Gesund, lecker und sogar gut für die Zähne

Süßen ohne Zucker: Das sind die Zuckeralternativen

Auch wenn Zucker herrlich süß schmeckt und im ersten Moment auch glücklich macht, kann er dem Körper auf vielfache Weise schaden. Da ist es nur verständlich, dass sich immer mehr Menschen bewusst gegen den Zuckerkonsum entscheiden. Doch es ist gar nicht so einfach, auf Zucker zu verzichten. Dafür schmeckt er einfach zu gut und erzeugt auch nachweislich einen Suchteffekt. Und an dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Wenn auch du dem Zuckerkonsum den Krieg ansagen möchtest, aber nicht ganz auf Süßes verzichten willst, dann wollen wir dich dabei unterstützen. Wir zeigen dir, welche Süßmacher es sonst gibt, welcher Zuckerersatz gut schmeckt und welche Alternative vielleicht sogar etwas Gutes für die Gesundheit tut. Kaufen kannst du sie unter anderem bei Rewe oder DM.

Xylit: süß, kalorienarm und gut für die Zähne

Ja, du hast richtig gelesen. Es gibt Zuckeralternativen, über die sich deine Zähne freuen. Im Gegensatz zu Zucker, der Bakterien dabei hilft, die Zähne anzugreifen, tut Xylit den Zähnen sogar gut. Doch alles der Reihe nach.

Was ist Xylit?

Xylit bzw. Xylitol ist ein Vertreter der Gruppe der sogenannten Zuckeralkohole. Gewonnen wird der pflanzliche Zuckeraustauschstoff meist aus Buchen- oder Birkenrinde. Da für die Herstellung hauptsächlich Rinde verwendet wird, die bei Baumfällarbeiten als Abfallprodukt entsteht, bekommst du mit Xylit auch noch ein nahhaltiges Produkt.

Xylit vs. Zucker

Xylithol, den du vielleicht auch unter dem Markennamen „Xucker“ kennst, erinnert nicht nur optisch an den Haushaltzucker, auch die Süßkraft ist vergleichbar. Zugleich bekommst du hier Zucker ohne viele Kalorien. Während herkömmlicher Zucker pro 100 Gramm satte 400 Kilokalorien hat, liefert Xylit bei gleicher Menge etwa 240 Kilokalorien. Zudem kannst du Xylit bei einer kohlenhydratfreien Diät verwenden und hältst damit deinen Blutzuckerspiegel konstanter als mit Haushaltszucker.

Und wie war das nochmal mir der Zahngesundheit?

Die kariesreduzierende Wirkung von Xylit wurde bereits in den 70er Jahren entdeckt. Da der Zuckerersatz zudem noch den Speichelfluss anregt, wird die Remineralisierung der Zähne unterstützt.

Wo kann ich Xylit verwenden?

Xylit-Produkte kannst du unter anderem gut fürs Backen verwenden, doch auch für den Kaffee eigenen sich die Zuckeralternativen ganz hervorragend.

Xylit als Zuckerersatz

Ein Traum für Naschkatzen: Xylit ist nicht nur süß, sondern gut für die Zähne

Erythrit: perfekt für kalorienarme Ernährung

Was ist Erythrit?

Auch bei Erythrit handelt es sich um Zuckeralkohol. In natürlicher Form ist Erythrit zum Beispiel in Weintrauben, Birnen oder Melonen enthalten. Gewonnen wird diese Zuckeralternative durch Fermentation, wobei die Herstellung insgesamt ein vergleichsweise aufwendiger Prozess ist.

Erythrit vs. Zucker:

Optisch ist der Zuckerersatz von seinem ungesunden Pendant kaum zu unterscheiden. Die Süßkraft liegt bei etwa 70 Prozent. Das bedeutet, dass du für die gleiche Süße eine größere Menge Erythrit benötigst. Zu den eindeutigen Vorteilen von Erythrit gehört die Tatsache, dass dieser Zucker fast keine Kalorien hat. Auf 100 Gramm kommen gerade mal 10 Kilokalorien. Da kann selbst Xylit nicht mithalten. Zugleich hat der Ersatzstoff ähnliche Wirkung auf die Zähne wie auch Xylit.

Wo kann ich Erythrit verwenden?

Auch dieser Zuckerersatz gehört zu den Zuckeralternativen, die sich wunderbar zum Backen eignen. Auch fürs Kochen und für die Dessertzubereitung kannst du diesen Zuckerersatz einsetzen. Da es sich bei Erythrit-Produkten um Zuckeralternativen ohne Fruktose handelt, eignet sich das Süßungsmittel auch bei einer bestehenden Fruktoseintoleranz.

Achtung: Auch wenn Erythrit besser für deinen Organismus ist als Zucker, bedeutet es noch lange nicht, dass du jetzt darin baden solltest. Bei übermäßigem Konsum kann das Süßungsmittel nämlich abführend wirken.

Agavendicksaft: sehr süß und ergiebig

Was ist Agavendicksaft?

Gewonnen wird Agavendicksaft, auch Agavensirup genannt, aus unterschiedlichen Arten von mexikanischen Agaven. Das Pflanzenherz wird für die Gewinnung entfernt, woraufhin monatelang der Saft der Pflanze austritt. Dieser Saft wird erhitzt und entwässert.

Agavendicksaft vs. Zucker

Je nach Verarbeitung und Pflanzenart enthält Agavensirup im Vergleich zu herkömmlichem Zucker viele gesunde Nebenstoffe. Dazu gehören beispielsweise Mineralstoffe, Spurenelemente und verschiedene Pflanzenstoffe. Auch wenn dieses Süßungsmittel wohl nicht zu den kalorienärmsten Zuckeralternativen gehört, sind es mit 320 Kilokalorien pro 100 Gramm noch immer weniger als in der vergleichbaren Menge Haushaltszucker. Die gute Nachricht hier ist die Tatsache, dass du viel weniger Sirup als Zucker brauchst, um die gleiche Süße zu erreichen. Agavendicksaft hat nämlich eine weitaus höhere Süßkraft – und dabei so gut wie keinen Eigengeschmack.

