Dein Zuhause wird zum Fitnesstempel

Fit werden trotz Quarantäne – mit Kicks, Kegel oder Kind

Jetzt wäre eigentlich DIE Zeit, um für den Sommer fit zu werden. Aber auch so: Ein gewisses Fitnesslevel ist gut für die Gesundheit und dein Immunsystem. Und das bewahrt viele Menschen zurzeit davor, sehr krank zu werden. Und egal, ob du noch rausgehen darfst oder in (freiwilliger) Quarantäne bist; alleine, mit Partner, Hund oder Kind: es gibt zahlreiche Möglichkeiten dich (auch zuhause) in Shape zu bringen. Oder deinen Rücken von den Strapazen vom Home Office oder Rumliegen zu erholen.

Der Anfang: Schaffe gute Voraussetzungen

Tolle Möglichkeiten gibt es viele. Umso wichtiger ist es für dich zu wissen, welcher Sporttyp du bist: Gehst du gerne oder ungern über dein Limit? Magst du es, wenn die Muskeln brennen oder eher, wenn du deinen Kopf beim Yoga auf die Beine legen kannst? Dementsprechend wird dein Sportprogramm zu Hause aussehen. Ansonsten teste dich einfach durch verschiedene Möglichkeiten oder kombiniere – so wird dir auch nicht langweilig.

Multipler Freiraum

Im nächsten Schritt schaffe dir den Freiraum für dein heimisches Sportprogramm – und das im mehrdeutigen Sinn:

  1. Zeit: Wie viel Zeit hast du wie oft die Woche dafür? Plane diese Zeit dann fest ein! Workouts daheim müssen nicht ewig gehen, schon 20 Minuten reichen aus.
  2. Häufigkeit vs. Regelmäßigkeit: Nimm dir zu Beginn nicht zu viel vor, das erzeugt zu viel Druck und lässt die Motivation schwinden. Für den Anfang probiere es mit zwei bis drei Mal – aber das regelmäßig. Plane dein Sportprogramm also fest ein. Mit der Regelmäßigkeit kommt auch die Routine.
  3. Raum: Schau, dass du genug Platz für deine Übungen und einen Raum FÜR DICH hast. Wenn du also Sport alleine machen möchtest, geh in einen Raum ohne Mann, Kind und Kegel, schick alle in den Mittagsschlaf oder raus.

Tipp: Weiter unten im Text zeigen wir dir, wie du auch mit Kindern Sport machen kannst.

Fit werden für Sieger und Individualisten: Das Equipment

Für die meisten Workouts und Übungen, um zuhause fit zu werden, brauchst du meistens nicht viel. Empfehlenswert ist jedoch – natürlich – bequeme Kleidung und eine Matte. Gerade bei Yoga und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, ist nichts weiter nötig. Sportschuhe sind auch zu empfehlen, sonst hast du bei vielen Exercises nicht genügend Halt.

Bist du schon recht fit und willst mehr Pump: Kettlebells, Hanteln und Co. erhöhen den Schwierigkeitsgrad. Thera-Bänder sind kleine Wunder: Für Workouts, zum Dehnen und auch für physiotherapeutische Zwecke geeignet. Videos mit Übungen gibt es en masse bei Youtube.

Voll im Trend und, nachdem der Schmerz weg ist (spreche aus eigener Erfahrung), gut für die Muskulatur, sind Faszienrollen und -bälle.

Eine Vielzahl an Equipment für dein Training zuhause bekommst du bei Sportscheck, die immer noch innerhalb von 1-3 Werktagen liefern (Stand 26. März 2020), Intersport (haben eine tolle Übersicht und Kampagne) und Decathlon (in Berlin Same und Next Day Delivery). Wenn du bei Intersport bestellst, unterstützt du auch die lokalen Geschäfte.

Tipp: Bei Adidas kannst du dich komplett mit tollen Sportklamotten (aber auch Streetwear) eindecken. Mir hilft das immer bei der Motivation! Im Sale gibts eigentlich immer vieles Tolles zu shoppen und mit einer Newsletter-Anmeldung kannst du direkt 15 % sparen!

