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Kfz-Frühjahrscheck

Ein Mann in einem blauen Overall rollt einen Reifen

Der Frühling klopft an und mit ihm der alljährliche Frühjahrsputz für dein Fahrzeug. Das A und O eines jeden sommerfesten Autos: die Sommerreifen. Aber auch Säuberung und Pollenfilterwechsel sind jetzt angesagt. Für Freunde des Zweirads gilt: Nun müssen Reifenprofil, Bremsbeläge und Batterien gecheckt werden.

Ob Autojunkie oder Motorradfreak – wir zeigen dir in ein paar einfachen Schritten, was jetzt dringend gemacht werden muss.

Frühjahrscheck fürs Auto

Eigenregie oder Profihand – das ist hier die Frage! Denn einen Frühlingscheck kann man mit ein bisschen Geschick und Platz ganz einfach selbst machen. Du hast Lust drauf? Dann folge unseren 5 Schritten und schon ist dein Auto fit für Frühling und Sommer!

1. Reifen wechseln

Die Regel "Von O bis O" kennt jeder: Von Ostern bis Oktober sollten Sommerreifen aufgezogen sein, die restliche Zeit fahren Autos sicherer auf Winterreifen. Allerdings sind dies nur Richtwerte.

Wer Autoreifen wechseln möchte, sollte sich erstmal darüber klar werden, ob er Reifen oder Räder wechseln möchte:

  • Reifenwechsel: Der neue Reifen wird auf die Felge gezogen.
  • Radwechsel: Das komplette Rad (Reifen und Felge) wird ausgewechselt.

Der komplette Radwechsel ist in der Regel einfacher selbst zu bewerkstelligen als der Reifenwechsel, da du den Reifen nicht auf die Felge ziehen musst. Der Ablauf ist weitestgehend identisch.

Eine Collage, die einen Radwechsel zeigt

Reifen- und Radwechsel – so geht's

  • Ersten Gang einlegen und Handbremse anziehen
  • Radkappen abnehmen (nur bei Reifenwechsel!)
  • Radmuttern/Radschrauben über Kreuz mit einem Radkreuz lockern (linksherum)
  • Auto mit Wagenheber aufbocken
  • Radmuttern ganz lösen
  • Winterrad abnehmen
  • Sommerrad aufsetzen
  • Radmuttern/Radschrauben über Kreuz locker festziehen (rechtsherum)
  • Auto mit dem Wagenheber herunterlassen
  • Radmuttern festziehen
  • Radkappen aufsetzen (nur bei Reifenwechsel!)

❗ Achtung Gefahr

  • Auf keinen Fall unterm Auto arbeiten
  • Den Wagenheber nicht in der Mitte des Autos ansetzen, sondern Reifen für Reifen bearbeiten

Wichtig: Vor der ersten Fahrt nach dem Reifenwechsel musst du unbedingt an der Tankstelle den Reifendruck überprüfen! Autoreifen verlieren während der Lagerung Luft. Hat dein Reifen zu wenig Druck, steigt der Rollwiderstand und du verbrauchst mehr Benzin. Außerdem verschleißen deine Reifen schneller, was zum Reifenplatzer führen kann, und der Bremsweg wird deutlich länger. Den korrekten Reifendruck für dein Fahrzeug findest du in der Betriebsanleitung deines Autos.

Reifen müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Wir raten dir daher, deine Reifen direkt beim Reifenwechsel gründlich auf folgende Punkte zu untersuchen:

Alter

Die Faustregel ist: Nach 8 Jahren sollten Winter- wie Sommerreifen ersetzt werden – auch dann, wenn du vielleicht nicht so viel fährst und sie noch gut aussehen. Alte Reifen werden zunehmend porös und sind daher ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

Sichtbare Schäden

Sobald folgende Schäden am Reifen sichtbar sind, muss er umgehend ausgetauscht werden, da ein Reifenplatzer droht:

  • Risse
  • Beulen
  • Fremdkörper

Profiltiefe

Gesetzlich ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern vorgeschrieben! Der ADAC empfiehlt jedoch, den Reifen bereits ab einer Profiltiefe unter 4 Millimeter auszutauschen. Zum Messen der Profiltiefe benötigst du einen Messschieber, den du einfach in die Rillen des Reifenprofils schiebst.

Die Frage nach den Reifenarten kann nur individuell nach Fahrzeug beantwortet werden. Die aktuelle Reifengröße findest du in deinem Fahrzeugschein, für alternativ zugelassene Größen schau in die Betriebsanleitung. Helfen kann auch ein Blick auf den alten Reifen. Wir raten dir auf jeden Fall, dir Winter- und Sommerreifen zuzulegen und auf Reifenarten wie Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen zu verzichten, da die Kombi die sicherere Variante ist.