Wo wird Agavensirup verwendet?

Als vielseitigen Zuckerersatz kannst du Agavensirup für alles mögliche verwenden. Beachte aber, dass diese Süßungsmittel wohl eher weniger in die Kategorie der Zuckeralternativen zum Backen fallen. Kristalliner Zucker ist nämlich oftmals formgebend bei Gebäck und Kuchen. Als vegane Alternative zum Honig oder zum Süßen von Desserts und Getränken ist der helle Sirup dagegen perfekt.

Agavendicksaft als Zuckeralternative

Nicht kalorienarm, aber gesund: Agavendicksaft

Ahornsirup: die Süße mit den Antioxidantien

Was ist Ahornsirup?

Dieses beliebte Süßungsmittel wird aus dem Saft des Ahornbaums gewonnen. Je nach Erntezeit kann Ahornsirup unterschiedliche Qualitäten haben. So bedeutet die Klasse „AA“ zum Beispiel, dass es sich um einen hellen Sirup mit mildem Aroma handelt. Klasse „C“ steht dagegen für dunklen Sirup mit starkem und herbem Eigenaroma.

Ahornsirup vs. Zucker

Im Grunde genommen kann man Ahornsirup gar nicht als Zuckeralternative bezeichnen, denn er besteht zu großen Teilen aus Zucker. So enthalten 100 Gramm Ahornsirup etwa 60 Gramm Zuckerstoffe, von denen ein Großteil auf Saccharose entfällt. Trotz des hohen Zuckeranteils ist Ahornsirup gesünder als herkömmlicher Haushaltszucker. So wirkt der Sirup ebenso wie Honig antiseptisch und enthält viele Antioxidantien. Doch das war es noch nicht: Auch Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium gehören zu den Bestandteilen des kanadischen Sirups.

Wo kann ich Ahornsirup verwenden?

Viele Menschen schwören auf den charakteristischen Geschmack des Ahornsirups und verwenden diesen zum Süßen von Müsli und Pfannkuchen.

Ahornsirup als Zuckerersatz

Für Pancakes unersetzlich: Ahornsirup

Kokosblütenzucker: Heißhungerattacken adé

Was ist Kokosblütenzucker?

Auch wenn diese Zuckeralternative in Deutschland zu den relativ neuen Erscheinungen gehört, ist sie in Ländern wie Indonesien oder Thailand schon seit langer Zeit weit verbreitet. Die Herstellung dieses alternativen Süßungsmittels ähnelt ein wenig der Gewinnung des Agavendicksafts und des Ahornsirups. Nach dem Entfernen der Kokospalmen-Blüten wird der heraustretende Pflanzensaft aufgefangen. Dieser wird anschließend durch Erhitzen solange verdickt, bis eine körnige Konsistenz entsteht. Dann noch trocknen und fertig ist der Zuckerersatz.

Kokosblütenzucker vs. Zucker

Aus Kokosblüten gewonnener Zucker hat im Gegensatz zu anderen Kokos-Produkten keinen typischen Kokosgeschmack. Vielmehr hat das Süßungsmittel eine karamellige Note. Zu den Vorteilen des Kokosblütenzuckers gehört der niedrige Glykämische Index. Dieser sagt aus, dass der Blutzucker nach dem Konsum langsamer ansteigt und auch wieder langsamer sinkt als bei herkömmlichem Zucker. Auf der anderen Seite hat der Zucker aus Kokosblüten fast genauso viele Kalorien wie Haushaltszucker.

Wo kommt Kokosblütenzucker zum Einsatz?

Abgesehen vom Backen kann dieser Zuckerersatz überall dort verwendet werden, wo auch herkömmlicher Zucker zum Einsatz kommt. Fürs Backen löst sich das Süßungsmittel zu langsam auf und bildet daher Klumpen im Teig. Wenn du aber nach Zuckeralternativen für deinen Kaffee suchst, dann ist Kokosblütenzucker prima dafür.

Reissirup: glutenfrei, histaminverträglich und beinahe frei von Fruktose

Was ist Reissirup?

Hierbei handelt es sich um eine der Zuckeralternativen, die praktisch keine Fruktose beinhaltet. Daher ist dieser Zuckerersatz ideal für alle, die keinen Fruchtzucker vertragen. Reissirup ist eines der ältesten Süßungsmittel der Welt und wird zum Beispiel in Japan traditionell zum Süßen verwendet. Für die Herstellung wird Reisemehl mit Wasser erhitzt. Durch die Erwärmung werden Enzyme freigesetzt, die Reisstärke in Zuckerstoffe aufspalten.

Reissirup vs. Zucker

Im Vergleich zu Haushaltszucker hat Reissirup eine geringere Süßkraft. Dies liegt an dem hohen Anteil an Mehrfachzuckern. In 100 Gramm Reissirup befinden sich knapp 300 Kilokalorien. Mit diesem Wert liegt der Sirup nicht allzu weit vom herkömmlichen Zucker entfernt. Wer allerdings keine Fruktose und kein Gluten verträgt, wird sich über diese Zuckeralternative freuen.

Wo kommt Reissirup zum Einsatz?

Reissirup kann in vielen Bereichen verwendet werden. So lassen sich damit Getränke süßen und Desserts verfeinern. Auch zum Backen ist der süße Sirup durchaus geeignet.