich seither bei rezeptfreien Produkten einen Umsatzanteil von zwölf Prozent des Apothekenmarkts gesichert. Der Arzneimittelversand ist somit nach Einschätzung des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken mittlerweile im Versorgungsalltag der Bevölkerung angekommen. Doch der Online-Kauf von Medikamenten hat Vor- wie Nachteile und Online-Apotheken unterscheiden sich sowohl preislich als auch durch den von ihnen gebotenen Service.

 

Preisvergleich: Offline vs. online – rezeptfreie Heuschnupfenmittel für Allergiker

 

Medikamente im Internet teilweise deutlich günstiger

Um die Tauglichkeit von Online-Apotheken insbesondere für Allergiker zu prüfen, haben wir zunächst sechs rezeptfreie Mittel gegen Heuschnupfen herausgesucht. Sie alle wurden in einem aktuellen Test der Stiftung Warentest als gut und preiswert beurteilt. Es handelt sich um jeweils zwei Antihistaminika-Tabletten, Nasensprays und Augentropfen unterschiedlicher Packungsgrößen gegen Symptome einer Pollenallergie:

  • Cetirizin Stada (Filmtabletten), 20 Stück
  • Loratadin Stada (Tabletten), 7 Stück
  • CromoHexal sanft (Nasenspray), 15 ml
  • Vividrin akut Azelastin (Nasenspray), 5 ml
  • Cromo Ratiopharm (Augentropfen), 10 ml
  • Livocab direkt (Augentropfen), 4 ml

In einem zweiten Schritt haben wir die Preise 16 bekannter, in Deutschland zugelassener Internet-Apotheken den Arzneimittelpreisen 14 zufällig ausgewählter stationärer Apotheken aus ganz Deutschland gegenübergestellt. Die gewünschten Präparate konnten auf allen Websites der Versandapotheken problemlos gefunden werden. Um die Preise der stationären Apotheken zu erfahren, kontaktierten wir diese jeweils direkt per E-Mail. Die entsprechenden Tabellen mit Preisangaben findet ihr in unserem PDF "Online- vs. Offline-Preise ausgewählter Heuschnupfenmittel".

Sammelbestellungen aufgeben und online sparen

Aus unserer Gegenüberstellung können wir mehrere Erkenntnisse ziehen: Schon der Blick auf den Gesamtpreis ist lohnenswert. Denn die Preisspanne für alle sechs Heuschnupfenmittel zusammen liegt bei den ausgewählten stationären Apotheken bei 32,34 bis 43,45 Euro. Im Schnitt bezahlt man somit rund 40 Euro für die verschiedenen Mittel. Der Gesamtpreis der Online-Apotheken ist dagegen durchschnittlich fast 10 Euro günstiger. Hier beträgt die Preisspanne (einschließlich Versandkosten) 21,96 bis 37,13 Euro. Insgesamt fallen für alle Arzneimittel unserer Einkaufsliste zusammen, trotz der Zustellkosten der Versandapotheken, lediglich bei zwei der 14 Präsenzapotheken geringere Kosten an als bei der Internet-Apotheke mit dem höchsten Gesamtpreis.

Günstig aber verschieden  Produktpreise bei Versandapotheken

In unserem Preisvergleich fällt zudem auf: Jedes der sechs Heuschnupfenmittel ist bei einem Großteil der berücksichtigten Versandapotheken günstiger als bei den getesteten Präsenzapotheken. Lediglich der Preis von Cetirizin Stada ist in einer der Versandapotheken höher als in den meisten Präsenzapotheken. Alle anderen Online-Apotheken führen aber auch dieses Medikament zum gleichen Preis wie die Präsenzapotheken oder bieten es gar bis zu 2 Euro günstiger an. Der Preis von Cromohexal Sanft entspricht zudem bei mehreren stationären Apotheken dem der Online-Apotheken mit dem höchsten Preis, ist aber bei der günstigsten Versandapotheke nur fast halb so hoch wie bei der günstigsten Präsenzapotheke. Der Produktpreis (ohne Versandkosten) der jeweils günstigsten Internetapotheke ist bei allen betrachteten Heuschnupfenmittel mindestens 15 Prozent und häufig bis zu 50 Prozent niedriger als jener der Präsenzapotheke mit dem niedrigsten Preis.

