Ganzjahresreifen Vergleich

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Wer ein Auto hat, kennt mir Sicherheit das langwierige und aufwendige Prozedere des Reifenwechsels. Es kostet Zeit, Nerven und Geld. Besitzer von Sommer- und Winterreifen müssen das Ganze sogar zwei Mal im Jahr erledigen. Wer sich den saisonbedingten Reifenwechsel ersparen möchte, setzt auf Ganzjahresreifen. Doch welche sollen es sein? Im Handel gibt es die verschiedensten Modelle und Ausführungen – und die Qualität der unterschiedlichen Reifenmodelle ist bei Weitem nicht immer gleichermaßen gut. Mit unserem Ganzjahresreifen Test wollen wir dir die Kaufentscheidung erleichtern und präsentieren dir unsere Preis-Leistungs-Sieger.

Vergleichssieger
Firestone Multiseason GEN 02
Continental AllSeasonContact XL M+S
Hankook Kinergy 4S 2 H750 M+S
Goodyear Vector 4Seasons G2 M+S
Michelin Cross Climate+ M+S
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HerstellerFirestone CONTINENTAL HANKOOK Goodyear MICHELIN
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ModellMultiseason GEN 02AllSeasonContact XL M+SKinergy 4S 2 H750 M+S4Seasons G2 M+SCross Climate+ M+S
Typ225/65 R17 102H205/55R16 94V175/65R14 82T195/65R15 91H205/55R16 91H
Felgengröße1716141516
Reifenbreite225205175195205
KraftstoffeffizienzklasseCBCCC
NasshaftungsklasseBBBBB
Geräuschemissionk.A72 dB71 dB68 dB69 dB
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HerstellerFirestone
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ModellMultiseason GEN 02
Typ225/65 R17 102H
Felgengröße17
Reifenbreite225
KraftstoffeffizienzklasseC
NasshaftungsklasseB
Geräuschemissionk.A
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Continental AllSeasonContact XL M+S
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HerstellerCONTINENTAL
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ModellAllSeasonContact XL M+S
Typ205/55R16 94V
Felgengröße16
Reifenbreite205
KraftstoffeffizienzklasseB
NasshaftungsklasseB
Geräuschemission72 dB
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Hankook Kinergy 4S 2 H750 M+S
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HerstellerHANKOOK
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ModellKinergy 4S 2 H750 M+S
Typ175/65R14 82T
Felgengröße14
Reifenbreite175
KraftstoffeffizienzklasseC
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Goodyear Vector 4Seasons G2 M+S
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HerstellerGoodyear
VerfügbarkeitVersandbereit in 1-2 Tagen.
Modell4Seasons G2 M+S
Typ195/65R15 91H
Felgengröße15
Reifenbreite195
KraftstoffeffizienzklasseC
NasshaftungsklasseB
Geräuschemission68 dB
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HerstellerMICHELIN
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ModellCross Climate+ M+S
Typ205/55R16 91H
Felgengröße16
Reifenbreite205
KraftstoffeffizienzklasseC
NasshaftungsklasseB
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Zuletzt aktualisiert am Oktober 22, 2020 um 14:15 Uhr. Änderung der Preise, Lieferzeit & -kosten zwischenzeitlich möglich. Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Autor: | Letzte Aktualisierung: 15.10.2020
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Das kleine 1×1 des Ganzjahresreifen-Kaufs

Taxis auf Straße im Winter.Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • Ganzjahresreifen eigenen sich für warme Sommermonate und fürs ungemütliche Winterwetter
  • Sie stellen einen Mittelweg zwischen Sommer- und Winterreifen dar
  • Es gibt je nach Reifenmodell teils deutliche Qualitätsunterschiede.
  • Vor dem Reifenkauf solltest du ganz genau überprüfen, ob sich die Ganzwetterreifen für dein Fahrzeugmodell eignen.

Häufig gestellte Fragen zu Ganzjahresreifen

Wie lange halten Ganzjahresreifen?

