Weihnachtsgeschenke umtauschen: So geht's richtig!

Traurige Kinder nach missglückten Weihnachtsgeschenken

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die jährliche Bescherung unterm Weihnachtsbaum. Aber was tun, wenn ihr ein Geschenk doppelt bekommt, es nicht zu euch passt – oder euch einfach nicht gefällt?

Die beste Lösung: umtauschen! Einige Onlineshops haben für solche Fälle vorgesorgt und ihre Rückgabefristen für alle Artikel, die im Vorweihnachtszeitraum gekauft wurden, großzügig verlängert. 

Hier erfahrt ihr noch mehr zum Thema Weihnachten

1. Im Onlineshop Weihnachtsgeschenke umtauschen 

Das Widerrufsrecht für Bestellungen, die über das Internet oder allgemein im Fernabsatz getätigt werden, ist gesetzlich geregelt. Alle online bestellten Artikel können innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgeschickt werden. Achtet dabei auf Folgendes.

Frau übergibt Paketboten ein Paket

Ausnahmen

Ausnahmen bilden hierbei verderbliche Produkte wie Schnittblumen oder Lebensmittel sowie personalisierte Geschenke wie Fotobücher oder Artikel mit persönlichen Gravuren.

Rücksendekosten

Die Rücksendekosten unterscheiden sich dabei von Anbieter zu Anbieter. Viele Händler bieten einen kostenlosen Rückversand an. Häufig ist der Rückversand auch erst ab einem bestimmten Warenwert kostenlos. Am einfachsten funktioniert die Rücksendung mit einem vom Verkäufer zur Verfügung gestellten Rücksendeetikett.

So funktioniert die Rücksendung

Das Etikett wird ausgedruckt und auf dem Paket angebracht. Anschließend kann die Sendung beim entsprechenden Paketdienstleister abgegeben werden, ohne dass Versandkosten für den Verbraucher anfallen. Einige Online-Händler wie Zalando bieten sogar eine kostenlose Rücksendung an, die unabhängig vom Wert der Ware ist.

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2. Im Geschäft Weihnachtsgeschenke umtauschen 

Für den Einkauf im Geschäft vor Ort, also im stationären Handel, gibt es grundsätzlich kein Recht auf Umtausch. Die meisten Händler ermöglichen eine Rückgabe von Artikeln jedoch auf Kulanzbasis.

Der Nachweis

Als Beweis für den Einkauf sollte der Kassenbon oder aber ein anderer Kaufnachweis wie beispielsweise ein Kontoauszug oder die Kreditkartenabrechnung vorgelegt werden. Die Informationen dazu findet ihr meistens auf dem Kassenbon, im Kassenbereich oder auf der Homepage des Händlers.

Umtauschmöglichkeiten

Eine Auszahlung des Kaufbetrags ist meistens nicht vorgesehen, stattdessen bieten Händler Gutscheine an, mit denen ein anderes Produkt aus dem Sortiment ausgesucht werden kann. Der Händler entscheidet, was er euch im Austausch anbietet. Bei Kleidung ist es außerdem möglich, den Artikel gegen ein Modell in der passenden Größe oder Farbe einzutauschen.

Vom Umtausch ausgeschlossen

Der Händler kann jedoch selbst entscheiden, ob bestimmte Produkte, beispielsweise reduzierte Ware, vom Umtausch ausgeschlossen sind. Dazu gehören beispielsweise: verderbliche Lebensmittel, entsiegelte Datenträger oder Kosmetika. Hier muss man auf Kulanz des Händlers hoffen.

Mann enttäuscht über Socken als Weihnachtsgeschenk


3. Die Alternativen: geschenke verkaufen oder tauschen

Was lässt sich mit unpassenden Geschenken machen, wenn die Widerrufsfrist bereits abgelaufen, der Umtausch ausgeschlossen ist oder aber der Schenkende nicht mitbekommen soll, dass sein Präsent nicht gefallen hat?  Wie geht ihr vor, wenn ihr ein nagelneues Smartphone in den Händen haltet und euer altes Modell in bare Münze verwandeln wollt? SPARWELT hat mehrere Möglichkeiten für euch recherchiert. 

Ebay

Die erste Anlaufstelle ist Ebay. Hier können Produkte jeglicher Art zum Verkauf angeboten werden. Gerade nach Weihnachten ist das Angebot dabei groß, sodass sich nicht nur der Verkauf, sondern auch der Einkauf lohnen kann. Hin und wieder bietet Ebay außerdem das kostenfreie Einstellen neuer Angebote an, sodass beim Verkauf gespart werden kann.

Kostenlos ist außerdem der Dienst Ebay Kleinanzeigen, dort können Produkte an Interessenten aus der Umgebung verkauft werden. 

Tipp: Hier könnt ihr auch abseits vom Thema "Weihnachtsgeschenke umtauschen" echte Schnäppchen machen. Achtet dabei aber auf die Seriosität des Verkäufers. Die sicherste Zahlungsmethode ist nach wie vor Paypal.

Weihnachtsgeschenke verkaufen über Rebuy & Co.

