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E-Books günstig kaufen und leihen

E-Books günstig kaufen und leihen
E-Books günstig kaufen und leihen

Gratis-Downloads, Preisaktionen und Online-Bibliotheken für Bücherfreunde

Die Welt der elektronischen Bücher befindet sich im Umbruch: Ein neues Gesetz zur Preisbindung auch für E-Books wurde auf den Weg gebracht. Die Folgen? Preise würden fixiert; E-Books dürften nach ihrem Erscheinen 18 Monate lang nicht im Preis gesenkt werden. SPARWELT verrät euch daher, wie und wo ihr aktuell noch kostenlose E-Books findet und digitale Bücher günstig kaufen oder ausleihen könnt.

In diesen Onlineshops gibt’s Rabatte auf E-Books

Seid ihr auf der Suche nach günstigen digitalen Büchern? Dann schaut euch die folgende Liste genauer an. Hier findet ihr eine Auswahl an Onlineshops, die reduzierte E-Books anbieten:

  • Ciando.com: In der Kategorie „Preishits“ findet ihr 100 reduzierte E-Books. Digitale Bücher für nur 99 Cent sind ebenso zu finden wie zum Teil noch günstigere erste Bände mehrteiliger Buchreihen. Die E-Books sind im PDF- oder EPUB-Format zu haben.

  • Ebook.de: Die Kategorie „Preishits“ bietet euch E-Books zwischen 3,99 und 9,99 Euro. Außerdem erhaltet ihr einige E-Books reduziert zwischen 5 und 10 Euro. Auf englischsprachige E-Books gibt es zum Teil 30 Prozent Rabatt. Alle E-Books sind in den Formaten EPUB oder PDF erhältlich.

  • Amazon.de: Neben Rabattaktionen, die einzelne Tage bis mehrere Wochen dauern, findet ihr auch Rabattangebote für E-Books als Daueraktion: den Kindle-Deal des Tages. Dieser umfasst täglich ein anderes englischsprachiges Buch zum Sonderpreis. Preisnachlässe bis zu 80 Prozent sind möglich. Kindle-Bücher unter 2, 3 oder 5 Euro findet ihr in den entsprechend benannten Kategorien. Alle bei Amazon erhältlichen E-Books liegen in einem Format vor, das nur die Kindle-Familie sowie die Kindle-App (für PC, iPad, iPhone, Mac und Android-basierte Endgeräte) unterstützen.

  • Kobobooks.de: Bestseller sind hier schon zwischen 1,99 und 4,99 Euro zu haben. Sinnvoller ist es allerdings, gezielt nach eurer Lieblingslektüre zu suchen und zu schauen, ob es diese hier ebenfalls günstiger gibt.

  • Weltbild.de: Die E-Book-Preishits kosten teilweise nur 0,99 Euro. Zudem sind einige Bestseller über 80 Prozent reduziert.

  • Thalia.de: Die Schnäppchen der Woche kosten teilweise unter einem Euro. Außerdem findet ihr hier Krimis und Romane bekannter Autoren zu Sonderpreisen unter 5 Euro.

E-Books ausleihen statt kaufen

Mehrere Online-Anbieter ermöglichen es euch, E-Books für einen begrenzten Zeitraum auszuleihen. Beachtet aber, dass für die Nutzung der Onlinebibliotheken Kosten anfallen können. Diese sind allerdings in der Regel erheblich niedriger als beim E-Book-Kauf.

  • Onleihe.net bietet euch die Möglichkeit, E-Books für einen begrenzten Zeitraum bei einer lokalen Bibliothek auszuleihen. Diesen Service könnt ihr allerdings nur in Anspruch nehmen, wenn ihr Kunden einer der über 600 teilnehmenden Bibliotheken seid. Dann fallen für euch neben der Jahresgebühr eurer Bibliothek, die für euch sowieso fällig ist, keine Zusatzkosten an.

  • In der Kindle-Leihbücherei erhaltet ihr pro Monat ein Gratis-Leihexemplar. Voraussetzung ist die Amazon-Prime-Mitgliedschaft für 49 Euro im Jahr. Unter mehreren tausend verfügbaren Titeln sind sowohl aktuelle als auch frühere Bestseller zu finden. Die Details könnt ihr in unserem Extra-Ratgeber zur Kindle-Leihbücherei nachlesen.

Digitale Bücher gratis downloaden

E-Books könnt ihr nicht nur günstig leihen oder kaufen: Die Klassiker der Weltliteratur, zeitgenössische Belletristik und Textentwürfe unbekannter Schriftsteller stehen teilweise auch kostenfrei zur Verfügung. Literarische Klassiker, die entweder nie urheberrechtlich geschützt waren oder deren Urheberrechte bereits abgelaufen sind, erhaltet ihr ganz legal völlig kostenlos. Entsprechende Bücher gibt es zum Beispiel bei folgenden Anbietern:

  • Gutenberg.org: Hier findet ihr eine besonders große Auswahl an kostenlosen Literaturklassikern in gängigen Formaten wie PDF und könnt gratis auf 42.000 Werke zugeifen. Insbesondere englischsprachige E-Books gibt es viele.

  • Digbib.org: Hier sind die wichtigsten Werke großer, vorwiegend deutscher Literaten in gängigen Formaten wie PDF vertreten.

  • Amazon.de: Sowohl deutsche als auch englische kostenlose Klassiker finden sich hier – allerdings in einem Format, das nur Kindle-Reader und Kindle-Apps unterstützen.

