Der Gang in den Supermarkt entfällt

Balkongemüse anpflanzen: Gemüsevielfalt bei dir zu Hause

Du hast gerade viel Freizeit und Lust auf ein neues Projekt für dein Zuhause? Jetzt ist die perfekte Zeit, um Balkongemüse anzupflanzen! Es sieht nicht nur toll aus, die Ernte bringt auch viel Gesundes, das du dir pur gönnen oder als Kochzutat verwenden kannst. Wir stellen dir die beliebtesten Balkongemüse-Sorten vor und zeigen dir, was du beim Anpflanzen und Heranziehen beachten musst. Außerdem erfährst du, wo du alles Nötige für deinen Gemüsegarten auf dem Balkon bekommst.

Tomaten: Here Comes The Sun

Tomaten gehören zum beliebtesten Balkongemüse überhaupt. Sie sind lecker, passen zu vielen Gerichten und es macht Spaß, ihnen beim Wachsen zuzusehen. Besonders für den Balkon geeignet sind zum Beispiel Buschtomaten, denn die wachsen nicht zu hoch und sind ertragreich. Je nach Sorte sind die Tomaten nach 60-90 Tagen reif.

  • Standort: Tomaten lieben es sonnig und warm. Der ideale Standort für Tomatenpflanzen ist daher ein nach Süden ausgerichteter Balkon. Wenn du die Möglichkeit hast, stelle die Tomatenpflanze an eine Wand und schütze sie außerdem vor Regen.
  • Pflanzengefäß: Deine Tomaten fühlen sich im Pflanzsack, im selbstgebauten Beet und im Kübel gleichermaßen wohl. Wichtig ist, dass das Pflanzgefäß mindestens 15 Liter Erde fassen kann, damit die Wurzeln genug Platz haben.
  • Erde und Dünger: Tomaten zählen zu den sogenannten Starkzehrern. Sie entziehen der Erde besonders viele Nährstoffe. Kaufe deshalb hochwertige Erde. Spezialerde für Tomaten in Bio-Qualität gibt es zum Beispiel bei hagebau.de. Spezialerde versorgt deine Tomatenpflanze für 6-8 Wochen mit Dünger. Danach solltest du die Erde etwa alle zwei Wochen zusätzlich mit Spezialdünger behandeln.
  • Pflege: Tomaten musst du gießen, wenn sie es brauchen. Gib ihnen aber nicht zu viel Wasser, denn die Pflanzenwurzeln brauchen Luft. Wenn die Blätter der Pflanze abends schlaff herunterhängen, solltest du sie am nächsten Morgen gießen. Die meisten Tomatensorten geizt du ein Mal pro Woche aus, entfernst also Triebe, die in den Blattachseln wachsen.
Balkongemüse Tomaten

Tomaten sind das beliebteste Obst der Deutschen. Wie praktisch, dass du auf deinem Balkon anpflanzen kannst.

Gurken als Balkongemüse: Regelmäßiges Gießen nicht vergessen

Willst du Gemüse auf dem Balkon anpflanzen, sind Gurken dafür besonders gut geeignet. Für den Anbau ist nicht zuletzt die Gurkensorte wichtig. Da der Platz auf Balkonen meist begrenzt ist, wähle am besten eine kleine Pflanzensorte bzw. eine, bei der du Mini-Gurken erntest. Bei Anbietern wie Gärtner Pötschke findest du viele Gurkenpflanzen für deinen Balkon.

  • Standort: Gurken fühlen sich auf einem Südbalkon an einem windgeschützten Ort besonders wohl.
  • Pflanzengefäß: Wenn du die Gurkenpflanzen nicht im Kübel, sondern nebeneinander in Pflanzkästen in die Erde setzt, dann sorge für auf einen Mindestabstand von 40 Zentimetern zwischen den Pflanzen sowie auf Gefäße, die mindestens 20 Liter pro Pflanze fassen.
  • Erde und Dünger: Gurkenpflanzen brauchen einen lockeren und luftdurchlässigen Boden, der nährstoffreich ist. Auch sie gehören nämlich zu den Starkzehrern. Die Pflanzen brauchen außerdem regelmäßig Dünger, da die Nährstoffe der Pflanzenerde nicht lange ausreichen.
  • Pflege: Gieße deine Gurkenpflanzen regelmäßig, am besten täglich. Bei hochwachsenden Gurkenpflanzen benötigst du ein spezielles Stützgitter bzw. eine Rankhilfe. Gurken sind anfällig für Pilzerkrankungen, sodass du hier aufmerksam sein musst. Entsorge dann befallene Blätter schnellstmöglich, damit sich der Pilz nicht ausbreiten kann.
Balkongemüse Gurken

