Gesund und glücklich durchs Leben

4 Healthy Hedonism Rezepte für mehr Genuss auf dem Tisch

Eine lange Zeit war gesunde Ernährung gleichgesetzt mit Verzicht. Weg mit dem Zucker, weg mit Kohlenhydraten und Fetten, weg mit allem, was Spaß macht. Zum Glück scheinen die Zeiten des Verzichts im Jahr 2019 langsam aber sicher vorbei zu sein. Healthy Hedonism ist der Food Trend der Stunde und für uns bedeutet das, dass wir gesund leben können und zugleich nicht auf Genuss verzichten müssen. Das sind ja schonmal gute Neuigkeiten, doch was bedeutet das genau? Können wir uns jetzt maßlos mit allem vollstopfen, was uns ins Auge fällt?

Was genau ist Healthy Hedonism und woher kommt dieser Trend?

Der Begriff Hedonismus steht für das Streben danach, das eigene Leben möglichst lustvoll und genussreich zu gestalten. Oftmals wird dieser Begriff eher abwertend verwendet und mit Dekadenz gleichgesetzt, doch natürlich lässt sich das Streben nach Freude und sinnlichem Genuss auf viele Arten umsetzen.

Der Food Trend Healthy Hedonism steht für sinnlichen Genuss, bei dem die Gesundheit an erster Stelle steht. Mit diesem Trend gehören Askese und strenge Ernährungspläne der Vergangenheit an. Vielmehr finden Konsumenten beim Healthy Hedonism ganz individuellen Zugang zu einer gesunden und zugleich abwechslungsreichen Ernährungsweise und lassen sich den eigenen Speiseplan nicht mehr von Ernährungstabellen diktieren. Vor allem Individualität steht auf den Speiseplänen derjenigen, die den Healthy-Hedonism-Trend leben. DIE eine Diät, DIE eine Ernährungsweise und DAS eine Superfood gibt es nicht mehr – richtig ist, was dir guttut.

Healthy Hedonism drückt den Zeitgeist aus

Ob Transparency-Trend oder Plant-Based-Food-Trend – die Ernährungs-Trends der jüngsten Vergangenheit machen deutlich, dass es den Konsumenten immer wichtiger wird, was in ihren Kochtöpfen und auf ihren Tischen landet. Zugleich wollen sich immer weniger Menschen vorschreiben lassen, was sie anziehen, kaufen oder essen sollen. Der Trend zum gesunden Genuss passt perfekt zum aktuellen Zeitgeist und es wurde auch längst Zeit, dass gesundes Essen endlich sein angestaubtes Image ablegen darf.

Mit Healthy Hedonism zu vollem Genuss

Der perfekte Trend für alle Genießer

Healthy Hedonism schafft Bewusstsein

Genussvoll essen bedeutet natürlich nicht, dass Tag für Tag Fast Food und kiloweise Zucker auf den Speiseplan gehören. Vielmehr bedeutet Healthy Hedonism, sich mit den Bedürfnissen des eigenen Körpers auseinanderzusetzen und sich dessen bewusst zu werden, was guttut und was nicht. Wer sagt denn, dass du drei Mal am Tag essen sollst und ein ausgedehntes Frühstück unverzichtbar ist? Du entscheidest nicht nur, was du isst, sondern auch, wann du es tust.

Wo keine Regeln und viele Freiheiten herrschen, gibt es viel Platz für Fallstricke. Nicht jeder wird gleichermaßen gut mit Healthy Hedonism zurechtkommen. Natürlich brauchst du auch hier Disziplin und musst lernen, ein echtes körperliches Bedürfnis von einem Naschanfall zu unterscheiden. Dies kann durchaus eine Herausforderung darstellen, doch es wird sich lohnen, sich ihr zu stellen. Healthy Hedonism wird dir helfen, ein größeres Bewusstsein für das zu bekommen was du isst und dich deinen individuellen Bedürfnissen näherbringen.

Healthy Hedonism zum Nachkochen: Gesund und lecker kann so einfach sein

Genug zur Therorie – kommen wir zur Praxis. Für deinen Einstieg in dein neues Healthy-Hedonism-Leben haben wir einige leckere Rezepte zusammengestellt. Sie sind einfach in der Zubereitung und reichen für zwei Personen.

Hähnchenspieße mit Maispfanne und Avocado

Zubereitungszeit: etwa 35 Minuten

Das brauchst du:

  • 200 g Hähnchenbrustfilet
  • ½ Zwiebel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Maiskolben
  • 1 Avocado
  • ½ Limette
  • ½ Rote Pfefferschote
  • 3 Stiele Koriandergrün
  • ½ Knoblauchzehe
  • 100 ml Buttermilch
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Butter
  • Cayennepfeffer

So klappt die Zubereitung:

  1. Schneide das Fleisch in mittelgroße Würfel und gib sie mit geriebener Zwiebel, Buttermilch, Sojasauce und etwas Cayennepfeffer in eine Schale. Mariniere das Fleisch mindestens 15 Minuten lang. Schneide währenddessen die Avocado in schmale Scheiben und verteile sie auf einer Servierplatte. Beträufele die Scheiben mit etwas Limettensaft.
  2. Stecke die Fleischwürfel auf Holzspieße, würze sie mit Salz und brate sie mit etwas Olivenöl bei hoher Temperatur etwa 6-8 Minuten lang, bis sie eine goldbraune Farbe bekommen.
  3. Trenne die Maiskörner vom Kolben und brate sie mit dem restlichen Öl scharf an. Gib anschließend in Scheiben geschnittene Peperoni und Knoblauch dazu und brate auch dies 1-2 Minuten scharf an. Jetzt noch die Butter hinzugeben, Frühlingszwiebeln untermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Verteile nun das Ganze auf der Avocado und lege die Spieße obendrauf. Träufele den restlichen Limettensaft über die Komposition und dekoriere das Ganze mit dem Koriander.