Die korrekte Umgebung für die Reifeneinlagerung ist dunkel und kühl – ein Keller ist also perfekt. Wer keinen Platz hat, kann seine Reifen auch in Werkstätten gegen eine Gebühr lagern lassen.

Bei der Reifeneinlagerung ist Folgendes zu beachten:

  • Markiere dir, welcher Reifen an welche Stelle des Autos kommt.
  • Erhöhe den Reifendruck um 0,5 Bar über Normaldruck, damit während der Lagerung nicht zu viel Luft entweicht.
  • Reifen sollten dunkel, kühl und trocken ohne Sonneneinfall und Kontakt mit Fett, Öl oder Lösemittel lagern.
  • Reifen, die keine Felgen haben, sollten immer aufrecht stehen. Kompletträder (Reifen + Felgen) werden einfach gestapelt.

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Eine Frau mit Einkaufstüten auf grauem Hintergrund

2. Auto waschen

Neben dem Reifenwechsel ist die Autowäsche der wichtigste Schritt zum sommerfesten Auto. Dabei geht es nicht um die Optik, sondern um Schäden an der Karosserie. Während des Winters setzt sich Streusalz am Auto ab, welches zu Rostfraß führt.

Unser Tipp: Fahr nicht direkt in die Waschstraße, da das Salz dort wie Schleifpapier wirkt und den Lack zerstört. Spül es vorab händisch mit einem Dampfstrahler ab!

Vergiss auf keinen Fall die Unterbodenpflege, denn gerade dort setzt sich eine Menge Streusalz und Dreck ab.

3. Pollenfilter wechseln

Der Wechsel des Pollenfilters ist besonders – aber nicht nur – für Allergiker wichtig. Er schützt die Insassen vor Luftverunreinigungen wie Pollen, Abgasen oder Ruß. Bei Versäumnis können sich Pilze oder Bakterien im Autoinneren absetzen. Der Wechsel sollte im Frühling vonstattengehen, da die hohe Feuchtigkeit im Winter die Pilz- oder Bakterienbildung fördert.

Eine Kollage von Pollenfiltern fürs Auto

So gelingt der Pollenfilterwechsel

  • Motorhaube öffnen und Dichtung von der Spritzwand (Abgrenzung des Motors zum Innenraum) entfernen
  • Windlauf (Plastikverkleidung) zwischen Scheibe und Spritzwand herausnehmen
  • Den darunterliegenden Pollenfilter samt Plastikrahmen herausziehen
  • Behälter säubern
  • Den alten Pollenfilter aus dem Rahmen herausnehmen und den neuen einfügen (Achtung: Den neuen Filter genauso einbauen wie den alten, damit die Luftstromrichtung stimmt)
  • Den neuen Pollenfilter samt Rahmen wieder einsetzen
  • Windlauf (Plastikverkleidung) einsetzen
  • Dichtung an Spritzwand anbringen

4. Windschutzscheibe reinigen & Scheibenwischer wechseln

  • Windschutzscheibe reinigen: klingt banal, die komplette Tiefenreinigung von Innen und Außen ist aber nach dem Winter extrem wichtig. Durch Beschlagung und Frost bildet sich ein Film, der bei Sonnenschein oder im Scheinwerferlicht zu starken Sehbehinderungen führen kann.
  • Scheibenwischer: auch sie sollten kontrolliert werden, da sie durch Schnee und Eis beschädigt sein können. In diesem Fall musst du sie unbedingt austauschen.
  • Scheibenwasser: Hast du Frostschutz im Wischwasserbehälter ist jetzt der Zeitpunkt gekommen zu einer Sommermischung zu wechseln, denn der Frostschutz beschädigt bei Hitze die Scheibe.

5. Flüssigkeiten auffüllen

Zu guter Letzt solltest du noch schauen, ob du genug Motoröl, Brems- und Kühlflüssigkeit parat hast. Ist dem nicht so, solltest du die Flüssigkeiten schleunigst nachfüllen.

Motoröl kontrollieren

  • Motorhaube öffnen
  • Ölpeilstab (farbig markiert) herausnehmen und reinigen
  • Ölpeilstab wieder hineinstecken
  • Ölpeilstab erneut herausnehmen
  • Ölstand vom Stab ablesen
  • Der Stab hat 2 Markierungen zwischen dem sich der Ölstand befinden muss
  • Wenn nötig Motoröl nachfüllen

Bremsflüssigkeit kontrollieren

  • Motorhaube öffnen
  • Behälter für Bremsflüssigkeit finden (Betriebsanleitung)
  • Bei Autos mit Messstab diesen herausnehmen und reinigen, einstecken, herausziehen und Flüssigkeitsstand ablesen
  • Neue Fahrzeuge verfügen über eine Minimum- und eine Maximum-Linie, die man von außen erkennen kann. Die Flüssigkeit muss zwischen ihnen liegen.
  • Wenn nötig Bremsflüssigkeit nachfüllen

