Wenn du's gerne ruhig magst.

Urlaub im Wohnmobil: Tipps für deinen Roadtrip

An der Küste entlang den Wellen nachjagen oder doch lieber im Gebirge wandern gehen? Warum eigentlich nicht beides? Auf der Wohnmobil-Reise bestimmst allein du, wo es lang geht – und damit meinen wir sicher keinen überfüllten Campingplatz an der Adria-Küste! Cruise über Landstraßen, campe in der Natur und entdecke die Welt in deinem eigenen Rhythmus. Der Urlaub mit dem Wohnmobil bietet so einige Vorzüge, weshalb sich immer mehr Menschen für diese „freie“ Art des Reisens entscheiden.

Das „rollende Zuhause“ kommt mittlerweile in vielen Varianten mit unterschiedlicher Ausstattung daher. Je nach Anspruch hast du als ungebundener Weltenbummler die Qual der Wahl, mit welchem treuen Gefährt du die Landstraßen unsicher machst. Dank integrierter Küche, Kühlschrank, Dusche und bequemen Betten kommt auch der Luxus nicht zu kurz und bei den größeren Modellen hat sogar jeder seinen eigenen Rückzugsort – besonders auf längeren Trips braucht man mal etwas Privatsphäre.

Doch gerade als Neuling in der Wohnmobil-Szene hast du sicher die ein oder andere Frage, bevor es in den Urlaub auf vier Rädern geht. Wie sieht es mit Stellplätzen aus? Welchen Führerschein benötige ich? Wie teuer ist die Miete oder lohnt es sich sogar, ein Wohnmobil zu kaufen? Wir helfen dir!

Reisen mit dem Wohnmobil

Campingplatz, romantisch am See oder wild im Wald – die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Welchen Führerschein brauche ich für ein Wohnmobil?

Eines vorweg: Ein Wohnmobil oder einen Camping-Van durch den Verkehr zu manövrieren, ist durchaus anspruchsvoller, als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Und das traut sich sicher nicht jeder zu. Anfangs kann der Anblick schon etwas einschüchternd wirken. Doch die Unsicherheit ist schnell verflogen. Der Anbieter bzw. Verleih erklärt dir genau, was zu beachten ist und gibt dir eine entsprechende Einweisung. Danach bist du startklar.

Führerschein Klasse B ist die Voraussetzung, um ein Wohnmobil fahren zu dürfen. Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs darf jedoch nicht über 3,5 Tonnen liegen. Andernfalls benötigst du eine zusätzliche Fahrerlaubnis. Wer noch einen alten Führerschein besitzt (Fahrerlaubnis Klasse 3), darf Wohnmobile bis 7,5 Tonnen durch die Weltgeschichte bewegen.

Keine halben Sachen: Wohnmobil-Kauf

Bevor du mit dem Gedanken spielst, dir ein eigenes Wohnmobil zuzulegen, solltest du auf jeden Fall ein paar Trips mit einem gemieteten Fahrzeug absolviert haben. Je mehr Erfahrung du hast, desto besser kannst du einschätzen, welche Variante für dich die passende ist. Manchmal musst du natürlich auch selbst Hand anlegen, falls etwas kaputtgeht und du deinen Camper-Van mitten im Nirgendwo geparkt hast. Wenn du dir jedoch sicher bist und kaufen möchtest, schau doch mal auf cardo.de oder sunlight.de vorbei – dort findest du jedes Modell mit jeder möglichen Ausstattung. Über den Konfigurator kannst du dir sogar dein Traum-Mobil je nach Budget zusammenstellen.

Mehr so der Miet-Typ?

Nicht jeder kann sich den Traum vom rollenden Ferienhaus erfüllen. Außerdem lohnt sich ein Kauf auch nur, wenn du auch wirklich häufiger damit unterwegs bist. Für den gelegentlichen Urlaub genügt ein gemietetes Wohnmobil. Prinzipiell gilt – wie bei allem: je länger du mietest, desto günstiger wird es am Ende für dich. Auf rent-easy.de findest du zahlreiche Angebote und Top-Deals für die Wohnmobil-Miete. Die Online-Buchung ist unkompliziert und in wenigen Minuten abgeschlossen. Wähle einfach aus, wo du das Fahrzeug abholen möchtest, gib den Zeitraum der Reise an und wo die Rückgabe stattfinden soll.

