Mit Yoopies für mehr Solidarität

[Aufruf] Als Babysitter in der Corona-Krise

Vorweg: dies ist kein bezahlter Beitrag. Wir schreiben das, damit Solidarität in dieser Ausnahmesituation mobilisiert wird. Uns erreichte heute eine Pressemitteilung von Yoopies, eine internationale Plattform für Babysitter. Es ist ein Aufruf für freiwillige Babysitter, die sich um die Kinder von Krankenhauspersonal kümmern, damit KrankenpflegerInnen, ÄrtzeInnen, TechnikerInnen entlastet werden und dort sind, wo sie noch mehr als zuhause gebraucht werden.

Warum eine Kinderbetreuung so unfassbar nötig ist?

Nach der Pressekonferenz am Donnertag und der Tagung der Bundesländer am Freitag, wurden alle Kinderbetreuungsstätten sowie Schulen geschlossen. Warum? Damit der Corona-Virus sich nicht noch weiter verbreitet. Sinn dahinter ist es natürlich nicht, dass man auf Spielplätzen vor lauter Kindern den Sand nicht mehr sieht oder sich große Gruppen in Parks zusammenschließen. Es ist hart, vor allem für Kinder und Jugendliche. Selbst für Erwachsene ist es schwer zu greifen, dieses sich „sozial isolieren“. Aber dennoch ist es notwendig!

Aber was machen mit den Kids, wenn man in einem systemrelevanten Berufsfeld arbeitet? Also alles von Feuerwehr über Polizei, medizinisches Personal, Busfahrer, Apotheker, Mitarbeiter die unsere Telekommunikation-, Strom- und Wassernetz am Laufen halten oder kurz – unsere HELDEN.

Zu Oma und Opa geben? Bitte nicht! Denn diese gehören höchstwahrscheinlich zur Risiko-Gruppe!

Zuhause bleiben? Keine Option! Denn diese Menschen sind schon immer wichtig – aber jetzt hängt so vieles mehr von ihnen ab.

Sich aufteilen? Katastrophe! Denn die Doppelbelastung im Beruf und mit Kindern kann nicht lange durchgehalten werden.

In Frankreich haben sich binnen weniger Stunden fast 10.000 Babysitter registriert. Mache es ihnen nach!

Was kannst du für unsere Helden und Heldinnen tun?

Sie entlasten! Und das ist ganz einfach!

Innerhalb von ein paar Minuten kannst du dir ein Profil auf Yoopies anlegen. Diese haben eine Aktion gestartet, bei der sie mit Krankenhäusern kooperieren und zum unentgeltlichen Freiwilligendienst als Babysitter aufrufen. „Konkret können Babysitter einen Filter in Ihrem Profil aktivieren, der sie als freiwilliger Babysitter für die Eltern erkenntlich macht“, heißt es in der Pressemitteilung. „Diese Mobilisierung soll vor allem dem Krankenhauspersonal helfen, die jetzt besondere Unterstützung brauchen (…). Jetzt kommt es noch auf die Solidarität der Babysitter an, damit genügend Unterstützung gewährleistet werden kann.“

Wer mehr darüber wissen möchte, findet die Informationen zur Aktion hier.

So einfach ist die Anmeldung

  1. Geh auf Yoopies.de.
  2. Wähle „Helfer“ aus.
  3. Gebe an wen oder was du betreuen möchtest: Kinder, Senioren, Tiere oder ob du Nachhilfe anbieten oder im Haushalt helfen möchtest.
  4. Deinen Wohnort angeben. Aus Persönlichkeitsgründen wird nur ein Radius von 150 Metern angezeigt.
  5. Dann mit deiner Mail-Adresse oder deinem Facebook-Account anmelden.
  6. Filter aktivieren, der dich als freiwilligen Helfer kenntlich macht.
  7. Eltern aus systemrelevanten oder systemkritischen Berufen haben Vorrecht bei der „Buchung“.
  8. Helfen und damit wahrscheinlich Leben retten.

Was du noch tun kannst

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie du Menschen helfen kannst. Angefangen bei älteren Bürgern im Supermarkt: hilf Taschen zu tragen und gib ihnen das aus den Regalen, wo sie nicht mehr rankommen (ja, sowas muss leider noch gesagt werden).

Oder hängt Zettel im Haus sowie auf der Straße aus und biete deine Unterstützung an: mit dem Hund rausgehen, Einkäufe erledigen, zur Apotheke fahren und und und. Gerade unsere älteren Mitmenschen benötigen Unterstützung um sich nicht anzustecken und zu infizieren.

Außerdem gibt es weitere Portale, die Hilfe online bündeln:

Nebenan.de

Du meldest dich ganz einfach an und lässt deine Adresse verifizieren. Das dauert nur ein paar Minuten. Dann wirst du nur in deinem Kiez angezeigt und kannst helfen, wo Hilfe benötigt wird – oder Hilfe in Anspruch nehmen, wenn du sie brauchst. Natürlich alles unentgeltlich.

Homepage: nebenan.de

Quarantänehelden.org

Auch Quarantänehelden bietet eine Plattform für unentgeltliche Nachbarschaftshilfe an. Angemeldet kannst du Anfragen einsehen oder auch selbst welche einstellen, wenn du zum Beispiel in Quarantäne bist.

Homepage: quarantaenehelden.org

helfen-corona-krise

Hilfe und Unterstützung – die wichtigste Währung der Menschlichkeit

Warum wir auch in Deutschland zusammenhalten müssen

In Italien, Spanien und Frankreich wurde das öffentliche Leben schon komplett eingeschränkt, inklusive Ausgangssperren. Das ist leider temporär notwendig. Dabei geht es auch nicht um irgendeine Form der Panikmache, sondern um Notwendigkeiten. Wir alle lieben es, uns mit Freunden, Familie und sogar liebsten Kollegen auf Bier, Wein oder ein Essen zu treffen oder an einem Sonntag die Sonne in unserem Lieblings-Cafè zu genießen. Aber erste Einschränkungen haben weder in Frankreich den nötigen Sinneswandel und persönliche Maßnahmen eingeläutet, wie es wahrscheinlich hier der Fall sein wird.

Wir müssen da durch – ZUSAMMEN. Und das bedeutet auch, füreinander da zu sein, Hilfsbedürftigen zu helfen und diejenigen zu entlasten, die die volle Wucht von COVID-19 abbekommen und UNS helfen. Gib ein Stück davon zurück.

Danke!