Geschenke zum kleinen Preis, mit denen Ihr Großes tut

Weihnachten gilt theoretisch als Fest der Liebe. Praktisch stehen aber „food comas“ durch ausgiebige Fress-Orgien, zahlreiche Gänge-Menüs und fette Weihnachtsgänse im Mittelpunkt. Dicht gefolgt von der Suche nach dem perfekten Geschenk.

Viele Geschenke

Bereits Monate vorher machen wir uns Gedanken darüber, wie viel angespart werden muss, um Partner, Eltern, Kinder, Enkel, Cousins und beste Freunde zufrieden zu stellen. Geben uns Mühe, diesmal den allseits bekannten Griff ins Klo zu vermeiden und bloß nicht als Geizhals dazustehen. Dafür sind wir unter Umständen bereit, weder Kosten noch Mühen zu scheuen. Ja, notfalls vielleicht sogar über Leichen zu gehen, Hauptsache es gibt kein Gemecker.

Lagen die geplanten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke laut statista.com im Jahr 2015 noch bei rund 259€ pro Kopf, sind sie in diesem Jahr auf durchschnittlich 266€ gestiegen. Durchschnittlich will der Deutsche 6 Personen beschenken und greift bei der Geschenkesuche vor allem auf die Kategorien Gutscheine/Geld (54%), Bücher/eBooks (49%) und Kleidung (37%) zurück.

Die Idee: Wir als SPARWELT möchten euch zeigen, wie man auch zum Nulltarif oder zumindest zum kleinen Preis große Gesten verschenkt. Unsere Tipps kosten überwiegend höchstens ein bisschen Energie und vielleicht auch ein klein wenig Überwindung.

Mit kleinem Budget für dankbare Gesichter sorgen

  • Neues Zuhause statt Müllcontainer

Vielleicht befindet ihr euch gerade auf dem Minimalismus-Trip oder der Umzug steht ins Haus und ihr müsst möglichst schnell möglichst viel loswerden. Aber stopp: Bitte werft nicht alles einfach weg! Egal, wie unbedeutend und sinnlos euch etwas vorkommt – für jemand anderen könnte es die Welt bedeuten.

Und die Möglichkeiten sind wirklich vielseitig. Nutzt die Sozialen Netzwerke, um Abnehmer zu finden: Fragt Freunde und Bekannte, tretet entsprechenden Gruppen bei oder stellt Kleidung, Dekoration, Elektronik & Co einfach zur kostenlosen Abholung bei Kleinanzeigen ein.

Alternativ könnt ihr auch alles sammeln und gebündelt an Obdachlosenheime oder Flüchtlingsunterkünfte spenden. Dort finden sich ganz sicher dankbare Menschen, die von dem, was ihr wegwerfen möchtet, nicht mal zu träumen wagen.

  • Große Geste, wenig Aufwand

Sicher habt auch ihr in jungen Jahren euren Eltern mit Vorliebe Gutscheine geschenkt, die sie dann nie eingelöst haben. Mama oder Papa hat morgen Geburtstag? Zu viel Spontanität für einen Elfjährigen! Was ist da naheliegender, als ein paar Herzchen auf einen Zettel zu malen und ihn mit Punkten wie "Frühstück am Bett", "Staubsaugen" und "Autowäsche" zu befüllen?

Lasst diese Tradition wieder aufleben! Statt zum nächsten Laden zu rennen und Geschenkgutscheine zu kaufen, tut euren Lieben einen echten Gefallen. Verschenkt

  • eure Arbeitskraft als Haushaltshilfe oder Handwerker an Familie und Freunde,
  • ein gemeinsames Frühstück an die beste Freundin,
  • eine liebevolle Massage an euren Partner,
  • eure bescheidene Meinung als Shopping-Berater,
  • einen herbstlichen Spaziergang an Oma und Opa oder
  • kramt die Autowäsche hervor und macht Papa eine Freude.

Das alles kostet euch so gut wie nichts und ihr werdet mit Sicherheit dankbare Blicke ernten. Und pssst… es besteht nach wie vor die Chance, dass die Gutscheine wieder total vergessen werden und ihr um die Einlösung herum kommt. Nicht, dass ihr das beabsichtigt – aber wir dachten, wir sollten euch vorwarnen.

  • Mal nicht nur an sich selbst denken

Okay, wir müssen zugeben, dass dieser Punkt nicht unbedingt vollkommen kostenfrei abläuft. Aber wir sehen das große Ganze und denken, dass die Kosten hier in keinerlei Relation zum Glücksfaktor stehen, deshalb nehmen wir diesen Punkt mit auf.