Tipp der Redaktion: Viele Shops bieten gerade tolle Rabatte und Aktionen an. In der Übersicht von Sparwelt.de findest du Shops mit den besten Angeboten.

From Zero to Hero – Programme für dein heimisches Sportprogramm

Ja klar, der Platz und die Geräte schränken dich eventuell stark ein. Aber es gibt dennoch viele verschiedene Möglichkeiten, dich fit zu machen oder auf deine Sommerfigur hinzuarbeiten. Altbewährt und recht beliebt sind Programme und Apps von Fitness-Influencern, Abos von Online-Anbietern und zahlreiche Youtube-Channels. Einige davon, möchten wir dir jetzt vorstellen.

1. Gymondo: Die ganze Welt der Online-Kurse

Gymondo ist eines der bekanntesten Online-Fitness-Programme und ist easy über App, Desktop oder über den Smart TV-Stick nutzbar. Von Yoga, über HIT-Workouts, Entspannungsübungen, Zumba, Kraft – sowie Ausdauertraining ist die Bandbreite enorm hoch. Die Videos haben ganz unterschiedliche Längen: von 11 bis über 70 Minuten (Zeit ist keine Ausrede mehr) und sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Die Anmeldung ist schnell gemacht: Via Mail oder deinem Facebook-Profil kannst du dir einen Account anlegen. Wenn du den weiteren Fragen folgst, wie Ziele, wie oft du trainieren möchtest und welches Fitnesslevel du hast, bekommst du Programmempfehlungen. Außerhalb davon kannst du durch alle Workouts explorieren. Was zum Sportangebot dazukommt, sind Ernährungspläne und Rezepte. Gymondo ist sozusagen dein Personal Coach als App.

Angebot:

  • 60 Fitnessprogramme
  • 750 Workouts
  • 2000 Fitness-Rezepte

Preise:

  • Für 3 Monate: 12,99 Euro pro Monat (38,99 Euro)
  • Für 6 Monate: 9,99 Euro pro Monat (59,99 Euro)
  • Für 12 Monate: 6,99 Euro pro Monat (83,99 Euro)

Tipp der Redaktion: Aktuell bekommst du einen kostenlosen Probezeitraum von 30 Tagen geschenkt! Ausprobieren kostet hier wirklich nichts!

Anne: Ich habe mich selbst vor knapp zwei Wochen dort angemeldet und mache dort das Bodyshape-Programm und viel Yoga. Kleine Sessions baue ich direkt in den Alltag, teilweise vor der Arbeit (im Home Office), ein. Und die Übungen haben es teilweise in sich: nicht, weil sie schwierig durchzuführen sind, sondern weil die Muskeln teilweise brennen wie Hölle. Ich habe noch nie so oft geflucht! 

2. Freeletics: Fit werden wie die Athleten von morgen

„Trainiere jederzeit und überall“ ist der Claim von Freeletics. Im Fokus dabei steht der AI Coach, also ein Coach, der mit künstlicher Intelligenz funktioniert und das mit Bravur! Zuerst legst du ein Profil an, wählst deine Ziele aus und in welcher Zeit du sie erreichen möchtest. Je nachdem wie deine Trainings laufen, wie oft du trainierst etc., wird dein Programm angepasst. Benutzen kannst du das Programm via App.

Besonders stark ist der Community-Gedanke: Starte Challenges, triff dich (aber erst, wenn es wieder erlaubt ist) mit Mitstreiter zum Training und tausch dich über Erfolge und Probleme aus. Zusätzlich zum Trainingsplan, kannst du einen „Ernährungscoach“ dazubuchen.