Gurken sind ein wunderbares Balkongemüse. Sie lieben Sonne und deshalb ausreichend Wasser.

Paprika: Vitamin-C-Bombe als Balkongemüse

Auch die Paprika stellt ein beliebtes Balkongemüse dar. Hast du gewusst, dass die Paprika durchschnittlich vier Mal mehr Vitamin C hat als Zitrusfrüchte? Zugleich schmeckt sie zum Salat, zu warmen Gerichten und als Snack für zwischendurch phänomenal. Ab Mitte Mai fühlen sich deine Paprika-Pflänzchen auf dem Balkon wohl, wenn du ihnen die richtigen Bedingungen bietest.

  • Standort: Die Paprika-Pflanzen mögen es warm und windstill. Sie sind also auf der südlichen Seite gut aufgehoben. Auch nachts mögen es die Pflänzchen warm, sodass du sie am besten an die Wand stellst, da diese die Wärme speichert.
  • Pflanzengefäß: Du kannst die Gurkenpflanzen in einem Kübel auf deinem Balkon unterbringen. Achte darauf, den Pflanzen eine Stütze zu bieten, wenn sie in die Höhe wachsen.
  • Erde und Dünger: Deine Paprikapflanzen brauchen regelmäßig Dünger. Am besten eignet sich organischer Dünger oder Kompost. Jungpflanzen sind Fans spezieller Aussaaterde. Diese und Dünger bekommst du in guten Baumärkten, wie zum Beispiel bei OBI.
  • Pflege: Viel Pflege benötigen deine Gurkenpflanzen nicht. Im Sommer musst du sie aber täglich bewässern. Die Erde muss feucht, aber nicht nass sein. Vergiss nicht, die allererste Blüte – die Königsblüte – abzuknipsen, damit ihr viele weitere folgen. Die passende Pflanzenschere gibt es in allen Gärtnereien zu finden.
Balkongemüse Paprika

Paprika ist das perfekte Balkongemüse und die reinste Vitamin C-Bombe. Ideal für den Snack zwischendurch.

Pflücksalat: Einfach und schnell

Pflücksalat ist einfach anzubauen, er wächst schnell, ist vergleichsweise anspruchslos und bringt meist reiche Ernte. Es gibt diverse Arten von Pflücksalat, sodass du reichlich Vielfalt für deinen Balkongarten bekommst.

  • Standort: Ein sonniger bis halbschattiger Ort auf dem Balkon ist perfekt für Pflücksalat.
  • Pflanzengefäß: Am besten pflanzt du die Salat-Pflänzchen in einen Blumenkasten, denn sie wachsen am besten nebeneinander. Achte auf einen Mindestabstand von 15-20 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen. Die passenden Pflanzgefäße findest du bei as-garten.de in großer Auswahl.
  • Erde und Dünger: Nährstoffreiche Erde ist bei Pflücksalat die Voraussetzung für gutes Wachstum. Dünger brauchst du dagegen nicht.
  • Pflege: Die Pflanzen müssen gut bewässert sein. Wenn es draußen zu heiß ist, solltest du sie aus der Sonne nehmen, um Austrocknung zu verhindern.
Balkongemüse Pflücksalat

Täglich frischen Salat ohne im Supermarkt dafür anstehen zu müssen? Mit Pflücksalat alles kein Problem

Radieschen: Würziges und schmackhaftes Balkongemüse

Radieschen sind eine leckere und gesunde Zutat für den Salat und schmecken pur genauso gut. Wenn du es nicht scharf möchtest, ist es ratsam dir milde Radieschen-Sorten wie „Cherry Belle“, „Burro Gigante“ oder „French Breakfast 3“ zuzulegen. Ernten kannst du die Radieschen in den meisten Fällen nach 4-6 Wochen.