Patenschaften gibt es wie Sand am Meer. Kinder, Natur, Tiere – was auch immer euch am Herzen liegt, ihr könnt Pate für euer Herzensprojekt werden. Über die Kindernothilfe oder das SOS-Kinderdorf unterstützt ihr Kinder in der ganzen Welt ab nur 1€. Aber auch in eurer Nähe gibt es mit Sicherheit Hilfsprojekte, über die ihr Kinder und Familien in eurer Stadt stärkt. Beim Netzwerk der Berliner Kinderpatenschaften findet ihr zum Beispiel eine Übersicht aller Hauptstadt-Organisationen.

Vielleicht schlägt euer Herz auch für die herrenlosen, verwahrlosten und heimatlosen Vierbeiner dieser Erde. Über die Website des Deutschen Tierschutzbunds findet ihr von Vögeln über Wildtiere und Pferde bis hin zu Affen und Bären zahlreiche Patenschaften, die ihr eingehen könnt. Kleiner Tipp: Falls es in eurer Stadt einen Zoo gibt, erkundigt euch auch dort nach möglichen Patenschaften. In der Regel sind Tierpark-Betreiber sehr dankbar über jede Form der Unterstützung.

Fun fact: Als kurioseste Patenschaft haben wir die sogenannte Stuhlpatenschaft entdeckt. Zahlreiche kulturelle Einrichtungen, wie zum Beispiel die Bochumer Symphonie oder die Berliner Oper suchen regelmäßig nach Stuhlpaten.

  • Tussi-Tag mit Mädchen-Kram

Mädchenkram

Kleine Mädchen stehen auf hübsche Frisuren. Sie lieben Schminke, vergöttern Nagellack und wünschen sich, jeden Morgen Mamas Kosmetik-Rituale ebenfalls durchführen zu dürfen. Wieso also nicht aus diesem Bedürfnis heraus ein zauberhaftes Geschenk basteln?

Wir Frauen haben ohnehin von allem ein bisschen zu viel Zuhause. Rouge, das nie benutzt wird und Nagellacke, die langsam austrocknen. Und mit Sicherheit unterscheiden sich all die roten Lippenstifte voneinander, immerhin heißen die Teile ja auch unterschiedlich, richtig?

Überrascht eure Töchter, Nichten, Cousinen oder Patenkinder mit einem individuellen Beauty-Tag. Packt eure Kosmetik ein, vereinbart einen Termin mit der Kurzen und füllt den Tag mit Masken, Maniküren und Make-Up. Damit beschenkt ihr übrigens auch gleich die Eltern, da sie sich dann um nichts weiter kümmern müssen.

  • Pusht das Liebesleben eurer Freunde

Wenn wir schon beim Thema sind: Eltern ein bisschen Zweisamkeit zu schenken, ist vielleicht das Beste, was ihr für sie tun könnt. Bietet eure Babysitting-Dienste an, bespaßt die Kleinen tagsüber oder hütet die schlafenden Raubtiere, damit Mama und Papa einen Abend lang den Kopf ausschalten dürfen.

Und keine Angst, auch wenn ihr keinen großen Bezug zu Kindern habt: die Kleinen nehmen so schnell nichts übel und falsch machen werdet ihr mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nichts. Das Einzige, was passieren kann: Ihr seid plötzlich der coole Babysitter, der Dinge erlaubt, die Mama und Papa immer verbieten.

  • Macht's euch selbst

Handarbeit

Was ihr verschenken möchtet, könnt ihr vielleicht ganz einfach selbst herstellen. Wer im Sticken, Nähen, Stricken, Häkeln, Kleben und Basteln etwas auf sich hält, der hat mindestens einen eigenen Shop auf Dawanda. Wer mit Wolle, Schere, Nadel, Klebestift und Co umgehen kann, der sollte seine Skills auch für liebevolle Geschenkidee in der Familie oder im Freundeskreis nutzen.

Näht Strampelanzüge und Kissenbezüge, strickt kuschelige Schals oder sorgt für dekorative Hingucker in den vier Wänden eurer Lieben. Es gibt ganz sicher immer etwas Bestimmtes, mit dem ihr dem Beschenkten eine Freude machen würdet, also nutzt diese Chance. Nutzt eure Kenntnisse, frischt sie auf und kreiert etwas, das von Herzen kommt und woran der Empfänger wirklich Spaß hat.

 Beliebter Tipp passend zur Weihnachtszeit: Selbstgebastelte Adventskalender sind nicht nur dekorativ, sondern zaubern dem Beschenkten 24 Tage lang ein Lächeln ins Gesicht.

  • Rüstige Rentner belustigen

Euer Streben danach, Gutes zu tun, ist in vollem Gange, aber ihr wisst gar nicht, wo ihr anfangen sollt? Wie wäre es, wenn ihr einem Pflegeheim in der Nähe einen Besuch abstattet und den älteren Herrschaften vollkommen zwanglos Gesellschaft leistet? Viele der Bewohner sind die meiste Zeit alleine, sehen jeden Tag die gleichen Gesichter und warten (im Idealfall) darauf, dass die Familie sich endlich wieder blicken lässt. Keine falsche Scheu – einfach vorbeigehen, Gesellschaftsspiele auspacken, Unterhaltungen anzetteln, gemeinsam kochen oder etwas vorlesen. Wir sind uns sicher, dass allein eure Anwesenheit schon ein Geschenk sein wird.