Wie lange Allwetterreifen halten und wann du sie wechseln solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielt natürlich die Qualität der Reifen eine Rolle sowie die Frage danach, wie oft und wie viel du fährst. Auch dein persönlicher Fahrstil gehört zu den wichtigsten Faktoren für die Lebensdauer der Reifen. Es hat sich gezeigt, dass Vielfahrer ihre Ganzjahresreifen durchschnittlich bereits nach 35.000 gefahrenen Kilometern wechseln müssen, während diejenigen, die ihr Auto nicht so oft benutzen, einen Wechsel nach etwa 50.000 Kilometern durchführen sollten.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Reifen mit Wintereigenschaften ein Profil mit einer Tiefe von mindestens 1,6 Millimetern ausweisen müssen. Die Experten empfehlen allerdings ein deutlich tieferes Profil, da mit der Profiltiefe die Fahrsicherheit steigt. So rät beispielsweise der ADAC dazu, Reifen nur bis zu einer Profiltiere von 4 Millimetern zu benutzen, da ab dieser Tiefe die Bremsleistung bei nassem Untergrund stark abnimmt. Der TÜV gibt eine Empfehlung für eine Profiltiefe von höchstens 3 Millimeten.

Was sind Ganzjahresreifen?

Wie der Name bereits verrät, sind Ganzjahresreifen für jede Jahreszeit und jede Witterung geeignet. Während Sommerreifen und Winterreifen nur für die jeweiligen Jahreszeiten entwickelt werden, kannst du Allwetterreifen das ganze Jahr über nutzen. Die regelmäßigen Reifenwechsel entfallen, du kannst dir die Kosten fürs Wechseln sparen und musst dir keinen Platz suchen, an dem du die nicht benötigten Saisonreifen einlagerst.

Prinzipiell sind Ganzjahresreifen Winterreifen, die du auch im Sommer fahren kannst. Als Winterreichen werden sie auch gesetzlich eingestuft. Allwetterreifen sind mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet, das eine Schneeflocke vor einem dreizackigen Berg darstellt. Nur mit dieser Kennzeichnung sind Reifen auch wintertauglich – sie genügen der Winterreifenpflicht, die bei Schnee, Eis und Glätte gilt.

Was ist der Unterschied zwischen Ganzjahresreifen und Allwetterreifen?

Zwischen diesen beiden Bezeichnungen gibt es keinen Unterschied. Beide Begriffe beschreiben dieselbe Reifenart, die sich für Wetteranforderungen das gesamte Jahr über eignen. So kannst du dich bei der Suche stets sicher sein, dass du bei beiden Begriffen nichts falsch machen kannst.

Wie kann ich die Profiltiefe nachmessen?

Um ganz sicher zu gehen, dass deine Reifen nicht zu stark abgefahren sind, kannst du einen ganz einfachen Trick anwenden. Nimm eine 2-Euro-Münze und stecke sie zwischen zwei Profilblöcke. Der Rand der Münze ist genau 4 Millimeter breit. Ist der Silberrand nicht zu sehen, ist mit den Reifen alles in bester Ordnung. Wenn der Rand bereits herausschaut, dann bedeutet es, dass es bald Zeit für neue Reifen wird.

An den Reifen ist außerdem oftmals der sogenannte „Tread Wear Indicator“ zu finden. Bei der Reifenverschleißanzeige handelt es sich um eine kleine Erhebung auf der Reifenoberfläche, die zu besseren Sichtbarkeit mit „TWI“ gekennzeichnet ist. Sie ist genau 1,6 Millimeter hoch – entspricht also der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesthöhe von Reifenprofilen. Wenn sich der Indikator und das Profil auf gleicher Höhe befinden, wird es Zeit für einen Reifenwechsel.

Für wen sind Ganzjahresreifen geeignet?

Grundsätzlich eignen sich Allwetterreifen nicht für jeden Fahrer. Ob du Ganzjahresreifen kaufen solltest, hängt in erster Linie davon ab, wo und wie oft du dein Auto nutzt. Vor allem bei einer geringen Jahreskilometerleistung und bei der Nutzung überwiegend in der Stadt sind Allwetterreifen ideal. Der erhöhte Abrieb kommt dabei nicht so sehr zum Tragen wie bei Vielfahrern, die Jahr für Jahr etliche Kilometer zurücklegen. In ländlichen Gebieten und vor allem bei viel Eis und Glätte solltest du der Qualität der Reifen besondere Aufmerksamkeit schenken, denn viele Modelle der Allwetterreifen sind solchen Anforderungen nicht gewachsen.