Anti-Heuschnupfenmittel

Eine weitere Einsicht: Vergleicht man stationäre Apotheken untereinander, nehmen diese für das gleiche Präparat häufig identische Preise. Die Produktpreise schwanken nur vereinzelt, dann allerdings gleich um 1-3 Euro. Die Preise der Online-Apotheken unterscheiden sich hingegen fast durchgängig erheblich. Teilweise gibt es zwischen verschiedenen Versandapotheken preisliche Unterschiede bis knapp über 100 Prozent. So kostet das Medikament Loratadin Stada beispielsweise bei Shop-apotheke.com lediglich 0,99 Euro, während Versandapo.de es zu einem Preis von 2,26 Euro verkauft.

Versandapotheken sind günstiger – spätestens ab einem Warenwert von 20 Euro

Der direkte Vergleich macht deutlich: Rezeptfreie Arzneimittel sind im Internet in der Regel günstiger als bei Präsenzapotheken. Prüft vor der Bestellung bei einer Online-Apotheke jedoch stets die Versandkosten. Apotheken im Internet versenden Arzneimittel nur vereinzelt versandkostenfrei. Benötigt ihr lediglich ein einzelnes Medikament, spart ihr in der Regel bei einer Präsenzapotheke am meisten, denn die Versandkosten vieler Internet-Apotheken entfallen erst ab einem Warenwert von 20 Euro oder mehr.

Medipolis.de überzeugt preislich

Preislich überzeugt in unserem Test vor allem die Online-Apotheke Medipolis.de, die trotz Versandkosten von 3,95 Euro bis zu einem Bestellwert von 39 Euro den geringsten Gesamtpreis bot und die zudem zwei der sechs Heuschnupfenmittel zum günstigsten Preis verkaufte. Im Vergleich mit den anderen Internetapotheken schnitt ZurRose.de hingegen eher schlecht ab. Die Versandapotheke ZurRose.de hatte mit 37,13 Euro den höchsten Gesamtpreis und bot drei Mittel zu einem höheren Preis an als alle anderen 15 Versandapotheken. Trotzdem war auch diese Versandapotheke überwiegend günstiger als alle getesteten Präsenzapotheken: Mit 37,13 Euro ist der Gesamtpreis 2 Euro niedriger als der Gesamt-Durchschnittspreis der 14 berücksichtigten stationären Apotheken.

 

 

Vor- und Nachteile des Medikamenten-Kaufs online

 

Rabatte, Sonderaktionen und Lieferung direkt an die Haustür

Wie bereits unser Preisvergleich zeigt, bieten Versandapotheken rezeptfreie Medikamente in der Regel zu erheblich günstigeren Preisen an. Durch temporäre Rabatte und spezielle Sonderaktionen aber auch durch kostenlose Online-Gutscheine können diese übrigens zusätzlich sinken. Je nach Apotheke erfolgt beispielsweise die erste Bestellung oder die Bestellung in einem bestimmten Zeitfenster ohne Versandkosten. Auch werden mitunter Rabatte für Neukunden gewährt. Die Online-Bestellung von Medikamenten kann zudem insbesondere für ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen eine gute Alternative zum Vor-Ort-Kauf bei einer herkömmlichen Apotheke darstellen. Denn im Internet lassen sich Arzneimittel rund um die Uhr bestellen, wobei unkompliziert Preise verglichen werden können, bevor die Medikamente direkt nach Hause geliefert werden.

