Überweisung auf Knopfdruck

Banking Apps für das Smartphone: Abseits der klassischen Bank

Digitalisierung hat Hochkonjunktur – in allen Lebensbereichen und vor allem im Alltag. So auch beim persönlichen Finanzmanagement. Dass Banking noch nie so einfach wie heute war, wirkt sich vor allem auf unsere Freizeit aus. Schlagestehen für eine Überweisung? Nicht doch: Das geht jetzt dank unterschiedlichster Banking und Payment Apps mit dem Handy bequem von der Couch aus. Dabei gibt es übrigens nicht nur die Standard-Versionen der bekannten großen Kreditinstitute, sondern auch einige raffinierte Payment Apps, bei denen gleich mehrere Funktionen enthalten sind.

Diese Banking Apps gibt es: Von Standard-Anwendungen bis zu Multi-Banken-Apps

Keine Frage: Mit Banking Apps werden die Bankgeschäfte noch einfacher. Doch was zeichnet diese mobilen Anwendungen aus und wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Applikationen? Das wohl wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist der App-Anbieter: So gibt es einerseits Apps, die von den Banken selbst angeboten werden. Andererseits existieren Apps, die von den Banken unabhängig sind und mehrere Konten zusammenbringen.

Was zeichnet Multi-Banken-Apps aus?

Der Unterschied ist dabei, dass man bei den bankenbasierten Apps nur das bankeninterne Kreditkarten- oder Girokonto nutzen kann, während es bei den anderen Anwendungen auch möglich ist, gleich mehrere Konten von unterschiedlichen Banken zu verwalten. Daher werden diese Anwendungen auch Multi-Banken-Apps genannt.

Kleines Beispiel gefällig? Mit der Hypovereinsbank-App kannst du nur dein Konto bei der Hypovereinsbank bedienen. Eine beliebige Multi-Banking-App, zum Beispiel die der Deutschen Bank, schafft eine Übersicht, sodass du deine Kontobewegungen bei der Postbank und bei der Sparkasse von einer App aus bedienen kannst. Die Einbindung der fremden Konten geht einfach über die App selbst oder über die Website der Deutschen Bank.

Das haben alle Banking Apps gemein

Das Ziel beider Apps ist immer das gleiche – nämlich das Mobile Banking so einfach wie nur möglich zu gestalten. Dabei haben die meisten mobilen Anwendungen noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie stehen als Download für das Tablet oder das Smartphone (manchmal auch den PC) zur Verfügung, wobei es für das Handy in der Regel immer eine iOS- und eine Android-Version gibt.

Übrigens: Im Digitalisierungswortschatz gibt es einen Unterschied zwischen Online-Banking und Mobile Banking. Während Online-Banking bedeutet, dass man seine Finanzen über den Browser verwaltet, bedeutet Mobile Banking, dass man Apps zum Finanzmanagement nutzt. Und die bringen viele Vorteile mit sich.

Banking Apps nehmen dir den Weg zur nächsten Filiale ab.

Mit Banking Apps werden Bankgeschäfte noch einfacher.

Banking to go: Der Mehrwert von Banking Apps

Banking Apps bieten dir zahlreiche neue Möglichkeiten: So wechselt Geld in Sekundenschnelle den Besitzer, ohne dass du Bargeld vom nächsten Geldautomaten ziehen müsstest. Für Überweisungen musst du nicht mehr zur – mitunter kilometerweit entfernten – Bank in die Heimatstadt fahren: Ein Klick und schon ist eine Aufgabe auf deiner Finanz-To-Do-Liste abgehakt. Aber das sind nicht die einzigen Vorteile einer Banking App:

  • Online-Banking von unterwegs: Online-Banking geht nun auch ohne Browser – Smartphone raus, Internet an, Finanzgeschäfte erledigt.
  • Nutzerfreundlichkeit: Viele browserbasierte Anwendungen sind auf einem kleinen Endgerät, wie beispielsweise dem Handy, nicht gerade bedienungsfreundlich. Apps sind für mobile Geräte optimiert und wesentlich übersichtlicher gestaltet.
  • Servicefunktionen: Die Apps bieten außerdem Zusatz-Funktionen. Beispiele dafür sind unkomplizierte Online-Terminabsprachen oder ein direkter Draht zum Kundenservice.
  • Besserer Überblick über Finanzstatus: Finanzmanagement-Apps sind vor allem für diejenigen nützlich, die manchmal den Überblick über ihre Finanzen verlieren – sei es, weil es zu viele Kontobewegungen auf einem Girokonto gibt oder weil nicht immer die Zeit ist, den Kontostand am PC zu checken.

Die Vorteile sind das eine. Das andere ist aber die Sicherheit. Denn gerade beim Banking ist dieser Aspekt von besonderer Relevanz.

Wie sicher sind Banking Apps?

Payment Apps sind ein absolutes Wundermittel für alle, die viel unterwegs sind oder nicht viel Zeit am PC verbringen wollen. Doch – wie bei fast allen Dingen des Lebens – gibt es auch bei Banking Apps sowohl Vor- als auch Nachteile. Vor allem in puncto Sicherheit sind viele Nutzer skeptisch und fragen sich: Wie sicher ist meine Banking App eigentlich?