  • Bei Readfy.com Ihr könnt kostenlos auf über 35.000 E-Books zugreifen, außerdem mit anderen diskutieren und eure Empfehlungen teilen.

Gratis-Downloads unterschiedlicher Autoren und Genres

Auf E-Books spezialisierte Onlineshops stellen digitale Bücher vor allem zu Werbezwecken kostenfrei zur Verfügung – vorwiegend übrigens im PDF- und EPUB-Format, teilweise aber auch als PRC (Mobipocket Reader). Eine Auswahl dieser Onlinestores findet ihr hier:

  • Kobobooks.de: Der internationale E-Book-Shop ermöglicht euch beispielsweise den Download von mehr als einer Million kostenlosen E-Books. Hier finden sich nicht nur Klassiker, sondern auch Jugendbücher sowie Liebes-, Grusel- und Kriminalromane.

  • Beam-ebooks.de: Mit über 600 E-Books findet ihr auch hier eine beachtliche Menge digitalisierter Schriften verschiedenster Genres, darunter auch Fachliteratur.

  • Ngiyaw-ebooks.org: Dieser Anbieter führt ausschließlich kostenlose E-Books. Diese stammen überwiegend von unbekannten und nach Ansicht der Betreiber zu Unrecht ruhmlosen Autoren aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Exkurs: Buchpreisbindung für E-Books

Seit Januar 2009 besteht die Buchpreisbindung faktisch auch für E-Books. Ein digitales Buch hat demnach überall in Deutschland den gleichen Preis. Während ihr kurz nach Veröffentlichung der maßgeblichen Stellungnahme des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels noch auf indirekte Rabatte für E-Books zugreifen konntet, beispielsweise durch rabattierte iTunes-Karten, ist auch dieser Preisvorteil mittlerweile ausgehebelt. Seit August 2012 könnt ihr iTunes-Karten nicht mehr für den Kauf von E-Books verwenden.

Trotzdem besteht noch immer die Möglichkeit, vergünstigte E-Books zu erwerben. Die EU-Kommission hat im Dezember 2012 bei Apple sowie den Verlagsgruppen Simon & Schuster, Harper Collins, Hachette und Georg von Holtzbrinck eine Lockerung der Preise für digitale Bücher durchgesetzt. Bis Dezember 2015 gewähren diese Anbieter Einzelhändlern unter bestimmten Auflagen Spielraum für Rabatte. Onlinehändler wie amazon.de, ebook.de und ciando.com können daher regelmäßig Preisaktionen durchführen. Welche Veränderungen mit dem Inkrafttreten der neuen E-Book-Buchpreisbindung verbunden sind, wird sich Anfang 2016 zeigen.

Self-Publishing und Indie-Autoren

So etabliert, dass man nicht mehr von einem bloßen Trend sprechen kann: Es geht ums Self-Publishing. Wollt ihr euch als Hobbyautoren versuchen oder habt eine spannende Geschichte zu erzählen, dann seid ihr bei folgenden Plattformen richtig. Wenn ihr abseits des Mainstreams nach der etwas anderen literarischen Unterhaltung sucht, seid ihr hier ebenso an der richtigen Adresse:

  • bookrix.de und neobooks.com: Hier gibt es Gratiswerke von selbstpublizierenden Autoren.

  • Auf XinXii.com findet ihr eine recht große Auswahl an digitalen Büchern und könnt euch sogar Tipps holen, um euer E-Book selbst erfolgreich zu verlegen.

Fazit – Wo geht der Markt hin?

Das Internet bietet euch aktuell Gratis-E-Books sowie günstige Kauf- und Leihexemplare. Ausgesuchte Onlineportale stellen euch E-Books zum kostenlosen Download zur Verfügung. Zwar ist das Leihangebot von Amazon im Vergleich zu anderen Diensten ziemlich teuer, bietet dafür neben einer großen Auswahl an E-Books aber auch einen Streamingdienst und kostenlosen Premiumversand. Auch beim Kaufangebot steht Amazon sehr gut da. Wenn ihr jedoch viel lieber lest, statt Serien oder Filme zu schauen, dann sind die Preisnachlässe bei den Angeboten von Weltbild und Thalia einen genauen Check wert. Als praktisch erweist sich ebenso Onleihe.net für diejenigen unter euch, die bereits in einer Bibliothek angemeldet sind.
 
Doch es ziehen dunkle Wolken am sonst so sonnigen E-Book-Himmel auf: Durch die Gesetzesänderung des Buchpreisbindungsgesetzes, die für 2016 angekündigt ist, könnte der Markt – vor allem für Self-Publisher – ordentlich aufgemischt werden. Der Möglichkeit, die eigenen Publikationen preislich flexibel zu vermarkten, wird damit ein Riegel vorgeschoben. Besonders Indie-Autoren dürfte das kaum gefallen. Für die Leser unter euch kann das bedeuten, dass ihr eure Lieblingsbücher erst sehr viel später zu einem günstigeren Preis erhaltet. Es wird also nicht einfach, sollte im Frühjahr des nächsten Jahres die „wilde Zeit“ der E-Book-Preisgestaltung zu Ende gehen. Meint ihr, dass uns etwas bisher entgangen ist? Dann macht euch bemerkbar. Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Quellen:

Bilder: Bild: iStock©AndreyKrav (Teaser)

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