Versandkosten, Mindestbestellwert und lange Lieferzeiten

Der Mindestbestellwert und die Versandkosten stellen eindeutige Nachteile des Medikamentenkaufs im Internet dar. Chronisch Kranke sowie Schwerstallergiker dürften diese allerdings kaum beeinträchtigen, da bei großen Bestellmengen mitunter Preisnachlässe geboten werden. So gewährt DocMorris.de Neukunden beispielsweise ab einem Bestellwert von 20 Euro einen 5-Euro-Rabatt. Zudem entfallen, wie unser Preisvergleich zeigt, die Versandkosten im Normalfall ab einem bestimmten Warenwert. Daneben versenden einzelne Online-Apotheken sogar grundsätzlich versandkostenfrei. Beachtet jedoch, dass bei einem Paketgewicht von über 5 Kilogramm teilweise individuelle Versandgebühren berechnet werden. Bestellt ihr gekühlte Artikel im Internet, müssen diese in der Regel per Express versandt werden, sodass die Versandkosten höher ausfallen.

Der persönliche Kontakt zum Apotheker bleibt bei der Online-Bestellung in der Regel aus. Ihr habt jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, mit Versandapotheken in Kontakt zu treten. Die Beratung durch eine Versandapotheke erfolgt in der Regel per E-Mail oder über ein Telefonat. Die Hotline zur Kontaktaufnahme ist allerdings häufig kostenfrei nutzbar: Neun der von uns berücksichtigten Versandapotheken geben eine kostenlose Hotline an, darunter beispielsweise Shop-apotheke.com, DocMorris und Mycare.de. Entscheidet ihr euch für eine Anfrage per E-Mail, profitiert ihr bei einzelnen Apotheken neben der kostenlosen Beratung von einer Zufriedenheitsgarantie. Sollte die Anfrage nicht spätestens am nächsten Werktag beantwortet werden, stellt beispielsweise Apotheke.de einen 5-Euro-Wertgutschein für den nächsten Einkauf aus. Egal, ob ihr euch für eine Anfrage per E-Mail oder Telefon entscheidet, sie sollte ebenso fundiert wie die durch eine herkömmliche Apotheke sein. Denn der Versand von Medikamenten ist nach Paragraph 11 des Apothekengesetzes (ApoG § 11a) in Deutschland ausschließlich Apotheken erlaubt, die alle Voraussetzungen einer Präsenzapotheke erfüllen. Ein tatsächlicher Nachteil ist jedoch die Lieferzeit. Während ihr bei dem Besuch einer herkömmlichen Apotheke das gewünschte Mittel, wenn vorrätig, sofort ausgehändigt bekommt, müsst ihr bei Online-Bestellung ein bis drei Tage auf euer Medikament warten. Insbesondere bei spontanen und akuten Schmerzen, deren Behandlung umgehend erfolgen muss, ist es daher unvermeidlich, eine stationäre Apotheke aufzusuchen.

 

VorteileNachteile
Bestellung jederzeit möglich             Mindestbestellwert
Unkomplizierter PreisvergleichVersandkosten
Lieferung nach HauseKontakt nur per E-Mail oder Telefon
Günstige PreiseLieferzeit
 

 

3.000 bundesweit zugelassene Versandapotheken – Wer die Wahl hat, hat die Qual

Habt ihr euch für eine Online-Bestellung entschieden, gilt es, einen Anbieter auszusuchen. Die Auswahl an Versandapotheken ist groß: Laut BITKOM gibt es rund 3.000 in Deutschland zugelassene Online-Apotheken, teilweise auch mit Sitz im Ausland. Anerkannt werden jedoch nur Apotheken aus bestimmten Ländern Europas, die sich an die deutsche Arzneimittelpreisverordnung halten. Im Zuge unseres Preisvergleichs haben wir beispielsweise neben deutschen Apotheken auch Versandapotheken aus den Niederlanden und Tschechien berücksichtigt.

So findet ihr einen seriösen Anbieter

  1. Finden der Name des Inhabers, die Adresse der Apotheke, die Telefonnummer, die Aufsichtsbehörde sowie die zuständige Apothekenkammer und eine E-Mail-Adresse im Impressum Erwähnung?
  2. Vertrauenswürdige Apotheken im Internet besitzen in der Regel das Logo des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) auf ihrer Website. Mit einem Klick auf dieses gelangt ihr zum Registereintrag der Apotheke und könnt selbständig überprüfen, wo die Versandapotheke ihren Sitz hat und ob sie tatsächlich eine behördliche Erlaubnis zum Versandhandel für Deutschland besitzt.
  3. Gesetzlich verankert ist zudem die telefonische Beratung des Kunden. Wenn ihr eine Beratungshotline in Anspruch nehmt, solltet ihr bei einem seriösen Händler mit deutschsprachigem pharmazeutischem Fachpersonal verbunden sein.
  4. Habt ihr bereits bestellt, vergewissert euch vor Einnahme des Mittels, dass der Beipackzettel in deutscher Sprache verfasst ist.