Die Angst vor Datenmissbrauch hält viele Bankenkunden davon ab, sich eine Banking App aufs Handy zu laden. Und diese Umsicht ist auch gut. Denn: Wer seine Bankgeschäfte allzu leichtfertig im Internet erledigt, kann am Ende eine böse Überraschung erleben. Doch unbegründet Angst musst du vor dem Mobile Banking trotzdem nicht haben. Wenn du deinen Computer, dein Tablet oder dein Smartphone richtig schützt, wirst auch mit einer Banking App glücklich.

Diese Tipps helfen dir, die Sicherheit beim Mobile Banking zu erhöhen:

  1. Verwende immer ein Anti-Viren-Programm– egal ob auf dem Handy, dem Computer oder dem Tablet.
  2. Update deine Banking App immer. Sicherheitslücken werden vom Anbieter beständig behoben – es ist daher absolut wichtig, immer die neuesten Updates der mobilen Anwendung auf dem Endgerät zu installieren, um so auf dem aktuellen sicherheitstechnischen Stand zu bleiben.
  3. Speichere deine Kontodaten niemals in der App.
  4. Nutze nur gesichertes WLAN oder eine mobile Datenverbindung über das Netz deines Providers.
  5. Wechsle deine Passwörter regelmäßig.
Sicherheit geht auch beim Mobile Banking vor.

Sorge für Sicherheit beim Mobile Banking.

Banking für die Hosentasche: 4 Banking Apps im Schnell-Check

Online-Banken, die keine klassischen Filialen haben, sondern nur im Internet vertreten sind, gibt es einige: Daher gibt es auch eine große Bandbreite an unterschiedlichen Apps, die du dir auf dein mobiles Endgerät herunterladen kannst. Aber auch die klassischen Filialbanken bieten praktische und vor allem gut zu bedienende mobile Lösungen an – wir haben den Schnell-Check für dich gemacht.

DKB Banking App

Die App der wohl bekanntesten Onlinebank Deutschlands, der DKB, bietet ihren Kunden einige nützliche Funktionen an. So kannst du deine Transaktionen schnell und einfach per Foto, Datei-Upload oder Siri erledigen.

Außerdem musst du dich nicht mehr per PIN anmelden, sondern kannst dich – sofern du einen entsprechenden Scanner am Handy hast – auch per Fingerabdruck identifizieren. Außerdem ist in die App eine praktische Multi-Banking-Funktion integriert, um all deine Konten im Blick zu behalten. Die App gibt es sowohl für Geräte mit einem Android- als auch mit einem iOS-Betriebssystem.

ING Banking App

Auch die eigens von ING konzipierte App hat bereits eine Millionen Menschen überzeugt. Der Grund? Auch hier kannst du dich ganz einfach per Fingerabdruck anmelden, Geld überweisen und Aufträge ausfüllen und freigeben – sogar per Fotoüberweisung. Zudem kannst du – falls du einmal deine Karte verlieren solltest – deine Girokarte über die App sperren lassen. Wie bei den anderen Apps gibt es auch hier sowohl eine Version für iOS als auch Android.

comdirect App

Mit der App von comdirect kannst du deine Wertpapiere im Blick behalten und dabei noch all deine Geldtransaktionen erledigen – ohne dafür lange tippen zu müssen. Denn: Die Banking App bietet eine innovative Chat-Überweisung an, mit der du deine Überweisungen sogar per Textnachricht in Auftrag geben kannst. Das geht alternativ sogar per Sprachnachricht über den Google Assistant, Google Home oder direkt über die App.

Der Wertpapierhandel steht bei der App klar im Vordergrund. Das merkt man insbesondere am Handling der mobilen Anwendung. Auch in Sachen Wertpapiere funktioniert alles per Chat-Order: Einfach Wertpapiere auswählen, Stückzahl eingeben und ein- bzw. verkaufen. Bislang gibt es diese Funktion aber nur für Apple-Geräte, nicht jedoch für Smartphones und Tablets, die auf Android-Basis laufen.

Klassische Banking Apps und Kwitt

Auch klassische Banken bieten mittlerweile Apps an, mit denen du immer und überall dein Geld verwalten kannst. So zum Beispiel die Sparkasse oder die Raiffeisenbank, deren mobile Anwendungen bislang nur die bankinternen Konten verwalten.

Es gibt jedoch einen anderen, wirklich praktischen Benefit: Die Sparkasse hat mit der S-App und der dazugehörigen Geldsendefunktion Kwitt eine bedienfreundliche Anwendung geschaffen, womit du Geld von Handy zu Handy senden kannst. Das ist gerade im Alltag super praktisch.

Stell dir vor: Du sitzt mit Freunden im Restaurant, einer übernimmt die Rechnung in bar. Damit keine „Schulden“ in Vergessenheit geraten, setzen alle anderen ihre Zahlung – ohne Bargeld und bis zu 30 Euro auch ohne die Eingabe einer TAN – an denjenigen ab, der die Rechnung bezahlt hat. Das geht noch am Tisch in Sekundenschnelle mit dem eigenen Handy. Einfacher geht’s nicht, oder?!

Überweisungen leicht gemacht: mit Banking Apps.

Mit Banking Apps lassen sich Überweisungen blitzschnell erledigen.