Tipp: Viele der Zutaten, die du zum Kochen benötigst, kannst du auch einfach selbst anpflanzen. Wie wäre es zum Beispiel mit deinem eigenen kleinen Kräutergarten? Bei Anbietern wie Baldur-Garten wirst du alles finden, was du für ein solches Projekt brauchst.

Hähnchenspieße mit Gemüse

Gesund und lecker: Hähnchenspieße mit Gemüse

Seelachsfilet-Stäbchen mit Kokos und gebratener Ananas

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten

Das brauchst du:

  • 400 g Seelachsfilet
  • 2 EL Kokosmehl
  • 1 EL Sesam
  • ½ TL Chiliflocken
  • ½ TL Meersalz
  • ½ Ananas
  • 1 Orange
  • 100 g Feldsalat
  • 3 EL Erdnussöl
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 EL Essig

So klappt die Zubereitung:

  1. Schneide den abgespülten, trockengetupften Seelachs in Stäbchen und wälze sie in der Kokosmehl-, Sesam-, Chili- und Salz-Mischung, die du zuvor vorbereitet und auf einem flachen Teller verteilt hast. Achte darauf, die Panade gut festzudrücken.
  2. Putze die Ananas und schneide sie in halbe Scheiben. Wasche und putze den Feldsalat. Verrühre den Saft einer halben Orange mit 1 EL Erdnussöl, Essig, Salz und Pfeffer.
  3. Nun erhitzt du das restliche Erdnussöl und brätst die Fischstäbchen etwa 3 Minuten pro Seite. In einer weiteren Pfanne erhitzt du das Kokosöl und brätst die Ananas etwa 1-2 Minuten, bis die Scheiben eine leicht braune Farbe annehmen.
  4. Verteile nun den Eisbergsalat und das Dressing auf den Tellern und gib die Seelachs-Stäbchen sowie die Ananas dazu. Das Bratfett der Fischstäbchen löscht du mit dem Saft der anderen Orangenhälfte ab, lässt das Ganze noch einmal aufwallen und verteilst den Sud über die Ananas und den Seelachs.

Tipp: Wenn du nicht alle Öle in deinem Küchenschrank hast, ist das nicht weiter schlimm. Bei Alnatura kannst du die unterschiedlichsten Öle in Bio-Qualität bestellen und deinen Vorrat aufstocken.

Rucola-Kartoffelsalat mit getrockneten Tomaten

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten

Das brauchst du:

  • 2 Kartoffeln (ca. 300 g)
  • 4 EL Olivenöl
  • ½ Bund Rucola
  • Handvoll Walnüsse oder Pinienkerne
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Handvoll schwarze Oliven
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • Paprikapulver scharf

So klappt die Zubereitung:

  1. Schäle und würfele die Kartoffeln und achte darauf, dass die Würfel nicht zu klein geraten. Koche sie nun in Salzwasser, bevor du sie mit etwas Olivenöl, Paprikapulver, Salz und Pfeffer anbrätst.
  2. Wasche und schneide nun den Rucola und schneide die Frühlingszwiebeln in schmale Ringe. Schneide die Oliven klein und hacke ggf. die Walnüsse.
  3. Gib nun alle Zutaten in eine Salatschüssel und mische alles zusammen mit dem restlichen Olivenöl gut durch.

Tipp: Wenn du deinen Gewürzvorrat ausbauen oder auffüllen willst, dann findest du zum Beispiel bei Just Spices alles, was du dafür benötigst und noch viel mehr. Doch auch Online-Kaufhäuser wie REWE oder Real haben ein gut bestücktes Gewürzportfolio zu bieten.

Asiatische Gemüsepfanne mit Honig-Tofu

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten

Das brauchst du:

  • 200 g Tofu
  • 150 g Zuckerschoten
  • 1 Paprika
  • 150 g Brokkoli
  • 1 Stange Porree
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Rapsöl
  • 5 EL Sojasauce
  • 1 Schuss Limettensaft

So klappt die Zubereitung:

  1. Würfele den Tofu und lege ihn in die Honig-Sojasauce-Marinade, die zu zuvor angerührt hast. Lasse den Tofu anschließend mindestens eine Stunde lang stehen. In der Zwischenzeit wäscht und putzt du den Brokkoli, die Zuckerschoten, den Porree und die Paprika. Blanchiere den Brokkoli anschließend in Salzwasser.
  2. Lasse die Tofustückchen abtropfen und fange die Marinade dabei auf. Erhitze das Öl in der Pfanne und brate den Tofu, bis er schön knusprig ist. Nimm den Tofu anschließend aus der Pfanne und stelle ihn warm.
  3. Brate nun das Gemüse mit dem restlichen Öl in der Pfanne und presse den Knoblauch dazu. Zum Schluss gibst du den Tofu samt Marinade in die Pfanne und schmeckst das Ganze mit Salz und Pfeffer ab.
Healthy Hedonism in seiner schönsten Form

Leckeres Gericht mit Honig-Tofu und Gemüse