Milllionen Deutsche leiden an Heuschnupfen-Symptomen

So funktioniert der Bestellvorgang


Bei den meisten in Deutschland anerkannten Online-Apotheken könnt ihr, wie bei Präsenzapotheken, sowohl frei verkäufliche als auch verschreibungspflichtige Medikamente und darüber hinaus häufig auch Wellness- und Beauty-Produkte erwerben. Die Bestellung bei einer Versandapotheke funktioniert, zumindest im Falle eines rezeptfreien Medikaments, genauso wie die Online-Bestellung bei gewöhnlichen Online-Shops. Ihr sucht das gewünschte Medikament heraus, indem ihr entweder die Kategorien nutzt oder den Namen des gewünschten Produkts direkt ins Suchfenster eingebt. Ist das Arzneimittel gefunden, wird es in den Warenkorb gelegt. Zusätzlich kann bei Versandapotheken auch die siebenstellige Pharmazentralnummer genutzt werden, um ein bestimmtes Präparat zu finden. Auch per E-Mail, Telefon, Post oder Fax könnt ihr bei vielen Internetapotheken eine Bestellung aufgeben. Dies ist allerdings vereinzelt mit erhöhten Versandkosten verbunden. Mycare.de liefert beispielsweise bei Online-Bestellung versandkostenfrei, während bei Bestellung per Post, E-Mail oder Telefon mit einem Bestellwert von bis zu 50 Euro eine Versandkosten-Pauschale von 4,95 Euro anfällt.

Verschreibungspflichtige Medikamente nur gegen Rezept

Verschreibungspflichtige Medikamente erhaltet ihr auch online nur gegen Vorlage eines gültigen Rezepts. Wer ein rezeptpflichtiges Medikament bei einer Versandapotheke bestellen möchte, muss daher das Originalrezept postalisch an die Online-Apotheke schicken, bevor der Versand erfolgen kann. Häufig besteht die Möglichkeit, entweder einzig das Rezept beziehungsweise das Rezept mit Bestellschein zu versenden, ohne eine Online-Bestellung aufzugeben, oder das rezeptpflichtige Medikament online im Warenkorb zu platzieren und die Bestellung schon vor dem Versand des Rezepts zu übermitteln. Wollt ihr zusätzlich zum rezeptpflichtigen Medikament rezeptfreie Arzneimittel bestellen, tragt ihr diese entsprechend in den Bestellschein ein oder legt eine Liste der gewünschten Medikamente bei beziehungsweise platziert sie, gemeinsam mit dem verschreibungspflichtigen Medikament, im Warenkorb. Viele Händler schreiben ihren Kunden die Portokosten für den postalischen Versand des Rezeptes anschließend gut, schicken ihnen auf Anfrage Freiumschläge zu oder stellen diese auf ihrer Website zum Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung.

Internet-Apotheken rechnen im Falle einer Rezeptbestellung in der Regel umgehend mit der Krankenkasse des Kunden ab. Der Nutzer zahlt dadurch nur die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung. Zuzahlungsbefreite Kunden legen dem Rezept entweder eine Kopie der Bescheinigung bei oder reichen den Nachweis der Versandapotheke erst nach Bestellung bei der Versandapotheke bei ihrer Krankenkasse ein. Seid ihr privatversichert, tragt ihr, wie gewohnt, vorerst die Gesamtkosten und reicht die von der Online-Apotheke ausgestellte Rechnung beziehungsweise das quittierte Rezept anschließend bei eurer Krankenkasse ein, um den Rechnungsbetrag erstattet zu bekommen. Übrigens: Online-Apotheken mit Sitz in den Niederlanden sind gesetzlich verpflichtet, das Originalrezept zu archivieren, weshalb Privatversicherte dort für die Abrechnung nicht das Originalrezept, sondern eine abgestempelte und unterschriebene Rezeptkopie erhalten.