Kann ich mit Ganzjahresreifen in den Urlaub fahren?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen – allerdings sind einige Aspekte zu beachten. So solltest du dich vorab über die Straßen und Wetterbedingungen deiner Reiseroute informieren. Starker Schneefall oder extreme Glätte wird viele Ganzjahresreifen nämlich überfordern. Zudem gelten in einigen Ländern besondere Vorschriften, was den Einsatz von Allwetterreifen angeht.

So können zum Beispiel Autos in Italien in der Sommersaison nur dann Alljahresreifen fahren, wenn deren Geschwindigkeitsindex mit den Angaben im Fahrzeugschein übereinstimmt. Im Winter darf der Speed-Index dagegen niedriger sein als in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Am besten schaust du noch vor Reisebeginn nach, ob in deinem Zielland und auf dem Weg dorthin besondere Regelungen für Ganzjahresreifen gelten.

Wie teuer sind Alljahresreifen?

Wer Ganzjahresreifen kaufen will, stellt sich natürlich die Frage danach, wie viel sie kosten. Im Handel gibt es Modelle verschiedener Preisklassen. Günstige Allwetterreifen können bereits 30-40 Euro kosten. Richtig gute und hochwertige Ganzjahresreifen bekommst du für etwa 80-150 Euro pro Reifen. Beachte, dass die Preise im Handel meist pro Stück angegeben werden und du den angezeigten Preis mal vier rechnen musst.

Hat die Stiftung Warentest einen Ganzjahresreifen Test durchgeführt?

Einen reinen Ganzjahresreifen Test hat die Stiftung Warentest bislang nicht durchgeführt. Allerdings gibt es einen Test, in dem die Stiftung Warentest Winterreifen und Allwetterreifen geprüft und miteinander verglichen hat. Dabei sind bei beiden Reifenvarianten sowohl Stärken als auch Schwächen entdeckt worden.

Einen Ganzjahresreifen Test gibt es auch beim ADAC zu entdecken. Die Reifentests führte der Automobilclub nach verschiedenen Aspekten und Leistungsmerkmalen der Reifen. Nicht alle Modelle konnten im Test überzeugen. Die Bewertungen hat der ADAC auf einen Blick zusammengestellt.

Wie entsorge ich alte Autoreifen?

Haben deine Ganzjahresreifen ihren Dienst getan, musst du sie sachgemäß entsorgen. Am einfachsten ist es, sie bei deinem Reifenhändler abzugeben. Die meisten Händler nehmen und entsorgen deine alten Reifen kostenlos, wenn du dir neue kaufst. Auch der Recycling- und Wertstoffhof in deiner Nähe wird die Autoreifen annehmen. Allerdings musst du hier mit einer Gebühr rechnen, wobei diese in den meisten Fällen nicht allzu hoch ist.

Diese Features sollten deine Ganzjahresreifen haben

Autoreifen nah.

Ganzjahresreifen Test – Feature 1: Größe der Reifen

Jedes Fahrzeugmodell benötigt eine andere Reifengröße, sodass du nicht einfach wahllos einen Satz Reifen kaufen kannst. Die erforderliche Größe der Reifen für dein Auto findest du zum Beispiel in deinem Fahrzeugschein. Dort wirst du unter der Kennziffer 20-23 die zulässige Reifengröße für deinen Fahrzeugtyp entdecken.

Die Informationen zur Größe der Reifen findest du aber auch am Reifen selbst. An der Flanke, der Seite des Reifens, siehst du die Reifenkennzeichnung. Die Zahlen-Buchstabenkombination wird dir viele wichtige Informationen rund um den Reifen verraten. Die ersten drei Zahlen stehen für die Reifenbreite in Millimetern. Die folgenden beiden für das Höhen- und Breitenverhältnis in Prozent.