Angebot: 

  • individuelle Journeys: das ist dein persönliches Trainingsprogramm
  • Sportarten: hauptsächlich Kraft und Ausdauer

Preise:

  • viele Workouts, Exercises und Runs sind kostenlos (in der App über „Erkunden“ verfügbar)
  • Coach-Training:
    • 34,99 Euro für 3 Monate (11,67 Euro pro Monat)
    • 59,99 Euro für 6 Monate (9,99 Euro pro Monat)
    • 79,99 Euro für 12 Monate (6,67 Euro pro Monat)
  • Ernährungspaket: ab 1,62 Euro pro Woche

Tipp der Redaktion: Aktuell gibt es 30 % auf deinen Coach. Aber auch zwischendurch gibt es immer wieder Aktionen, bei denen du sparen kannst.

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Dein Trainer/In im App-Format: Freeletics setzt auf künstliche Intelligenz und Community

3. Classpass: Mit Livestreams das Studio zu dir nach Hause holen

Eigentlich bietet dir Classpass Zugang zu vielen Studios in deiner Stadt. Da es aufgrund der aktuellen Lage nicht möglich ist, ins Fitness- oder Yogastudio zu gehen, kannst du dir die Kurse via Livestream in dein Wohnzimmer holen – von Sessions und Trainern weltweit.

Alle Informationen zum Angebot findest du in unserem Artikel über Classpass.

Angebot: 

  • Barre
  • Yoga, Pilates & Meditation
  • HIIT
  • Allgemeine Fitnessworkouts

Preise: 

  • ab 15 Euro pro Monat: du zahlst monatlich 15 bis 55 Euro und kannst je nach Paket mehr oder weniger Kurse buchen.

Tipp der Redaktion: Auch Classpass bietet dir einen Gratismonat an!

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Vom Studio zu dir nach Hause: Werde fit mit den Livestreams von Classpass (und unterstütze Studios und Trainer)

4. Weitere Programme von neuen und alten (Fitness-) Influencern

Wenn du mal lose hier und da was probieren möchtest, ohne dich gleich irgendwo anzumelden, solltest du die Channel mal checken. Wir haben dabei ganz bewusst etwas andere Kanäle rausgesucht, als

  • Shutdown-Fitness by Felix Lobrecht: Der Comedian, Bestseller-Autor und Podcast-Moderator („Gemischtes Hack“ mit Tommi Schmitt – Shoutout an alle Hackis an dieser Stelle) hat zusammen mit seinem Fitnesstrainer ein Fitnessprogramm bei Youtube erstellt. Jede Woche gibt es neue kreative Workouts. Mit mindestens genauso viel Witz, wie im Podcast.
  • Die Schmerzspezialisten (Liebscher & Bracht): Es ist DER Youtube-Channel für körperliche Beschwerden aller Art, vom international bekannten Schmerzspezialisten Roland Liebscher-Bracht. Von Knie- über Rückenprobleme bis zur richtigen Schlafpositionen ist alles dabei. Gerade jetzt, wo wir alle zuhause hocken, sind die Videos Gold wert! Und das für alle Generationen.

Reinschauen und mitmachen – die Schmerzspezialisten von Liebscher & Bracht

  • Urban Sports Club: Ähnlich wie Classpass bietet auch der USC Online-Kurse an, von deinen Studios ums Eck. So hilfst du auch noch, Existenzen zu sichern.
  • Rbb macht Fitness: Auch der rbb bietet vielfältige Workouts an. Alle Infos dazu, findest du unter Kindersport.
  • Cybertraining mit Bundesliga-Clubs: Einige Fußball-Vereine bieten Trainingsvideos für Fans im heimischen Wohnzimmer an. Vielleicht ja auch deiner?
  • McFit: Das Fitness-Imperium verlagert sein Training für Mitglieder in die digitale Welt.
  • Fitness First: Die Sportkette gibt Mitgliedern Tipps über die Website und Social-Media-Accounts. Zudem gibt es für alle, also auch Nicht-Mitglieder, kostenlosen Zugang zum digitalen Fitnessstudio „My Fitness Video“

Fit werden auf eigene Faust

Du bist schon ein „altes Häschen“ beim Sport und weißt, wie viele Übungen richtig auszuführen sind? Dann schustere dir dein eigenes Programm zusammen. Dies ist aber wirklich nur ratsam, wenn du dich auskennst und weißt, wie du deinen Körper hältst, die Übungen richtig ausführst und deine Atmung sein soll.