Natürlich kannst du allerhand Zubehör wie Handtücher, Geschirr, Betten, Kindersitz oder Campingstühle kostenpflichtig dazu buchen, sodass es dir auf deinem Roadtrip an nichts fehlt. Wenn du mit Haustieren verreisen möchtest, muss das vorab mit der Wohnmobil-Vermietung besprochen werden – generell ist die Mitnahme von Hunden oder Katzen aber kein Problem. Früh buchen lohnt sich auf jeden Fall, denn meist locken die Anbieter mit attraktiven Sonderangeboten. Das schont nicht nur deinen Geldbeutel, sondern erspart dir so einigen Stress. Besonders in der Hauptsaison ist der Andrang groß. Wer die Buchung zu lange vor sich hinschiebt, geht womöglich leer aus.

Darf ich überall parken?

Unberührte Natur, glasklare Seen und ein majestätisches Bergpanorama: Nach einer langen Fahrt über Autobahnen und Landstraßen wünscht sich der freiheitsliebende Wohnmobil-Fan nichts sehnlicher, als den Campingstuhl an einem idyllischen Plätzchen auszuklappen und die erholsame Ruhe der Abgeschiedenheit zu genießen. Doch den Camping-Van direkt am Wald, Strand oder See zu parken, ist nicht immer erlaubt. Schließlich hinterlassen 3,5 Tonnen auf Rädern so einige Spuren in der Natur. Daher gibt es in vielen Ländern ausgewiesene Stellplätze, auf denen du dein Wohnmobil kostenpflichtig abstellen kannst – in den meisten Fällen saisonal geöffnete Campingplätze.

Das ist natürlich nicht die ultimative Freiheit, wie du sie dir vielleicht am Anfang vorgestellt hast. Aber um die Natur zu schützen, muss man nun mal Kompromisse eingehen. Auf dem Campingplatz zu nächtigen hat aber auch einige Vorteile: Häufig gibt es sanitäre Anlagen wie Toiletten und Duschen, man kann den Wasservorrat wieder auffüllen, Abfälle korrekt entsorgen, und sich mit anderen Reisenden über die schönsten Ziele in der Umgebung austauschen. Wird es dir von heute auf morgen zu langweilig, wirfst du den Motor an und ziehst einfach weiter.

Reisen mit dem Wohnmobil

Reisen mit dem Wohnmobil ist vielfältig, aufregend und etwas ganz Besonderes.

Verlässlich: Der ADAC-Campingführer

Wenn die Tage wärmer werden, zieht es immer mehr Reisende zu den Campingplätzen und irgendwann verwandelt sich die Stellplatzsuche in ein nervenaufreibendes Glücksspiel. Doch der Stress lässt sich leicht umgehen. Mit der Campingführer-App des ADAC hast du immer den Überblick, wo du dein Wohnmobil noch unterbringen kannst. Darüber hinaus erhältst du umfangreiche Informationen zu Lage und Größe des Platzes, kannst dir Bewertungen durchlesen und erfährst, ob Haustiere auf dem Gelände erlaubt sind. Mittlerweile umfasst die App über 8.700 Campingplätze und mehr als 7.300 Stellplätze in ganz Europa. Erhältlich für iOS und Android.

Tipps für deine Wohnmobil-Reise

  • Wohnmobil korrekt beladen: Immer darauf achten, das Gewicht möglichst gleichmäßig zu verteilen. Der Schwerpunkt sollte möglichst tief liegen. Besteht eine Links- bzw. Rechtslastigkeit, erschwert dies nicht nur das Manövrieren, das Fahrzeug kann in Kurven auch leichter ins Schleudern geraten. Besonders auf Bergpässen ist Vorsicht geboten.
  • Immer mit der Ruhe: Je langsamer du fährst, desto seltener musst du an die Zapfsäule. Der Spritverbrauch eines 3,5-Tonners liegt – je nach Fahrstil und Gelände – bei 9–16 Litern. Fährst du jedoch stets mit hoher Geschwindigkeit, erhöht sich natürlich der Verbrauch und der Urlaub wird teurer. Deshalb gilt: Immer schön gemächlich!
  • Ausreichend Verpflegung einpacken: Auf längeren Touren fährt man oft durch Gegenden ohne Supermärkte oder Restaurants. Daher solltest du immer genügend Proviant einpacken, um dich ein paar Tage autark ernähren zu können. Die meisten Wohnmobile besitzen heute einen Kühlschrank, sodass die Lebensmittel auch über einen längeren Zeitraum hinweg frisch bleiben.
  • Fahrzeug-Check: Es ist empfehlenswert, das Wohnmobil vor jeder längeren Fahrt auf Mängel zu untersuchen. Schließlich möchtest du nicht mitten in der Pampa liegenbleiben oder im Gebirge die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren. Besonders Strom- und Wasserversorgung müssen einwandfrei funktionieren. Dieser Vorab-Check ist schnell erledigt und kann dich vor unerwünschten Situationen bewahren.