Über das Teilen: Eine kurze Bestandsaufnahme
In der Gesellschaft ist der gemeinschaftliche Konsum als neuer Trend angekommen. Über Online-Dienste teilt man Werkzeuge, Bücher, Wohnungen, Essen und auch Autos. Es gibt unterschiedliche Intentionen bei diesem Thema. Während einer schlichtweg Kosten sparen möchte, engagieren sich andere damit für den Umweltschutz oder möchten dem Kapitalismus den Kampf ansagen. Insbesondere in Großstädten wird es immer selbstverständlicher, dass man über Communitys Gegenstände teilt. Man bietet online via Couchsurfing sogar seine linke Betthälfte an, wenn ein Reisender eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit sucht.
Was ist Carsharing und welche Vorteile hat es für dich?
Das Carsharing reiht sich genau in diesen Trend ein. Du kannst die Vorzüge eines eigenen Autos nutzen, ohne dir dabei eines kaufen zu müssen, bleibst flexibel, hast dabei aber weder Anschaffungs-, noch Reparatur- oder Wartungskosten bzw. leistest diese anteilig mit der Carsharing-Gebühr. Und du kannst dir je nach Bedarf immer wieder ein neues Fahrzeug aussuchen. Auch wenn du dein privates Fahrzeug mit anderen teilst, profitierst du davon, dass du während der Zeit, in der du das Auto nicht nutzt, sogar noch Geld einnimmst. Denn selbst während der Standzeiten verursacht das Fahrzeug Fixkosten wie Versicherung oder Parkgebühren – diese können durch die Carsharing-Einnahmen auf die Schultern aller Nutzer verteilt werden.
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Die Carsharing-Konzepte
Es gibt verschiedene Konzepte, zwischen denen du dich entscheiden kannst:
Privates Carsharing
Bei dieser Form des Carsharings kannst du privat ein Auto mieten oder aber dein eigenes Auto zur Vermietung zur Verfügung stellen. Dies passiert in der Regel per App. Hast du ein geeignetes Fahrzeug gefunden, das zu deinem Wunschtermin noch frei ist, stellst du eine Mietanfrage. Darin teilst du dem Besitzer des Fahrzeugs mit, wofür du es brauchst, wer dich begleitet und wohin du fahren möchtest. Meistens ist dies aber keine Pflicht. Es liegt dann im Ermessen des Besitzers, deine Anfrage zu bestätigen oder abzulehnen. Plattformen für das private Carsharing sind snappcar.de und get-a-way.com.
Professionelle Carsharing-Anbieter
Durch die hohe Nachfrage an Carsharing-Angeboten bieten mittlerweile zahlreiche Unternehmen kommerzielle Carsharing-Dienste an. Dabei gibt es mehrere Modelle für die Stationierung der Fahrzeuge, welche für alle Anbieter gelten:
- Flexibles Carsharing (Free-Floating)
Bei diesem Modell werden die Fahrzeuge im öffentlichen Raum geparkt. Der Nutzer kann das Auto flexibel an einem Ort innerhalb des Geschäftsgebietes der Stadt abstellen, von wo es dann vom nächsten Nutzer abgeholt wird. Über eine App wird der genaue Standort des Fahrzeugs angezeigt. - Carsharing mit festen Mietstationen (Station-Based)
Beim stationsbasierten System mieten die Carsharing-Anbieter bestimmte Bereiche an, die nicht von anderen benutzt werden dürfen. Das können Parkflächen auf bestimmten Straßenzügen sein oder auch ganze Bereiche. Das Fahrzeug muss dort wieder abgestellt werden, wo es abgeholt wurde. - Kombiniertes Carsharing
Bei diesem Konzept werden beide vorherigen Modelle miteinander kombiniert. Die Flotte wird gesplittet. Einige Fahrzeuge werden an festen Stationen geparkt, während andere quasi am Straßenrand abgestellt und vom neuen Nutzer über eine App lokalisiert werden.

Carsharing – Auto mieten leicht gemacht.
Welche Anbieter gibt es für Carsharing?
Einige Carsharing-Anbieter sind nur lokal tätig, andere bundesweit. Sie unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf die Stationierung der Fahrzeuge, sondern auch im Preismodell, in der Größe der Fahrzeugflotte und in der Höhe der Anmeldegebühr. Während bei der privaten Vermietung meist eine Tagespauschale erhoben wird, sind die Preismodelle der Free-Floating- und Station-Based-Anbieter deutlich komplexer. Sie rechnen entweder im Minutentarif ab, bei dem du die Kosten pro gefahrener Minute zahlst oder kalkulieren pro Stunde mit einem zusätzlichen Kilometer-Tarif.
Es gibt stationsbasiertes und stationsunabhängiges Carsharing und manchmal auch Anbieter, die beides haben. Darunter gibt es dann Anbieter, die eigene Autoflotten haben, andere die private Autos vermitteln und wieder andere, die private und eigene Anbieter-Autos vermitteln.
Die bekannsten Carsharing-Anbieter sind SHARE NOW, SIXT share, Flinkster und Cambio.
In welchen Städten gibt es Carsharing?
Laut dem Bundesverband für Carsharing gibt es dieses Share-Modell mittlerweile in über 500 Städten in ganz Deutschland. Nicht jeder Anbieter ist jedoch überall vertreten. Du musst also individuell für deine Stadt prüfen, welche Angebote es gibt. In allen größeren Städten wie Berlin, Hamburg, Köln oder Düsseldorf herrscht eine deutlich größeren Auswahl als in kleineren Städten. Wenn du in einer kleinen Gemeinde wohnst, dann lohnt sich ein Blick auf die privaten Carsharing-Anbieter. Du hast meistens Glück, dass irgendwo in deiner Nähe gerade ein Auto frei ist.



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Lieber Jakob,
danke für den Hinweis.
Liebe Grüße
Anne