Kühlflüssigkeit kontrollieren

  • Motorhaube öffnen
  • Behälter für Kühlflüssigkeit finden (Betriebsanleitung)
  • Der Behälter ist mit einer Minimum- und einer Maximum-Linie ausgestattet
  • Die Flüssigkeit muss zwischen den beiden Markierungen liegen
  • Wenn nötig Kühlflüssigkeit nachfüllen
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Ein Mercedes im Nebel

Frühjahrscheck fürs Motorrad

Vor deiner Tür steht ein heißer Ofen? Auch dieser muss langsam frühjahrstauglich gemacht werden. Wie beim Auto kannst du auch beim Motorrad ganz einfach selbst Hand anlegen. Was du alles überprüfen solltest, sagen wir dir!

Reinigung

Als erstes solltest du dein Motorrad ordentlich reinigen.

Dazu gehört nicht nur die Entfernung von Schmutz und Staub, sondern auch die Suche nach Lecks und Rost. Lecks müssen repariert werden, Rost dringend entfernt.

Beleuchtung

Checke Scheinwerfer, Rückleuchte und Bremslicht auf Funktionstüchtigkeit. Auch den Blinker solltest du überprüfen.

Ein Motorrad, das auf einer einsamen Straße steht

Reifen

Als nächstes solltest du die Reifen nach eventuellen Schäden untersuchen.

Bist du mit dem Ergebnis zufrieden, dann nimm dir die Profile vor. Hierzu steckst du einfach ein Profiltiefenmesser in die Rillen. Ein Motorradreifen muss mindestens eine Profiltiefe von 1,6 Millimeter haben, besser sind jedoch 2-3 Millimeter.

Zuletzt schaust du dir noch den Reifendruck an. Nach einer längeren Standzeit wirst du den Reifen vermutlich aufpumpen müssen. Wie viel Bar deine Reifen benötigen, steht in deinem Handbuch.

Batterie

Nun geht es an die Batterie. Solltest du die Batterie während des Winters entfernt haben, musst du sie jetzt nur noch laden und wieder einbauen. Wenn nicht, solltest du sie jetzt ausbauen. Der Ein- und Ausbau funktioniert wie folgt:

  • Ausbau: erst Minus-, dann Pluskabel lösen, Batterie herausnehmen
  • Laden: ans Ladegerät anschließen
  • Einbau: erst Plus-, dann Minuskabel befestigen, Pole mit Polfett einreiben

Sollte sich die Batterie nicht mehr vollständigen laden, musst du dir eine neue zulegen.

Bremsen

Bevor du dich auf dein Motorrad schwingst, musst du dringend die Bremsen kontrollieren:

  • Bremsbeläge: Der Bremsbelag muss immer stärker als ein Millimeter sein. In der Regel findest du eine Markierung am Belag, die dir Aufschluss über die Stärke gibt. Ist es weniger, muss der Belag gewechselt werden.
  • Bremsleitungen: Bremsleitungen sollten auf poröse oder undichte Stellen untersucht werden.
  • Bremswirkung: Die Bremsen müssen zügig reagieren. Auch dies solltest du vorab testen.

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Antriebskette

Die Antriebskette muss erst gereinigt und dann geschmiert werden. Zum Abschluss kontrollierst du, ob die Kette die korrekte Spannung hat. Wie hoch diese ist, erfährst du in deinem Handbuch. Ist die Spannung inkorrekt, kannst du die Kette einfach selbst nachspannen.

Hast du Verschleißerscheinungen wie verzogene Ritzelzähne entdeckt, so musst du die Kette ersetzen.

produkt bild

Flüssigkeiten

Diese Flüssigkeiten sollten vor der ersten Fahrt überprüft und gegebenenfalls aufgefüllt werden:

  • Motoröl
  • Bremsflüssigkeit (muss alle zwei Jahre komplett ausgewechselt werden)
  • Kühlflüssigkeit
  • Kardanöl (nur bei Kardanfahrzeugen)

Zündkerzen

Die Zündkerzen und Zündkerzenstecker müssen fest sein. Entdeckst du bei deiner Kontrolle Öl, Ruß oder Ablagerungen, sollte die Zündkerze getauscht werden.

Turnusmäßig müssen die Kerzen nach knapp 100.000 Kilometern getauscht werden.

Vergaser

Hast du ein Motorrad mit Vergaser, so solltest du vor der ersten Fahrt nach Lecks schauen.

Wenn du die Schwimmerkammern nicht vor deiner Fahrpause entleert hast, müsstest du ebenfalls die Vergaserdüsen reinigen, denn dort kann sich Harz abgelagert haben.

Luftfilter

Auch der Luftfilter muss nun gereinigt oder ganz ausgetauscht werden. Wie oft der Filter gereinigt werden muss, entnimmst du den Wartungsangaben deines Fahrzeugs.