Vorweg: Mache dich immer ein paar Minuten warm, so vermeidest du Verletzungen, selbst wenn du nur kurz was zwischendurch machen möchtest.

Dein Sportprogramm

1. Warm-up

1 Minute Jumping Jacks (oder auch Hampelmänner genannt)

1 Minute Sidestep (Du stehst breitbeinig da, ziehst den rechten zum linken Fuß, gehst in die originale Position zurück und dann mit linken zum rechten, sodass du einen schönen Bewegungsfluss hast)

30 Sekunden Sidestep und dabei die Arme mit Kraft nach oben schieben und wieder runterziehen.

2. Übungen Ganzkörper

Plank: Dabei gehst du in den Liegestütz. Du stehst auf den Zehenspitzen und stützt dich mit den Händen oder Unterarmen ab und verharrst in dieser Position für 1 Minute. Dein Körper bildet dabei eine Linie. Achte dabei IMMER darauf, dass dein Rücken, Bauch und Po fest angespannt sind. Das sorgt für die notwendige Stabilität. Und: Atmen nicht vergessen.

Wenn es zu schwer ist, stützt du dich auf deine Knie ab. Du kannst auch Variation reinbringen, indem du das Gewicht abwechselnd nach vorn und nach hinter verlagerst oder du abwechselnd mit dem rechten Arm die linke Schulter antippst und mit dem linken die rechte.

Burpees: Eine super effektive Übung, bei der du Kniebeuge, Strecksprung und Liegestütz (ja, du merkst Liegestütz is king) kombinierst. Deine Füße stehen hüftbreit, du gehst in die Hocke (Hände stehen schulterbreit auseinander), springst dann in den Liegestütz und führst eine Liegestütz aus. Dann springst du mit deinen Füßen zwischen die Hände wieder in die Hocke und dann hoch gestreckt in die Luft. Gerade wenn dir dieser Bewegungsfluss noch nicht so bekannt ist, musst du die einzelnen Schritte sauber ausführen. Es kommt nämlich auf Genauigkeit an, nicht auf Schnelligkeit.

Für einen Flow:

1 Minute Burpees

2 x 1 Minute Plank

3. Übungen Beine und Po

Squats: Richtig ausgeführt trainierst du mit Squats Beine und Po sowie deinen Rücken. Du stellst dich hüftbreit hin, deine Zehen zeigen leicht nach außen. Spann deinen Po und Bauch an und gehe ganz tief in die Hocke. Deine Knie sind auf einer Linie mit deinen Füßen. Dabei atmest du ein. Dann drückst du dich aus den Fersen heraus nach oben und atmest aus. Den Rücken immer gerade lassen – also weder Buckel noch Hohlkreuz sind erlaubt.

Für einen Flow:

  • 1 Minute normale Squats
  • 1 Minute abwechselnd in der Hocken unten drei Mal pulsieren (also nur halb hoch und runter) und einen richtigen.

Am besten 2 bis 3 Wiederholungen vom Set.

Lunges/Ausfallschritte: Diese Übung ist Killer und lässt deine Muskeln richtig brennen.

  • Für die einfache Variante: Mit einem Bein gehst du einen großen Schritt nach vorn, sodass dein Knie einen rechten Winkel ergibt. Das ist dein Standbein. Mit dem hinteren Bein gehst du nach unten und drückst dich mit dem Standbei wieder nach unten. 30 Sekunden, dann wechselst du die Seite. Der Rücken bleibt gerade und drehe die Knie nicht nach außen.
  • Für die schwierige Variante: Hierbei wechselst du nach jedem Mal die Seite und springst quasi im Wechsel von einem Standbein zum anderen.
  • Für einen Flow beginnst du mit der einfachen Variante. Wenn du mit einer Seite fertig bist, bleibst du unten und pulsierst 3 Mal, gehst einmal hoch und wiederholst das ganze 30 Sekunden lang und je Seite.

