Du denkst schon länger darüber nach, einen Wagen zu leasen? Oder du ziehst vielleicht in Erwägung, einen Neu- oder Gebrauchtwagen zu kaufen? In diesem Artikel erklären wir dir alles rund ums Auto Leasing und vor allem über die zurückgegebenen Fahrzeuge, die sogenannten Leasingrückläufer.
Wenn du endlich einen eigenen Wagen fahren willst, hast du mehrere Möglichkeiten, um an einen Gebraucht- oder Neuwagen zu kommen. So stehen dir generell diese Optionen zur Verfügung:
Warum sich so viele Leute für Leasing entscheiden, obwohl man das Fahrzeug nach Ende des Vertrags nicht behalten darf? Nun: Auto Leasing ist in der Regel wesentlich günstiger als die Neuwagenfinanzierung und du kommst dabei dennoch in den Genuss eines komplett neuen Wagens.
Ist die im Leasingvertrag vereinbarte Zeit abgelaufen, kann der Leasingnehmer – das hängt von der Art des Leasingvertrages ab – den Wagen entweder zum entsprechenden Restwert erwerben oder das Leasingfahrzeug geht zurück an den Leasingpartner. Ein solches retour gegebenes Auto ist dann ein sogenannter Leasingrückläufer.
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, woher das ehemalige Leasingobjekt stammt:
Die Leasingrückläufer sind dann natürlich keine Neuwagen mehr, sondern Gebrauchtwagen, die nicht selten günstig veräußert werden. Das führt uns auch schon zum nächsten Absatz: Oftmals sind die geringen Preise der Rückläufer wirklich überzeugend!
Wenn du dich jetzt fragst, weshalb du ein nach einem Leasing zurückgegebenes Auto kaufen solltest, dann haben wir die Antwort für dich parat: Die Leasinggesellschaften sind oft daran interessiert, Leasingrückläufer zeitnah zu verkaufen – und das spiegelt sich auch im geringen Kaufpreis wider!
So kann ein Rückläuferwagen deutlich günstiger sein, als ein vergleichbarer Gebrauchtwagen. Ebenfalls spielt auch der Wertverlust eine tragende Rolle beim Kaufpreis: Gerade in den ersten Jahren verliert ein Neuwagen einen großen Teil seines Wertes – so ist es also gut möglich, dass ein Leasingrückläufer noch in sehr guter Kondition ist und schon deutlich günstiger als ein jüngerer Wagen aus erster Hand.
Du siehst: Der Erwerb eines Leasingrückläufers kann ein echter Glücksgriff sein. Nachfolgend haben wir dir die Vor- und Nachteile von Leasingrückläufern noch einmal ausführlich zusammengetragen, sodass du ein umfassendes Bild bekommst und vor einer eventuellen Kaufentscheidung gut informiert bist.
Kurzum: Aufgrund der oben genannten Punkte, sind die Kaufpreise von Rückläuferautos in der Regel besonders attraktiv. Das ist die große Stärke! Zudem können Autos, die ehemals im Rahmen eines Leasingverhältnisses genutzt wurden, noch weitere Stärken aufweisen.
Wurde ein Fahrzeug frisch aus einem Leasingkontrakt entlassen, handelt es sich zumeist um ein relativ neues Modell eines jungen Baujahres – das hängt natürlich immer auch ein bisschen vom jeweiligen Vertrag ab.
Alles in allem besteht aber die Option, einen jungen Gebrauchten zu ergattern, der noch gut in Schuss ist! Gerade Abnutzungsspuren, Rost oder Verschleiß sind bei Fahrzeugen jungen Alters noch nicht so ausgeprägt wie bei älteren Modellen. Ist es während der Laufzeit übrigens zu Beschädigungen etc. gekommen, mussten diese von Markenwerkstätten beseitigt werden. Das bedeutet also, dass dem Leasingwagen eine professionelle Reparatur zuteilwurde. Auch Wartungs- und Inspektionsarbeiten sind während der Vertragslaufzeit von entsprechenden Markenautohäusern bzw. Werkstätten durchzuführen. In Sachen Wartung und Pflege stehen die scheckheftgepflegten Leasingobjekte anderen Autos in nichts nach – ein weiterer Vorteil, den es zu beachten gibt. Kaufst du hingegen einen Gebrauchtwagen aus privater Hand, kannst du dir nicht zu 100 Prozent sicher sein, dass die Wartungsarbeiten regelmäßig fach- und sachgerecht durchgeführt wurden.
Wo Licht ist, da ist in der Regel auch Schatten – und genauso ist es auch bei einem Leasingrückläufer. Denn natürlich können mit dem Erwerb eines Leasingrückläufers einige Schwächen verbunden sein. So solltest du dir immer bewusst sein, dass du nicht weißt, wie pfleglich der Wagen vom Vorbesitzer bzw. vom ehemaligen Leasingnehmer behandelt wurde.