  • Standort: Radieschen mögen es sonnig, kommen aber auch an einem halbschattigen, windgeschützten Ort gut zurecht.
  • Pflanzengefäß: Am besten pflanzt du deine Radieschen im Pflanzenkasten und lässt etwa 10 Zentimeter Abstand zwischen ihnen.
  • Erde und Dünger: Radieschen sind sogenannte Schwachzehrer. Das bedeutet, dass sie nicht viele Nährstoffe brauchen. Daher solltest du mit dem Dünger sparsam umgehen. Wenn du hochwertige, nährstoffreiche Erde kaufst, kannst du sogar ganz aufs Düngen verzichten.
  • Pflege: Die Pflanzenerde soll immer feucht sein, übertreibe es aber nicht mit der Bewässerung. Bei zu viel Nässe können deine Pflänzchen Schaden nehmen. Richtig praktisch kann ein Feuchtfühler sein, der die Feuchtigkeit in der Erde genau misst.
Aufgeschnittene Radieschen

Radieschen sind das perfekte Balkongemüse. Da sie nicht viele Nährstoffe brauchen, sparst du dir das regelmäßige Düngen.

Erdbeeren: Sortenreiches Balkonobst für den süßen Snack zwischendurch

Erdbeeren sind zwar kein Balkongemüse, schmecken aber direkt von der Pflanze gepflückt am besten. Es gibt sehr pflegeleichte Erdbeersorten und solche, die sogar winterhart sind. Die meisten Erdbeeren benötigen regelmäßige Pflege und gewisse Voraussetzungen fürs Gedeihen. Pflegeleichte Erdbeerpflanzen für deinen Balkon bekommst du zum Beispiel bei BALDUR-Garten.

  • Standort: Damit die Erdbeeren gut reifen und ihr Aroma entfalten können, brauchen die meisten Sorten einen vollsonnigen Platz. Hast du einen halbschattigen Balkon, dann eignen sich Walderdbeeren oder Monatserdbeeren.
  • Pflanzengefäß: Erdbeerpflanzen brauchen nicht viel Platz. Sie kommen gut in Kästen, in Kübeln und in Hängeampeln zurecht. Die Erdbeeren dürfen aber nicht zu tief in die Erde gepflanzt werden. Das Herz der Pflanze muss sich oberhalb des Bodens befinden.
  • Erde und Dünger: Auch wenn Erdbeeren zu den Schwachzehrern gehören, benötigen sie zusätzliche Nährstoffe in Form von Dünger. Es reicht, die Erde nach dem Pflanzen zu düngen und ein weiteres Mal nach der Ernte im Herbst – vorausgesetzt es handelt sich um mehrjährige Pflanzen.
  • Pflege: Versuche beim Gießen den Mittelweg zwischen Trockenheit und Staunässe zu finden. Die beiden Extreme tun den Erdbeerpflanzen nämlich ganz und gar nicht gut. Im Sommer sind die Pflanzen sehr durstig und je nach Temperatur ist bis zu zwei Mal gießen am Tag angesagt. Du solltest die Pflanzen außerdem regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten überprüfen. Entferne dabei auch gelbe Blätter.
Süße Erdbeeren

So ziemlich jeder liebt Erdbeeren. Ein Glück, dass du sie problemlos auf deinem Balkon anpflanzen kannst.

Jetzt kann es losgehen!

Nun hast du das benötigte Wissen, um Balkongemüse aller Art anzupflanzen und beim Wachsen zu unterstützen. Schon bald ist dein selbstgezüchtetes Gemüse auf deinem Essteller – und du kannst dir sicher sein, dass dir dieses Gemüse ein klein wenig besser schmeckt als aus dem Supermarkt. Und hast du irgendwann alle Gemüsesorten durch, kannst du es mit Säulenobst versuchen. Genug Anpflanzoptionen für deinen Balkon gibt es allemal.