Auch im Alltag mal Gutes tun

  • Kleine Nachrichten verstecken

Kleine Gesten im Alltag beflügeln den Geist. Ganz gleich ob im Briefkasten, in der Brotdose, am Scheibenwischer, am Arbeitsplatz oder in der Sockenschublade – ein paar liebe Worte aus heiterem Himmel zaubern jedem ein Lächeln aufs Gesicht.

Liebesbekundungen, Guten-Morgen-Grüße, Danksagungen oder kleine liebevolle Erinnerungen werden umso schöner, je überraschender sie kommen. Also los: Verteilt etwas Balsam für die Seele an euren Partner, an eure Kinder, eure Kollegen oder vielleicht sogar an fremde Menschen.

  • Nicht jedem geht's so gut wie euch

Obdachlosen helfen

Werft eure Vorurteile über Menschen auf der Straße über Bord! Schenkt Obdachlosen ein Lächeln oder den Rest eures Frühstücks, sorgt für einen kleinen warmen Kaffee in der kalten Jahreszeit oder füttert seinen Hund. Werft den Euro aus eurem Einkaufswagen beim Vorbeigehen in die Becher oder kauft ihnen die Obdachlosen-Zeitung ab. Diesen Menschen tut es auch gut, wenn ihr ein offenes Ohr für sie habt. Kommt ins Gespräch, fragt nach, erkundigt euch, zeigt Interesse! So beschenkt ihr die Menschen wahrscheinlich am meisten, denn im täglichen Leben werden sie meistens mit Ablehnung konfrontiert.

Auch in entsprechenden Einrichtungen könnt ihr eure Hilfe jederzeit anbieten. Helft beim Kochen, beim Bewältigen des Alltags, bei der Beschäftigung von Straßenkindern oder hört redebedürftigen Menschen einfach zu.

  • Falls Menschen nicht so euer Ding sind

Eure Haustiere liebt ihr über alles? Oder ihr seid Tier-Narren, könnt aber aus verschiedenen Gründen (kleine Wohnung, Allergie, Haustier-Verbot, etc.) keine eigenen halten? Wie wäre es dann mit einem treuen Gefährten auf Zeit?

Besucht das nächste Tierheim und führt die heimatlosen Hunde zu einem Spaziergang aus. Zuneigung, Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten sind genau das, was die Vierbeiner brauchen. Auch viele Katzen und andere Kleintiere werden sich bestimmt über ein paar Kuscheleinheiten freuen. Und wer möchte, der bringt natürlich auch gern neues Spielzeug oder eine Kleinigkeit zum Füttern mit. Auch, wenn Bestechung in diesem Fall nicht nötig sein wird, ist es doch auch schön, nicht mit leeren Händen aufzutauchen.

  • Einfach mal den Mund aufmachen

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu einfach, aber wir sind davon überzeugt, dass jeder kleine Komplimente zu schätzen weiß. Wichtig dabei ist nur, dass die auch von Herzen kommen. Die Schuhe der fremden Dame in der Bahn sind der absolute Hingucker? Eure Kollegin hat etwas ganz besonders gut gemacht oder euch in besonderer Weise untersetzt? Das Lächeln eures Partners gefällt euch heute ganz besonders? Na dann raus damit!

Ganz gleich, ob ihr ein freudiges Strahlen oder ein verlegenes Lächeln erntet, eure Worte werden den Rest des Tages in den Köpfen der Menschen rumschwirren.

"Die Zeit ist das kostbarste Gut"

Familienzeit schenken

Woran es den meisten Menschen tatsächlich fehlt, ist Zeit. Manche nehmen ihren Job mit nach Hause, andere wiederum versuchen, es allem und jedem gleichzeitig Recht zu machen und wieder andere verplanen ihre vermeintliche Freizeit bis auf die letzte Minute.

Knapp 26% aller Deutschen geben an, dass sie das Gefühl haben, viel zu wenig Zeit für alles zu haben. Rund 35% der Befragten sind hingegen der Meinung, dass sie mit ihrer Zeit optimal hinkommen. (Quelle: statista.com)

Akuter Zeitmangel bedeutet Stress, Stress bedeutet innerliche Unruhe und innerliche Unruhe führt zur allgemeinen Unzufriedenheit. Um das zu umgehen, nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Und verschenkt sie auch! Ob in Form von selbstgemachten Gutscheinen, als gemeinsame Unternehmung, als spontanen Besuch oder indem ihr einfach nur zuhört. Bringt ein wenig Ruhe in euer Leben, genießt die kleinen Dinge und bringt andere dazu, sie ebenfalls schätzen zu wissen.


Passend dazu: Kennt ihr schon den neuen Weihnachtsspot von EDEKA? #zeitschenken