Ganzjahresreifen Test – Feature 2: Geschwindigkeitsindex

Dieser Wert sagt aus, für welche Maximalgeschwindigkeit ein Ganzjahresreifen zugelassen ist. Bis zu dieser Höchstgrenze sichert der Reifenhersteller zu, dass die Reifen einen einwandfreien Betrieb gewährleisten – korrekter Reifendruck vorausgesetzt. Den Geschwindigkeitsindex findest du an letzter Stelle der Reifenkennzeichnung. Er wird in Buchstaben ausgedrückt. Auch im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 findest du die entsprechenden Informationen. Der zulässige Speed-Index für dein Fahrzeug ist in den Zeilen 15.1 und 15.2 eingetragen.

Ganzjahresreifen Test – Feature 3: Tragfähigkeitsindex/Lastindex

Auch dieses Merkmal eines Reifens ist wichtig. Den entsprechenden Wert findest du auf der Reifenflanke genau vor dem Speed-Index. Der Tragfähigkeitsindex sagt etwas über die Höchstlast, mit der ein Reifen zurechtkommt und für die dieser Reifen zulässig ist. Der Traglastindex und der Speed-Index ergeben zusammen das Leistungsniveau eines Reifens.

Ganzjahresreifen Test – Feature 4: Felgendurchmesser

Nicht jede Felge passt auf jeden Reifen. Wenn du nicht Kompletträder kaufen möchtest, sondern dir die Reifen und die Felgen selbst zusammenstellen willst, solltest du auch diese Kennzahl kennen. Den Durchmesser der Felge, die zu deinem Ganzjahresreifen passt, findest du ebenfalls in der Reifenkennzeichnung. Die Größe siehst du nach den Angaben zum Speed- und Last-Index.

Ganzjahresreifen Test – Feature 5: Nasshaftung der Reifen

Seit dem Jahr 2002 schreibt die EU vor, dass alle Reifen mit einem sogenannten Reifen-Label gekennzeichnet sind, die etwas über die Nasshaftung, die Geräuschentwicklung und die Kraftstoffeffizienz eines Reifens aussagen. Die Nasshaftung ist dabei die wichtigste Kennzeichnung – zumindest, was die Sicherheit der Fahrer und Insassen angeht. Dass sich eine nasse Fahrbahn negativ auf die Bremseigenschaften eines Fahrzeugs auswirkt und zum Beispiel den Bremsweg verlängert, ist hinlänglich bekannt. Dass beim Bremsweg auch die Reaktionsfähigkeit der Fahrer eine Rolle spielt, auch.

Allerdings hängt die Länge des Bremswegs auch stark von der Qualität und Beschaffenheit der Reifen ab. Daher hat die EU fünf verschiedene Klassen definiert, die die Verlängerung des Bremswegs beschreiben. Die Klasse zeigt somit den Wirkungsgrad der Reifen und macht zum Beispiel einen Ganzjahresreifen-Vergleich möglich:

  • Klasse A: Bei diesen Reifen gibt es keine Verlängerung des Bremsweges bei nasser Fahrbahn.
  • Klasse B: Im Vergleich zu der A-Klasse ist der Bremsweg drei Meter länger.
  • Klasse C: Gegenüber der Klasse A gilt hier ein sieben Meter längerer Bremsweg.
  • Klasse E: Der Bremsweg ist bei diesen Reifen insgesamt zwölf Meter lang.
  • Klasse F: Bei dieser Klasse gibt es einen 18 Meter langen Bremsweg.

Um diese Werte zu ermitteln, wurde bei der Klassifizierung eine Fahrzeuggeschwindigkeit von 80 km/h zugrunde gelegt.

Ganzjahresreifen Test – Feature 6: Kraftstoffeffizienz/Rollwiderstand

Ja, auch die Reifen machen einen Unterschied beim Kraftstoffverbrauch. Je höher der Rollwiderstand ist, desto mehr Kraftstoff wird das Fahrzeug auf lange Sicht verbrauchen. Um hier eine Unterscheidung zu ermöglichen, hat die EU sechs Klassen definiert. Die Klasse A steht für den geringsten Rollwiderstand und die höchste Kraftstoffeffizienz. Es kann einen großen Unterschied ausmachen, ob du Reifen mit Klasse A oder Klasse G benutzt – und du solltest nicht vergessen, einen entsprechenden Ganzjahresreifen Test zu konsultieren.