Vorsicht ist geboten, sollte die Online-Apotheke kein Rezept verlangen. Es handelt sich dann mit großer Wahrscheinlichkeit um einen unseriösen Händler. Beachtet zudem, dass ihr bei einzelnen Online-Apotheken, die zwar in Deutschland zugelassen sind, ihren Sitz aber im Ausland haben, keine rezeptpflichtigen Medikamente bestellen könnt.

Keine Rabatte auf rezeptpflichtige Medikamente

Die Preise für rezeptpflichtige Arzneimittel sind hierzulande festgelegt und dadurch in allen Apotheken und Versandapotheken mit behördlicher Genehmigung für Deutschland gleich. Sie dürfen seit einem Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 22. August 2012 (GmS-OGB 1/10) weder von Apotheken mit Sitz in Deutschland noch von Versandapotheken mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union rabattiert werden. Teilweise gibt es jedoch pro rezeptpflichtiges Medikament einen 1-Euro-Bonus, der mit freiverkäuflichen Produkten verrechnet werden kann, so zum Beispiel bei Shop-apotheke.com und Euva.net. DocMorris vergibt dagegen Geldprämien, wenn der Nutzer bei Rezepteinsendung einzelne Fragen zur Einnahme seines bestellten Medikaments beantwortet. Je nach Anzahl der Medikamente und Komplexität der Erkrankung erhaltet ihr zwischen 2,50 und 20 Euro.

Zahlungsmöglichkeiten bei Versandapotheken

Bei nahezu allen Versandapotheken gibt es verschiedene Zahlungsoptionen. Ihr könnt in der Regel per Rechnung, PayPal, Kreditkarte und Vorkasse, teilweise auch durch Bankeinzug oder Sofortüberweisung und per Nachnahme bezahlen. Nur bei einer Zahlung per Nachnahme fällt meist eine Bearbeitungsgebühr von etwa 2 bis 5 Euro an.

Mittel gegen Pollenallergie - der Preisvergleich lohnt sich

Fazit – Durch Sammelbestellungen bei Versandapotheken sparen

 

Wie unser Preisvergleich zeigt, halten sich stationäre Apotheken bei rezeptfreien Medikamenten überwiegend an die empfohlenen Listenpreise. Anders sieht es bei Online-Apotheken aus. Sie nutzen die Möglichkeit, rezeptfreie Medikamente unter Listenpreis verkaufen zu können. Die Bestellung bei Versandapotheken ist allerdings häufig erst dann lohnenswert, wenn ihr mehr als einen Artikel bestellt. Denn erst ab einem bestimmten Warenwert entfallen die Versandkosten, welche den entscheidenden preislichen Unterschied ausmachen können. Beispielsweise für Allergiker, bei denen der Pollenflug verschiedene Symptome hervorruft, kann die Online-Bestellung von Mitteln gegen Heuschnupfen finanziell lohnenswert sein.


Der günstigere Preis ist nicht der einzige Vorteil der Online-Bestellung von Arzneimitteln. Im Internet könnt ihr jederzeit sowohl rezeptfreie als auch verschreibungspflichtige Medikamente bestellen und euch direkt nach Hause liefern lassen. Prüft vor der Bestellung aber sowohl die behördliche Zulassung als auch die Versandkosten und beachtet die Lieferzeit von mehreren Tagen. Bedenkt zudem: Bei der Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente ist ein Rezept erforderlich, das ihr per Post an die jeweilige Online-Apotheke schicken müsst, bevor der Versand erfolgt.

Allen Allergikern eine hoffentlich doch milde Pollensaison!

Eure Svea

Svea

Von Svea:

Kommentare
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    Peter Fronkensteen

    03.06.2013, 14:49

    So soll es sein ! Spart euch reich !