Fahrzeuge aus gewerblichem Leasing wurden oftmals intensiv genutzt: Äußerlich kann ein Auto also einen sehr guten Eindruck machen, dennoch ist der Kilometerstand vielleicht sehr hoch oder der Motor weist bereits einige Macken auf, die eben nicht von außen zu erkennen sind.
Gut zu wissen: Gewerbliche Leasingwagen machen den größeren Teil der Rückläufer aus. Dennoch gibt es auch einige Autorückläufer, die von privat zurückkommen. Vor allem im privaten Gebrauch beim Restwertleasing herrscht oftmals Sensibilität dafür, dass eine starke Abnutzung des Wagens bei der Übergabe teuer werden könnte. So sind es häufig die Privatleasingnehmer, die einen pfleglichen Umgang mit dem Leasingauto haben. Das heißt im Umkehrschluss, dass es durchaus ratsam ist, nach privaten Leasingrückläufern zu suchen.
Gut gewappnet und gerüstet bist du jetzt schon mit dem Wissen über die Stärken und Schwächen von ehemaligen Leasingfahrzeugen, die zum Verkauf freigegeben werden. Damit du jedoch ein bestmögliches und auch erfolgreiches Geschäft machst, haben wir dir noch einige Dinge zusammengetragen, die du beim Erwerb eines Rückläufers bzw. bei der Suche nach dem passenden Fahrzeug beachten solltest.
Generell bietet es sich an, nach einem Wagen zu suchen, der möglichst jung und wenig genutzt ist. Das kannst du anhand mehrerer Parameter einschätzen:
Generell ist es sinnvoll, wie bereits vorab beschrieben, einen Privatrückläufer zu bevorzugen, denn diese vormaligen Leasingfahrzeuge wurden oftmals weniger intensiv genutzt.
Ansonsten gilt: Du solltest beim Kauf eines Leasingrückläufers – wie beim Erwerb von anderen Gebrauchtwagen – die gängigen Vorsichtsmaßnahmen walten lassen. Wenn möglich kannst du vorab mit einem technisch versierten Freund oder einem Mechaniker aus der Familie den Leasingrückläufer ansehen – gerade versteckter Verschleiß ist eine Gefahr, die teuer werden könnte, wenn du schon nach kurzer Zeit für Bremsenwechsel oder größere Reparaturmaßnahmen aufkommen musst.
Und zu guter Letzt: Sieh auf jeden Fall nach, wann der Wagen, den du dir anschaffen willst, das letzte Mal bei TÜV oder der Dekra zur Hauptuntersuchung vorgestellt wurde. Unter Umständen kannst du erwirken bzw. verhandeln, dass dein Fahrzeug vor dem Verkauf noch eine neue Plakette ausgestellt bekommt – dann sparst du dir schon mal die TÜV-Kosten für die nächsten zwei Jahre!
Wenn dich all diese Tipps jetzt verunsichert haben sollten, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Leasingrückläufer anzuschaffen, kannst du auch einmal darüber nachdenken, ob du nicht vielleicht doch einen Neuwagen im Rahmen von Leasing mieten willst. Das Gute daran: Du gehst nur eine Verpflichtung ein, so lange der Vertrag läuft. Danach kannst du den Wagen abgeben – und das ist häufig dann, wenn die ersten größeren und vor allem kostenintensiveren Reparaturen anstehen.
Beachte jedoch, dass es unterschiedliche Leasingarten gibt. So wird häufig zwischen dem bereits erwähnten Restwertleasing und dem Kilometerleasing unterschieden.
Auto Leasing auf Restwertbasis: Hier wird vorab der Wert festgelegt, den der Leasingwagen nach der Vertragslaufzeit noch hat. Daran orientieren sich die Leasingraten.
Leasing auf Kilometerbasis: Dabei wird eine bestimmte Kilometerzahl festgelegt, die du im Jahr fahren wirst. Auch das ist die Grundlade für die Ratenberechnung.
Dennoch solltest du nicht vergessen, dass ein Leasingabkommen auch gewisse Verpflichtungen mit sich bringt. Das bedeutet, dass du in jedem Fall deine aktuelle Lebenssituation (sind Kinder geplant?), deine berufliche Entwicklung (willst du dich vielleicht selbstständig machen oder den Job wechseln?) und natürlich auch deinen finanziellen Status quo im Auge behalten solltest. Es gestaltet sich schwer, aus einem Leasingkontrakt herauszukommen, bevor die Vertragslaufzeit zu Ende ist – häufig geht das nur, wenn du jemanden findest, der im Rahmen der Leasingübernahme deinen Kontrakt übernimmt.
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