Brücke: Lege dich auf den Rücken, stell die Füße hinter deinem Po ab und lege die Hände seitlich an deinen Körper. Nun drückst du deinen Po nach oben, sodass deine Beine, Po und Bauch eine Linie ergeben. Wieder absetzen und von vorn.

Für einen Flow:

    • 1 Minute normal
    • 1 Minute wieder pulsierend: 3 Mal oben pulsieren, einmal runter (ohne den Po abzusetzen), hoch und wieder pulsieren.

4. Übungen Bauch und Rücken

Wenn du deinen Bauch trainierst, hat auch dein Rücken etwas davon. Und der wird dir die Aufmerksamkeit definitiv danken! Die Klassiker unter den Bauchübungen sind „Sit-ups“ und „Crunches“.

Dabei legst du dich auf den Rücken, stellst deine Füße mit angewinkelten Beinen (90°) ab, legst deine Hände an die Ohren (nicht festhalten) und ziehst dich aus dem Bauch heraus nach oben. Deine Schultern und der obere Brustkorb sollten jetzt nicht mehr auf der Matte liegen (Crunches). Für Sit-ups richtest du dich komplett auf. Danach gehst du wieder runter und wiederholst das ganze. Beim Aufrichten atmest du aus, beim Absenken ein.

Für mehr Abwechslung kannst du:

  • Deine Beine anheben (Knie sind im 90°-Winkel) und die Crunches ausführen.
  • Mit dem rechten Ellenbogen zum linken Knie gehen und mit dem linken Ellenbogen zum rechten Knie – alles im Wechsel.
  • Du bleibst mit dem Oberkörper liegen, streckst deine Beine in die Luft und lässt sie abwechselnd nach unten zur Matte gleiten und hebst sie wieder hoch.

Für einen Flow:

1 Minute so viel Crunches wie du kannst

Je 30 Sekunden bis 1 Minute von den Alternativen (ALLE!)

5. Übungen für Arme

Liegestütz sind eine super und effektive Methode, damit die Arme fit und definiert werden. Je nachdem, ob du deine Hände weiter auseinander oder enger am Körper hast, beanspruchst du andere Muskeln. Beim Liegestütz setzt du deine Hände auf Brusthöhe auf die Matte, stützt dich auf deine Zehenspitzen (Körper ergibt eine gerade Linie) und drückst dich mit den Armen hoch und wieder runter. Einfacher wird es, wenn du deine Knie abstellst. Schwieriger, wenn du schnell hochgehst und laaaaaaaangsam runter.

Für eine andere Arm-Übung (geht schön auf den Trizeps) brauchst du einen Stuhl. Vor diesen hockst du dich tief hin und hast den Stuhl im Rücken, die Sitzfläche zeigt zu dir. Deine Handballen sind auf der Sitzfläche, deine Finger zeigen zu dir und umschließen die Kante vom Stuhl. Dann drückst du deinen Oberkörper nach oben, bis deine Knie 90° ergeben und gehst wieder runter.

Für einen Flow:

1 Minute breite Liegestütz

1 Minute enge Liegestütz

30 Sekunden Stuhlpresse

6.Cool down

Je nachdem, welche Muskelgruppe du beansprucht hast, solltest du dich dehnen, damit sich die Muskeln wieder auseinander ziehen. Fange dabei am besten oben an und gehen dann mit deinen Körper weiter runter. Hierbei ist wichtig, nicht zu weit zu gehen: du solltest die Dehnung spüren, aber es sollte  nicht weh tun. Verharre mindestens 15 Sekunden in der Position und wackle nicht rum. Hier wäre auch der richtige Moment für deine (neu erworbene) Faszienrolle.

Kindersport daheim – so bleiben die Kleinen fit

Ja, neben Mathe, Deutsch und Co. solltest du auch dafür sorgen, dass sich die Racker bewegen. Der beste Nebeneffekt: Wenn die Kinder k.o. sind, hast du mehr Ruhe.