Recommerce

Neben Ebay bietet auch das Prinzip des Recommerce eine attraktive Möglichkeit, Weihnachtsgeschenke oder bereits gebrauchte Vorgängermodelle bequem loszuwerden. Bei Ankaufsplattformen wie Rebuy, Wirkaufens oder Flip4new können Handys, MP3-Player, Notebooks oder Bücher verkauft werden. Auch das Berliner Unternehmen Momox ist eine beliebte Plattform, wenn es darum geht gebrauchte Bücher, CDs oder Videospiele zu verkaufen.

Hierzu sind nur wenige Schritte erforderlich:

  1. Auf der Seite des Anbieters kann der Ankaufspreis für das gewünschte Produkt überprüft werden.
  2. Versandetikett ausdrucken (Versandetikett wird meist kostenlos zur Verfügung gestellt).
  3. Produkt einfach an den Anbieter schicken, wenige Tage später wird der Ankaufbetrag gutgeschrieben.

Geschenke tauschen

Eine gute und praktische Möglichkeit sind Geschenke-Tauschbörsen. Hier können Verbraucher ungeliebte Geschenke wie Bücher oder Kleidung einstellen und entweder gegen Gutscheine, virtuelles Guthaben oder andere Produkte eintauschen. So ist am Ende jeder glücklicher mit seinem neuen Geschenk. Die Tauschbörsen sind in der Regel auf bestimmte Produktkategorien wie Bücher, Videospiele oder Kleidung spezialisiert und können meist kostenfrei genutzt werden. 

Weihnachtsgeschenke tauschen mit Freunden oder Familie

Auf dem Flohmarkt verkaufen

Zu guter Letzt sollte man nicht den guten alten Flohmarkt vergessen.  Speziell in Großstädten gibt es fast an jedem Wochenende an mehreren Standorten viele Flohmärkte, auf denen man auch seine ungewünschten Weihnachtsgeschenke verkaufen kann.

Wichtige Tipps für den Flohmarkt:

  • Stellt einen Spiegel bereit, damit die Leute auch sehen, wie ihnen ein Kleidungsstück steht.
  • Stellt Getränke und etwas zu Essenbereit: Das lädt die Leute zum Verweilen ein.
  • Habt Spaß! Geht auf die Leute zu und verwickelt sie in Gespräche.

Mit Herz weiterverschenken

Warum nicht anderen Menschen eine Freude machen? Hat der Umtausch des Weihnachtsgeschenkes nicht wie gewünscht funktioniert, dann schenkt es doch am besten jemand anderes. Ihr spart damit Zeit und Nerven und macht gleichzeitig noch einer anderen Person eine Freude. Er oder Sie wird sich darüber mehr freuen als es bei euch der Fall gewesen ist.

Vermeidet unbeliebte Geschenke

Bedenkt dabei aber, dass sich die wenigsten Menschen wahrscheinlich über Socken oder Krawatten freuen. Bei dieser Art von Geschenken solltet ihr euch besser zweimal überlegen, ob ihr dieses Präsent wirklich an eine Person weiterverschenken möchtet, die euch am Herzen liegt.

Tipp: 80% der Deutschen freuen sich über selbstgemachte Geschenke. Also legt doch einfach mal selber Hand an und überrascht eure Liebsten mit einzigartigen Geschenken, die man sonst nirgends kaufen kann. Falls euch das zu aufwendig ist, greift zu Event-Tickets. Die sind auch sehr beliebt.


4. Gewährleistung und Garantie

Gerade bei technischen Geschenken können Defekte auftreten. Verbraucher können in diesem Fall das Gewährleistungsrecht und die Garantie in Anspruch nehmen. Aber Achtung, zwischen beiden gibt es Unterschiede.

 GewährleistungGarantie
Existiert eine gesetzlich geregelte Grundlage?Ja, die Gewährleistung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt.Nein, die Garantie kann vom Hersteller freiwillig eingeräumt werden.
Was wird abgedeckt?Umfasst Defekte, die am Produkt auftreten und sichert den Käufer gegen Schäden oder vor falschen Lieferungen ab.Wird individuell festgelegt und kann das gesamte Produkt oder nur bestimmte Teile, z.B. die Elektronik, umfassen.
Wie lang ist die Dauer?

24 Monate; in den ersten 6 Monaten liegt die Beweislast beim Verkäufer, danach beim Kunden; tritt der Defekt also in den ersten 6 Monaten auf, wird angenommen, dass der Fehler bereits zum Zeitpunkt des Kaufes bestand, es sei denn, der Verkäufer kann das Gegenteil beweisen.

Wird vom Hersteller selbst festgelegt, bei Apple beträgt die Garantie z.B. 1 Jahr, bei Teufel beträgt die Dauer der Garantie 12 Jahre auf Gehäuse und 2 Jahre auf Elektronik.
Bei wem wird der Anspruch geltend gemacht?HändlerHersteller
Anspruch auf Auszahlung des Kaufpreises?Nein, vorerst nicht. Der Händler entscheidet nach eigenem Ermessen, ob die Ware repariert oder durch ein neues Produkt ersetzt wird. Erst nach zwei Nachbesserungsversuchen besteht Anspruch auf Rücktritt und somit Auszahlung des Kaufpreises.Nein, die Garantiebedingungen werden zwar vom Hersteller individuell festgelegt und können sich dementsprechend unterscheiden, meist besteht jedoch lediglich Anspruch auf Reparatur oder Ersatz, nicht aber auf Rücktritt.