Ganzjahresreifen Test – Feature 7: Externes Abrollgeräusch

Wie laut deine Allwetterreifen bei der Fahrt sind, erkennst du auf dem Reifen-Label ebenfalls auf einen Blick. An der unteren Seite des Labels siehst du ein Lautsprecher-Symbol und daneben einen bis drei Viertelringe. Je weniger Ringe, desto leiser das Außenfahrgeräusch des Reifens:

  • Drei Ringe: Hierbei handelt es sich um ein Reifenmodell, das den EU-Grenzwert einhält, der bis zum Jahr 2016 gültig war.
  • Zwei Ringe: Solche Reifen halten den aktuellen, seit 2016 gültigen Maximalwert ein – oder unterschreiten ihn um bis zu drei Dezibel.
  • Ein Ring: Den EU-Wert für maximale Lautstärke unterschreiten solche Reifen um mehr als drei Dezibel.
Neben dem Symbol siehst du die tatsächlich ermittelte Lautstärke des Reifens in Dezibel. Wenn du einen Ganzjahresreifen-Vergleich durchführst und dabei zwei Modelle mit gleichen Nasshaftung- und Kraftstoffeffizienzwerten vor dir hast, solltest du dich für die leiseren Reifen entscheiden.

Vor- und Nachteile von Ganzjahresreifen

Vorteile
  • Das ganze Jahr über verwendbar
  • Kostenersparnis, da keine Saisonreifen erforderlich
  • Zeitersparnis, da der regelmäßige Reifenwechsel entfällt
  • In vielen Preisklassen erhältlich
Nachteile
  • Allwetterreifen sind bei extremem Winterwetter oftmals nicht geeignet
  • Höherer Verschleiß im Sommer als bei Sommerreifen
  • Höherer Kraftstoffverbrauch im Sommer im Vergleich zu Sommerreifen
Im Grunde genommen sind Allwetterreifen ein Kompromiss, der nicht ganz an die spezifischen Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen herankommt. Es ist daher umso wichtiger, einen Ganzjahresreifen Test zu konsultieren und einen umfangreichen Ganzjahresreifen-Vergleich durchzuführen. Nur so stellst du sicher, dass du die beste Qualität für dein Geld bekommst und bei allen Fahrbahneigenschaften sicher fährst.

Verschiedene Reifenarten: So kannst du sie erkennen

Fahrzeugreifen können allesamt in drei Kategorien eingeteilt werden: Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen. Es ist möglich, sie auf einen Blick zu erkennen – und wir verraten dir, worauf du achten solltest:

  • Winterreifen: Reifen für den Winter erkennst du an den vielen Lamellen an der Reifenoberfläche. Diese Lamellen sind dazu da, dem Fahrzeug auf glatten und rutschigen Böden Grip zu geben. Sie bestehen im Vergleich zu Sommerreifen aus weicherem Gummi, damit sie auch bei niedrigen Temperaturen Fahrstabilität und einen kurzen Bremsweg gewährleisten.
  • Sommerreifen: Lamellen sind auf Sommerreifen nicht zu finden, dafür sind sie mit breiten Längsrillen ausgestattet. Diese sollen bei nasser Fahrbahn möglichst viel Flüssigkeit aufnehmen und dadurch auch bei Regen Fahrstabilität ermöglichen. Außerdem gibt es auf Sommerreifen keine bis wenige steife Profilblöcke an der Oberfläche. Dadurch wird sichergestellt, dass die Fahrsicherheit bei allen Untergründen und Fahrsituationen bestehen bleibt.
  • Ganzjahresreifen: Allwetterreifen stellen optisch eine Mischung aus den beiden oben beschriebenen Reifenarten dar. Sie haben sowohl kleine Lamellen als auch breite Längsrillen. Die Gummizusammensetzung der Ganzjahresreifen ist dafür gedacht, mit Temperaturen von -30 und 40 Grad Celsius zurechtzukommen. Das Material ist weicher als bei den Sommerreifen und härter als bei den Winterreifen.