Nur sind wir alle keine ausgebildeten Sportlehrer. Damit die Kinder trotzdem fit werden bzw. bleiben, kannst du mal folgende Sportprogramme ausprobieren:

ALBAs tägliche Sportstunde

Egal, ob dein Kind(er) Basketball mag oder nicht, die Videos sind so cool und süß gemacht, dass jeder Junge und jedes Mädchen Spaß haben wird. „Du hast keine Bälle daheim? Dann nimm Socken!“ heißt es in einem Video. Angeboten werden Videos für Kita-Kinder, Grundschule und Oberschule. Verschiedene Trainer des Berliner Basketball-Vereins zeigen nicht nur Übungen und Bewegungen, sondern noch viel Wissenswertes über Basketball, Sport und den Körper. Natürlich ist alles kostenlos.


Wo:

Youtube-Kanal von ALBA BERLIN

Der rbb macht Fitness

Die Initiatorin Elke Duda (TSV Berlin Wittenau) hat mit weiteren Sportvereinen der Region Berlin-Brandenburg und dem Landessportbund Berlin (LSB) eine Aktion gestartet, dass den Sport direkt ins Wohnzimmer bringt. Und das für die gesamte Familie, zum Beispiel beim Familien-Workout oder auch Kindertanz- und Zumba-Kursen. Tanzen wird Groß und Klein definitiv Spaß machen – vor allem zusammen. Pro Tag gibt es zwei Kurse zum Streamen.

Wo:

Livestreams: rbb24.de und auf der Facebook-Seite (täglich 9.30 Ur und 14 Uhr)
Mediathek: rbb-online.de und Youtube

Der Zuhause-Parcours

Hier ist etwas Kreativität und Einfallsreichtum gefragt. Du kannst deine Wohnung oder Haus, samt Balkon und Garten in einen Parcours verwandeln. Basic hierbei sind nur verschiedene Stationen, die du mit Decken oder Utensilien markieren kannst. Wenn du richtig motiviert bist, machst du eine Schatzsuche daraus: Schatzkarte malen, die Stationen aufzeichnen und zum Schluss gibt es eine kleine Überraschung.

Egal, für welche Variante du dich entscheidest, die folgenden Übungen sind gut für die Kinder:

  • Balancieren: Einfach Paketklebeband auf den Boden kleben, vorwärts und rückwärts laufen lassen
  • Hampelmänner: Gut, um sich warm zu machen.
  • Rolle vorwärts, Rolle rückwärts
  • Handstand machen
  • Seilspringen, auf einem Bein stehen (gerne auch mal antippen, damit der Schwierigkeitsgrad erhöht wird bei älteren Kindern)
  • Ball, oder alternativ Socken, gegen die Wand werfen und fangen
  • Hoch-Streck-Sprung
  • Hula-Hoop-Reifen: 1 Minuten oder länger, ohne dass der Reifen runterfällt
  • Viele Yoga-Übungen eignen sich auch für Kinder – die sich meist auch noch besser anstellen als Erwachsene
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Auch für die Kleinen gibt es viele Möglichkeiten für Sport daheim

Trampolin, Jongliertücher und Co.

Hast du einen Garten oder viel Platz in der Wohnung, eignen sich spätestens jetzt einige Anschaffungen: ein kleines oder großes Trampolin macht nicht nur Kindern Spaß. Jongliertücher sind gut für die Geschicklichkeit. Ansonsten gäbe es noch Stelzen, Einräder, Inline Skates und diverse Bälle. Übrigens auch für dich!

Wo: Viele Onlineshops liefern alles zu dir nach Hause. Schau doch mal bei Declathon vorbei. Mit Gutscheinen kannst du manchmal zusätzlich sparen.

Kosten: je nach Gerätschaft

Tipp der Redaktion: Es ist ja auch bald Ostern und so hast du vielleicht direkt was für die Eiersuche.

Zusatz: Sport im Freien (abseits vom Joggen)

Noch dürfen wir uns draußen aufhalten, um Spazieren zu gehen oder uns sportlich zu betätigen. Und frische Luft sorgt für weniger Home Blues und ist gut für dich. Natürlich solltest du dabei auf die gängigen Schutzmaßnahmen achten. Alle Vorschläge haben eines gemein: du kannst sie wunderbar alleine machen.

1. Fahrradfahren: So simpel aber wahr! Die Straßen und Radwegen sind leerer, womöglich auch dein Kiez oder Ort. Nutze die Zeit und gehe auf Entdeckungstouren mit deinem Fahrrad. Selbst mit einem geringen Tempo tust du etwas, um fit zu werden. Knieschonend ist es auch. Fahrradläden haben vielerorts noch (teilweise eingeschränkt) geöffnet, falls dein Bike eine Reparatur benötigt. Ansonsten kannst du dein nächstes Traumrad auch online bestellen, zum Beispiel bei Fahrrad.de, die gerade auch viele Aktionen haben.

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Hat fast jeder daheim: ein Fahrrad. Schwing dich in den Sattel!

2. Inlineskating: Ich habe es als Kind geliebt – mit meinen Inlineskates über den Asphalt zu pesen und geile Drehungen hinzulegen. Auch wenn ich die bestimmt nicht mehr kann, reizen mich die rollenden Schuhe schon. Es ist vor allem eine schöne Alternative zum Joggen: Beim Inlineskaten verbrennst du mehr Kalorien als beim Joggen und es ist gut für Po und Beine. Du verbesserst deine Kondition und Koordination. Fit werden ist damit mehr als einfach. Wenn du es, wie ich, nicht mehr so gut kannst: Du wirst sehr schnell wieder reinkommen – mach am Anfang einfach etwas langsamer.

Günstige Inlineskates bekommst du unter anderem bei Galeria Kaufhof. Ab 20 Euro bezahlst du keine Versandkosten und bei Newsletter-Anmeldung erhältst du 15 Euro Rabatt!

3. Der klassische Spaziergang: Hier kannst du nun wirklich nichts falsch machen. Und Spazierengehen war nie mehr Trend als jetzt. Atme die Luft tief ein, erkunde deine Umgebung, präge dir Straßennamen ein, errate Baum- und Pflanzenarten und und und. Und weil alle Cafés, Restaurants und Bars geschlossen haben: bewaffne dich mit einem Thermobecher mit Kaffee (oder Longdrinks, die bleiben so kühl) oder etwas anderem zu trinken. Wenn dir das zu langweilig ist, telefoniere mir Freunden oder deiner Familie, höre ein Hörbuch oder Live-Aufnahmen deiner Lieblingsband/Lieblingskünstler.

4. Skateboard oder Longboard fahren

Skateboards sind eher was für Jüngere? Vielleicht! Aber immer mehr (Halb-)Erwachsene schwingen sich auf das Brett und einige verdienen viel Geld damit. Das Longboard ist dabei eher für Anfänger geeignet, erfordert jedoch einen guten Gleichgewichtssinn und einiges an Kondition. Aber dieses Gefühl, wenn du stehst und fährst, holt dir ein wenig LA-Feeling zu dir. Aber bitte: statte dich mit Helm und Schoner aus!

Wenn du deinem Kind das Board nicht klauen kannst, findest du bei Planet Sports oder Titus eine große Auswahl.

Fit werden – tue es für dich

Überall lesen wir gerade was davon, die Zeit zu nutzen, um uns „zu optimieren“. Das ist natürlich eine Motivation, um Sport zu treiben. Uns und mir geht es viel mehr darum, dass du fit wirst, deinem Körper etwas Gutes tut, der jeden Tag alles für dich gibt! Dass du dich von den Strapazen des dauerhaften Home Office befreien kannst, dein Immunsystem stärkst und dich mental entlastest. Also Feuer frei und viel Spaß! Und vergiss die Entspannung danach nicht 😉

#LassUnsDrüberSprechen

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