Spezielle Ganzjahresreifen, die du kennen solltest

Neben klassischen Allwetterreifen gibt es im Handel noch besondere Reifenausführungen, die wir dir gerne vorstellen möchten:

Reinforced-Reifen

Der englische Begriff „reinforce“ bedeutet „verstärken“. Reinforced-Reifen sind einlagig verstärkt und somit für höhere Gewichtsbelastungen geeignet als herkömmlichen Fahrzeugreifen. Sie sind zum Beispiel für SUVs, Kleintransporter und Geländewagen entwickelt worden. Je nach Hersteller sind die Reinforced-Reifen an den Bezeichnungen „XL“, „EL“, „RFD“ oder „reinf“ zu erkennen.

Runflat-Reifen

Hierbei handelt es sich um eine besondere Reifenvariante, die dir in einigen Situationen eine unbezahlbare Hilfe sein kann. Ein platter Reifen ist unschön und hindert den Fahrzeugbesitzer am Weiterfahren. Wer trotzdem mit einem Platten herumfährt, hat mit erschwerter Lenkbarkeit des Autos zu kämpfen und riskiert irreparable Schäden der Felgen.

Mit Runflat-Reifen kannst du trotz Luftverlust sicher weiter fahren. Zu verdanken ist dies der besonderen Bauweise der Fahrzeugreifen. Sie sind mit verstärkten Seitenwänden oder mit Stützringen aus Gummi ausgestattet. Mit solchen Reifen schaffst du es auch ganz ohne Luftdruck und ohne Schäden bei einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h bis zu 300 Kilometer weit, bevor auch sie instand gesetzt werden müssen.

Diese Hersteller bieten gute Allwetterreifen an

Der Hersteller allein sagt noch nichts über die Qualität der Reifen aus. Wenn du aber gute Ganzjahresreifen kaufen willst, ist es nicht verkehrt zu wissen, welche Hersteller allgemein für hochwertige Produkte und langlebige Reifen stehen. Zu den bekanntesten und Beliebtesten Herstellern von Allwetterreifen gehören:

  • Michelin
  • Goodyear
  • Vredenstein
  • Pirelli
  • Continental
  • Goodride
  • Cooper
Führe in jedem Fall einen Vergleich unterschiedlicher Produkte durch und vergiss nicht, dich im Ganzjahresreifen Test über die Vor- und Nachteile verschiedener Modelle zu informieren. Nur so findest du Allwetterreifen, mit denen du noch lange zufrieden sein kannst.

Tipps für längere Haltbarkeit von Ganzjahresreifen

Abseits der oben beschriebenen Faktoren für die Abnutzung der Allwetterreifen gibt es für dich die eine oder andere Möglichkeit, ihre Lebensdauer zu verlängern. So solltest du zum Beispiel stets den Reifendruck im Blick behalten. Reifen mit zu niedrigem Druck erhitzen bei der Fahrt sehr stark und nutzen sich daher schneller ab. Wenn du dagegen zu viel Druck auf den Reifen hast, wird sich der Grip beim Fahren verringern.

Zudem ist die korrekte Einstellung des Fahrwerks wichtig, wenn du das Maximum aus der Lebensdauer der Ganzjahresreifen herausholen willst. Wenn die Spur oder der Sturz verstellt sind, werden die Laufflächen der Reifen nicht gleichmäßig belastet und nutzen sich an einigen Stellen stärker ab als an anderen. Ein Fahrwerk kann sich schnell und unbemerkt von allein verstellen, selbst kleine Stöße an der Bordsteinkante könnten ausreichen. Die Empfehlung lautet daher, alle zwei Jahre die Achse vom Fachmann vermessen zu lassen.

Ganzjahresreifen selber wechseln: Schritt für Schritt Anleitung

Früher oder später musst du auch deine Ganzjahresreifen austauschen und gegen neue Reifen ersetzen. Wenn du dir den Gang zur Fachwerkstatt ersparen möchtest und etwas Neues lernen willst, kannst du dich auch Selbst am Reifenwechsel versuchen. Dieses Wissen ist aber auch praktisch, wenn ein Reifen unterwegs schlapp macht:

  1. Zunächst benötigst du die passende Ausrüstung und Werkzeug. Dazu gehören Wagenheber, Unterstellbock, Drehmomentschlüssel, Felgenschlossschlüssel, Radkreuz und eine Drahtbürste. Willst du deine Reifen auf Dauer regelmäßig wechseln, investiere ein wenig und besorge dir einen praktischen Hydraulikwagenheber.
  2. Überprüfe die Schrauben und Muttern auf Rost und Beschädigungen. Rostige Stellen reinigst du ggf. mit der Drahtbürste. Wenn du deinem Wagen gebrauchte Reifen aufziehst, schaue zuvor genau nach, ob Schäden vorhanden sind.
  3. Ziehe die Handbremse des Autos an und lege den ersten Gang ein. Wenn du ein Automatikauto hast, bringe den Schalthebel in die „P“-Stellung.
  4. Sollte eine Radkappe vorhanden sein, ziehe sie ab. Löse die Radmuttern und Bolzen des Rads zuerst ca. eine Vierteldrehung.
  5. Setze den Wagenheber an der richtigen Stelle an. Wo genau du ihn platzieren musst, findest du in den Fahrzeugpapieren heraus. Hebe den Wagen auf die vorgeschriebene Montagehöhe.
  6. Schraube nun die Radmuttern vollständig ab und nimm das Rad ab, das du anschließend unter das Fahrzeug legst.
  7. Reinige die Auflageflächen, bevor du das neue Rad aufsteckst. Wirf außerdem auch gleich mal einen Blick auf die Bremsbeläge. Nachdem das Rad aufgesteckt ist, schraube die Muttern handfest mit dem Radkreuz an.
  8. Senke das Fahrzeug nun so herab, dass der neue Reifen gerade auf dem Boden steht. Vergiss nicht, das alte Rad unter dem Auto wegzunehmen.
  9. Drehe die Radmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an. Gehe dabei mit großer Sorgfalt vor und schraube über Kreuz.
Eines solltest du aber beachten: Bei großen, schweren Fahrzeugen, wie zum Beispiel SUVs, solltest du den Wechsel besser in der Werkstatt vornehmen lassen – vor allem, wenn du noch unerfahren bist.

Ganzjahresreifen Test: Darauf solltest du unbedingt achten

Reifenwechsel.

Nachdem du dich nun über alles Wichtige im Zusammenhang mit Allwetterreifen informiert hast, kannst du damit beginnen, einen Ganzjahresreifen-Vergleich anzugehen. Bedenke aber zuvor noch die persönlichen Aspekte, die beim Kauf der Reifen eine Rolle spielen sollten und finde die Antworten auf die folgenden Fragen:

  • In welchen Regionen ist das Fahrzeug unterwegs? Je extremer die Außenbedingungen sind, desto höhere Ansprüche solltest du an deine Reifen stellen. Führe unbedingt vor dem Kauf einen entsprechenden Ganzjahresreifen Test durch, um das Optimum für die Anforderungen zu bekommen. In gemäßigten Klimaregionen kommen die meisten Ganzjahresreifen gut zurecht. Besonders schlechte Wetterbedingungen mit Glätte oder viel Nässe erfordern Reifen mit starkem Profil und hochwertigen Materialien. Nicht alle Ganzjahresreifen werden mit besonderen Herausforderungen zurechtkommen.
  • Welches Budget hast du zur Verfügung? Wenn dein Budget groß genug ist, ist die Auswahl der Ganzjahresreifen entsprechend groß. Ist das Budget dagegen knapp bemessen, solltest du dir Zeit nehmen und einen Ganzjahresreifen-Vergleich durchführen. Im niedrigen Preissegment ist nicht immer gute Reifenqualität gegeben. Da Ganzjahresreifen sowieso nicht ganz mit reinen Winterreifen mithalten können, solltest du genauer hinschauen und Reifen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.
  • Welche Anforderungen bringt dein Fahrzeug mit? Wie bereits erklärt, passen nicht alle Reifenmodelle auf alle Fahrzeuge. Es gibt dabei so einige Faktoren und Merkmale zu beachten. Setze dich im Vorfeld mit den Anforderungen deines Autos auseinander und erspare dir den Fehlkauf und den Umtausch.
Strafe bei zu geringer Profiltiefe: Wie weiter oben bereits erwähnt, sollte die Tiefe des Reifenprofils bei mindestens 1,6 Millimetern liegen. Wer diese Vorgaben nicht einhält und stärker abgefahrene Reifen benutzt, muss mit Strafen rechnen. Für einen solchen Verstoß zahlen Fahrer 60 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg.